Der schnellste Oberliga-Sieg aller Zeiten

Hallo Leute!

Ich weiss nicht, ob es wirklich der schnellste Sieg war, aber reißerische Titel sorgen für mehr Aufmerksamkeit!

Am Sonntag, den 17.01.16, fuhren wir an die Ostalster zu den SKJE ins Wilhelm Gymnasium. Aufgrund von gleichzeitig stattfindenden Mannschaftskämpfen in Schweden traten sie mit einer relativ schwachen Mannschaft an, Christoph Schröder an 1. Wir hatten mit Christian L. + Christian K. zwei superstarke Ersatzspieler dabei.

Kampfbeginn war um 10 Uhr, und schon um 14:06 stand das Endergebnis im Internet: 6:2 Sieg. Markus, Fabian, Dominik und Stefan gewannen, der Rest spielte remis. Es war gefühlt sogar noch mehr drin, denn die Christiane (oder wie ist die Mehrzahl?) standen beide recht lecker.

Keine Ahnung, was im Moment mit der Mannschaft los ist ;-) . Hatten wir schon mal jemals seit unserem Aufstieg in die 2. BL 8:2 Mannschaftspunkte? In 2 Wochen gegen St. Pauli geht es um den Aufstieg, Abstieg oder Spass.

Markus

2. Internationales Bad Schwartauer Schachopen

Vom 27.12.-30.12 besuchte ich aus Ermangelung des Ani-Cups, der dieses Jahr nicht stattfand, dieses Jahr die Lübecker Nachbarstadt. Das Turnier fand in der Turnhalle einer Schule statt und ich kann nur Positives vermelden: Viel Platz, kein Lärm, gute Luft, Bad Schwartau ist eine schöne Stadt, viele Restaurants, alles fussläufig erreichbar.

In den ersten 4 Runden hatte ich deutlich schwächere Gegner, die ich allesamt bezwang. Runde 5 bekam ich einen IM, allerdings ‘nur’ IM Sawadkuhi mit Elo 2145. Er klammerts erfolgreich das Remis.

In Runde 6 hatte ich den an 2 gesetzen GM Voloshin. Er bot mir schon nach 6 Zügen remis an, was ich aber aufgrund obskurer Eröffnung sofort ablehnte. Nach und nach überspielte ich ihn und nach seiner/ zum Schluss beiderseitiger Zeitnot hatte ich 4 Bauern mehr und Mattangriff. Im 42. Zug mit noch 30 Minuten Rest gab er nicht auf, sondern überlegte 29:55 Minuten (kein Witz!), zog einen Zug, ich antwortete, und er liess dann die restlichen 5 Sekunden ablaufen. Bis auf das Schauen vom Film “Borat” waren das wohl die überflüssigsten 30 Minuten meines Lebens.

In der letzten Runde hatte ich Weiss gegen den an 1 gesetzten GM Epishin, der bis dahin 6/6 hatte. Ich bot schnell remis an, was er zu meiner Überraschung annahm. Mit 6/7 war ich klarer Zweiter und konnte die Reisekosten bei weitem wieder reinholen. Außerdem hatte ich mit Elo-Leistung 2484 mein bisher stärkstes Turnier.

Die Endtabelle könnt ihr hier sehen, dort gibt es demnächst auch Fotos:

http://schachinschwartau.de/2-internationales-bad-schwartauer-schachopen-2015/tabellen/7-runde/

Vereinsmeisterschaft … Blitz-Grand-Prix mit Juklapp … und nun hat die Schachseele Ruh!

Zum Jahresende standen traditionell noch einige Entscheidungen an. Die wichtigste ist wohl der Asbchluss der …

zweiten gemeinamen Vereinsmeisterschaft mit den Schachfreunden Hamburg

Wiederum bedanken wir uns herzlich für die freundliche Aufnahme in das große Rundenturnier in 5 Klassen. In der 1. Gruppe wurde auch unser neuer Vereinsmeister ausgespielt – und es ist, trotz durchwachsener Leistung insbesondere zu Beginn des Turniers, diesmal – und zum schon vierten Mal: Fabian Schulenburg – herzliche Glückwünsche!!! Torben Schulenburg hätte in der letzten Runde aber noch seinen Titel verteidigen können, wenn er Jürgen Dietz besiegt hätte – was trotz lange aussichtsreichem Kampf nicht gelang – war aber auch keine leichte Aufgabe. Am Ende darf ich meinerseits ein wenig darüber sinnieren, dass ein absolut in Reichweite befindliches, jedoch in Zeitnot verspieltes Remis gegen Fabian zur großen Überraschung gereicht hätte … wenn denn alles andere genauso gekommen wäre …

– siehe die wunderbaren Tabellenwerke von Kevin Kinsella: http://meisterschaft.schachfreunde-hamburg-1934.de/

Während in der 1. Gruppe Christian Kalla die Klasse halten konnte, musste Peter Gröppel nach seinem furiosen Aufstieg deutlich wieder absteigen – die Konzentrationsfrage wurde leider negativ beantwortet. Die Spitzengruppe wurde ansonsten von den Schachfeunden dominiert, unter denen Christoph Kuberczyk erstmals den Sieg davon tragen konnte – herzliche Glückwunsche!

In der 2. Gruppe dominierten aber die Diogenesen! Ralf Hein gewann nach 5/5 am Ende doch nur knapp vor Robert Buchholz und Achim Jürgens, der den Aufstieg nur aufgrund schwächerer SB-Wertung verpasste – sich aber über das größte DWZ-Plus freuen darf!

Und in der 3. Gruppe konnte Sven Böttcher seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden – aber sicher das Mittelfeld erreichen, was unserem ältesten Jungdiogenesen, Hans Werner Hoffeins, beim Wiedereinstieg aus dem Betriebssport ins “echte” Turnierschach leider nicht gelang – aber du kannst alt sein wie ein Gnu, lernst doch immernoch dazu – oder wie das heißt …

 

Und um zu vergessen, was war oder dies zu feiern wurde am 21. 12. (Montag … alter Montag, du!)  ein tolles Weihnachtsblitzturnier mit guter Beteiligung genossen! Bei Stollen, Punsch, Gersten- und anderen Säften konnte Blitz-Grand-Prix-Sieger, FM Markus Hochgräfe mit 13/15 zusammen mit Christian Laqua brillieren, der an alte Blitzleistungen anknüpfte aber für die Gesamtwertung zu wenig Turniere spielte – und – das liebe Leute – muss unter den Weihnachtsbaum: nehmt an den Clubabenden teil – es macht Spaß!  Der Donnerstag hat für viele ja auch Vorteile und muss sich nun in der ersten Jahreshälfte etablieren und bewähren – der neue Terminkalender erscheint in Kürze auf dieser Seite – los gehts 2016 mit einem Blitz-Grand-Prix am 7. Januar!

BGP1512

Fröhliche Weihnachten & guten Rutsch!
Thomas Rieling

Oberliga öberwintert ongeschlagen

Die Erste überwintert in der Oberliga ungeschlagen!

Gegen die in Bestaufstellung spielenden Königssspringer gelang Zuhause im Fahrenkamp unter den Augen zahlreicher Fans ein überraschendes 4:4! Details könnt ihr auf der KSH-Homepage nachlesen (Achtung! Externer Link! Hohe Gefahr!):

http://www.kshamburg.de/teams/ksh1.php

Damit sind wir mit 6:2 Mannschaftspunkten (3-Punkte Regel gibt es im Schach noch nicht) Tabellenvierter. Die Tabellensituation ist aber recht trügerisch, weil Bargteheide, SKJE und Marmstorf bisher gegen die drei Spitzenteams angetreten sind. Im Januar gegen SKJE folgt ein wichtiger Kampf.

Markus

 

Die ausgestorbene Spezies der Schachläden

Im Zeitalter von Amazon und Onlineplattformen hat es der traditionelle Schachladen schwer sich zu behaupten. In Hamburg gibt es so einen Laden schon längere Zeit nicht mehr. Anders in London. Da ich letztes Wochenende dort unterwegs war, hab ich dem Laden einen Besuch abgestattet und dem Besitzer versprochen etwas Werbung zu machen. Die Ausstattung ist gut und es gibt alles was das Schachspielerherz begehrt. Einen virtuellen Rundgang kann man hier machen.
Also, falls ihr mal in London seid, schaut in der 44 Baker Street vorbei.

IMG_20151122_143254747_scaled

IMG_20151122_143302217_HDR_scaled

IMG_20151122_143309744_scaled

Knapp daneben ist doch vorbei – Ramada Cup in Bad Soden

Am vergangenen Wochenende startete ich den Versuch, mich (in der 15. Saison) zum fünften Mal für das Finale der Deutschen Amateurmeisterschaft  zu qualifizieren. Die Aussichten waren nicht schlecht, schließlich durfte ich dank einer schlechten Leistung im Vorjahr jetzt wieder in der C-Gruppe antreten – d.h. 1701 >= max(ELO, DWZ) >= 1900. Und da in dieser Spielstärke bei den meisten Spielern (wie auch bei mir) die ELO deutlich höher ist als die DWZ, gehörte ich durchaus zu den Mitfavoriten. Und für die Qualifikation reicht ja Platz 6.

Mehr lesen

Flora-Turnier Elmshorn

Am 06.09. fand zum 38. Mal das Dreier (früher Vierer)-Schnellschachturnier in Elmshorn statt. Leider fanden sich nur ganze 17 Mannschaften zusammen, um 9 Runden Schnellschach zu spielen. Negativrekord!

Diogenes trat mit Almar, Markus und Hobby-Fahrer Christian L. an. Im guten Feld wurden wir immerhin 2. und konnten je eine Tankfüllung mit nach Huase nehmen. Almar 6/9, Markus 6,5/9, Christian L. 7/9 spielten allesamt ein gutes Turnier, in dem wir St. Pauli knapp abhängen konnten. Norderstedt war an dem Tag ungeschlagen. Ebenfalls noch in den Preisrängen war die Baubehörde, wo es sicherlich auch noch einen Bericht geben wird.

Ein schönes Turnier, was hoffentlich nächstes Jahr wieder stattfinden wird.

Jedermann Zehnkampf 2015

Hä? Was hat denn ein Leichtathletik-Zehnkampf mit Schach zu tun? Antwort: Gar nichts. Was soll das dann auf dieser Schachseite? Antwort: Passt hier nicht rein. Aber da hier auch über merkwürzige Sportarten wie Schachtennis berichtet wird, mache ich es einfach auch. Proteste über Veröffentlichung dieser Selbstbeweihräucherung wie immer an vorstand(at)scdiogenes.de.

Nun also zum Bericht: Jedes Jahr im August findet in der Jahnkampfbahn im Stadtpark in der Nähe des Planetariums ein Jedermann-Zehnkampf statt mit den ganzen schönen Disziplinen, die man auch aus der Schule kennt: Stabhochsprung, Speerwurf, Diskus, 110m Hürden etc. Es gibt einen Riegenführer und eine Riege besteht aus etwa 20 Leuten. Insgesamt sind etwa 300 Teilnehmer dabei.

Im Jahr 2004 hatte mich ein ehemaliges Mitglied, was jetzt bei St.Pauli spielt, erstmals überredet, mein Können mit ihm dort zu messen. 2008 und 2014 war ich dann nochmals dabei. Dieses Jahr 2015 wollte ich es nochmals wissen, weil ich unter anderem sehen wollte, wie sich ein paar Kilos weniger Gewicht auf meine Leistung auswirken.

Anmelden kann man sich das ganze Jahr. Sind hier Links erlaubt? Googelt einfach nach ‚Jedermann Zehnkampf Hamburg‘ und ihr werdet fündig. Für 28 Euro kann man 2 Tage Leichtathletik machen, bekommt Mittagessen, T-Shirt, und das alles für nur 28 Euro.

Samstag: Nach lockerem Einlaufen standen 100m auf dem Programm. Es ging um 10:15 pünktlich los. Meine Zeit von 15,45s war ein Tick schneller als letztes Jahr. Der Antritt, der war langsamer, aber wenn ich erstmal ins Rollen komme, hält mich nichts auf.

Zweite Disziplin war Diskuswerfen. Eine 2 Kilo-Scheibe, die nur knapp in der Hand liegt. Das mehrmalige Rumdrehen und Wegschleudern kann ich nicht, sodass ich, wie viele andere, mit halber Drehung das Ding auf den Rasen schleuderte. Meine 14,50m war in etwa das, was ich mir vorgenommen hatte. Diskuswurf ist auf jeden Fall eine Disziplin, wo man mit Üben besser werden kann.

Danach meine Lieblingsdisziplin, der Stabhochsprung. Die einzige Disziplin, die ich, zumindest bei den früheren Wettbewerben, vorher auch mal geübt habe. Aufgrund von Verletzungsgefahr sind die Stäbe deutlich kürzer, härter (können sich also nicht krümmen) und haben einen Tennisball ganz unten, damit man die Nut oder wie das Becken heißt, wo man den Stab reinsteckt, besser treffen kann. Bei 1,22m geht es los in Zwanzigerschritten. Bis 1,62m war die Welt in Ordnung, bei 1,82m hatte ich aber Probleme. Im dritten Versuch gab ich noch mal alles und konnte ganz knapp mit Po-Berührung meine bisherige Bestleistung um einen Zentimeter verbessern auf 1,82m!

Nach der Bratwurst ging es dann zum Speerwerfen. Speerwerfen ist wie Diskus eine Techniksache, denn man muss den Arm beim Werfen ganz lang machen, was anders ist als z.B. Schlagballwerfen. Im zweiten Wurf war fast alles perfekt und ich konnte mit 17,18m meine bisherige Bestleistung um über einen Meter nach oben schrauben. 20m wären drin, wenn ich vorher trainieren würde.

Letzte Disziplin mein Horror, 400m. Man muss schneller als 81s sein, um überhaupt in die Punkte zu kommen, also etwa 20s pro 100m. Wer noch nie 400m gelaufen ist, dem kann ich sagen, dass am Ende eines anstrengenden Tages zumindest ich nicht in der Lage bin, das Ganze durchzusprinten. 300m schnell getrabt und die letzten 100m dann gesprintet. Mit 80,20s habe ich mein Ziel dann knapp erreicht und war mit dem Verlauf des ersten Tages zufrieden.

Am Abend war ich dann so platt, dass ich keine Taktikaufgaben mehr lösen wollte und bin früh ins Bett gegangen.

 

Sonntag:

Nächster Tag war frühes Aufstehen angesagt, denn um 09:15 ging es schon zu den 110m Hürden. 110m Hürden wird original mit 1,10m hohen Hürden gelaufen. Dort ist aber die Verletzungsgefahr hoch, sodass man sich im Prinzip aussuchen kann, welche Hürdenhöhe man wählt. Die meisten nehmen 76cm, ich noch um einiges tiefer, weil ich für die Oberliga-Mannschaft nichts riskieren wollte. Man hat 10 Hürden auf den 110m und es ist ein ganz merkwürdiges Gefühl, einerseits zu sprinten, dann aber über die blöden Hürden zu müssen. Jedenfalls, 22,20s war eine richtig gute Zeit (für mich), denn letztes Jahr brauchte ich noch 23,99s.

Siebte Disziplin der gute alte Weitsprung. 3 Versuche. Der Absprung ist natürlich das Wichtigste, und der ging einigermaßen. Hier habe ich mit 4,02m mein Minimalziel erreicht, aber nicht mehr. Hier war ich letztes Jahr mit 4,08m besser und auch die anderen beiden Sprünge sind mir letztes Jahr besser gelungen.

Achte Disziplin Kugelstoßen. 7,26kg wollen erstmal mit Technik weggeschmissen werden können. Der erste Wurf war nicht so doll, knapp über 6 Meter. Ich bekam dann aber den Tipp, den Ellenbogen höher zu nehmen und der zweite Wurf war mit 6,95m dann sehr gut. Auch hier ist klar ersichtlich, dass bessere Technik bessere Ergebnisse bringt.

Vorletzte Disziplin wieder so eine Angstdisziplin, der Hochsprung. Bisher hatte es das Wetter gut mit uns gemeint, aber kurz vor dem Start goss es. Dann hörte es wieder auf, wir wollten starten, dann ging es wieder los. Zum Glück erbarmte sich der Himmel dann mit 45 Minuten Verspätung. Es ging mit 97cm los und in 5cm-Schritten nach oben. Mit nur geringer Technik versuchte ich es am Anfang mit 3 Schritten. Bei 1,22m ging es so aber nicht mehr und ich nahm die 5 Schritt-Technik. Im 3.Versuch schaffte ich dann meine Rekordhöhe tatsächlich!

In der 10. und letzten Disziplin läuft die ganze Riege zusammen die 1500m, also 3 ¾ Runden. Mit 20-järigen kann ich nur schachlich noch mithalten, ich wollte unter 8 Minuten bleiben und lief die ganze Zeit mit einer ebenfalls etwas langsameren jungen Dame zusammen, um dann in der letzten Runde nochmal gut aufzudrehen. Mit 7:37 min war ich zufrieden.

Insgesamt habe ich in 9 von 10 Disziplinen mich gegenüber verbessert. Es bringt also doch was, ein paar Kilos abzulegen. Ich würde mich freuen, wenn ich nächstes Jahr die zwei Tage nicht mehr alleine ablegen muss. Heute habe ich Muskelkater, glaube aber, dass ich zum Blitz-GP am Donnerstag wieder fit sein werde.