Offene Clubmeisterschaft 2019

26. 11. 2019

Die ersten Entscheidungen sind gefallen! Christian Laqua konnte nach seinem Sieg in Runde 6 schon 1 Runde vor Schluss den Titel “Diogenes Clubmeister ” verteidigen – Herzlich Glückwünsche! Die Konkurrenz aus unserem Verein war diesmal recht schwächlich – aber dafür muss sich Christian, wenn er auch Turniersieger werden möchte, noch gegen den überraschend stark aufspielenden Heriberto Gonzalez-Leon zumindest schadlos halten. Verfolger Holger Henrich bekommt es dann gegen den schon als Sieger der Klasse < 1700 feststehenden Lukas Quitzau zu tun, der wieder ein gutes Turnier bei uns spielt und sich erst nach langem Kampf Christian geschlagen geben musste. Ein paar Preisplätze gibts noch zu verteilen in der letzten Runde am 9. Dezember!

VM19-R6-Erg VM19-R7-Par

VM19-R6-Tab

19. 11. 2019

und wieder großer Kampf an allen Tischen – keine Partie endete so wie sie im Mittelspiel oder sogar schon im Endspiel hätte enden sollen! Und für die faustdicke Überraschung sorgten ich selbst bzw. Heriberto – siehe unten.

VM19-R5-Erg  VM19-R6-Par-b

VM19-R5-Tab

Hans-Werner übersah kurz vor der Niederlage eine Mattdrohung auf die Achim ein Figur gespuckt hätte – Ralf wurde in der Eröffnung vollkommen von Torsten überspielt, doch der packte nicht zu – stand sogar im Endspiel auf Verlust aber auch der wurde es nicht. Michele knetete gegen den (ehemaligen) Oberkneter Gerd, der nicht auf Remis spielen kann – auch nicht wenn es angebracht gewesen wäre. Lukas lag 1 Qualle und 2 Bauern hinten, doch Sven hatte nur noch Augen für den eigenen Plan und der war zu langsam. Holger packte einen überraschend und aggressiv anmutenden Aufbau aus, der Christian ziemlich angestrengte Gesichter entlockte – doch nach abgelehntem Remisangebot (weil er die Lage an meinem Brett falsch einschätzte!) baute er ab, opferte nicht ganz korrekt eine Qualität im Endspiel – und damit war Christian in seinem Element! In der Schlussphase spielte er sicher, schnell und auch mit Idee – die verdiente Titelverteidigung deutet sich nun sehr deutlich an! Es sei denn, es läuft nochmal wie heute … z. B. an Tisch 2:

B24 Rieling,T 2032 – Gonzalez Leon,H. 1708 – ODioVM 18.11.2019

1.e4 c5 2.Sc3 d6 3.g3 Sc6 4.Lg2 Sf6 5.d3 h6 6.f4 e5 7.Sf3 a6 8.0-0 Le7 9.a4 Le6 10.f5 Ld7 11.h3 Db8 12.Le3 Ld8 13.g4 Sh7 14.Dd2 Sa5?! (1) Bis hierhin war trotz des eigenwilligen Aufbaus noch alles im Gleichgewicht, doch den letzten Zug wollte ich nutzen. Zu lange (fast 20 Min.) überlegte ich an: [15.Lxh6 gxh6 16.Dxh6 Lf6 17.Sd5 Dd8 18.g5 Lxg5 19.Sxg5 Dxg5 20.Dxd6 Tg8 21.Tf2 Tc8 – mit Vorteil (2) war aber nicht sicher, ob es das wert ist – mindestens genauso undurchsichtig ist 16….Le7 17.Sd5 Dd8 18.g5 Lf8 19.Dh4 Lc6 20.Sf6+ Sxf6 21.Dxh8 Sd7 22.h4 Db6 23.g6 c4+ 24.Kh2 fxg6 25.fxg6 0-0-0 26.g7 Lxg7 27.Dxg7 cxd3 28.cxd3 +/- ] (3). Einfacher Vorteil ergibt wie so oft der natürliche Zug: 15.Sd5! Lc6 (15. … Sf6 16.Sxf6+ gxf6 17.Lxh6±) 16.b4 Lxd5 17.exd5 cxb4 18.Dxb4 0-0 19.c4±) (4)

TR-HG 14-Sa5(1)   TR-HG Lxh6 a(2)

TR-HG Lxh6 b(3)   TR-HG 15-Sd5(4)

Nachdem mir in der Berechnung zwischenzeitlich der schwarze Ld7 abhanden kam, was auf c7 eine Mattdrohung durch den Sd5 vorgaukelte (2), nahm ich Abstand vom Opfer, purzelte das nicht so starke 15.h4 heraus und landete in einer eher leicht nachteiligen Partie, in der ich etwas den Plan und schon (wieder) viel Zeit verloren hatte. 15…Sf6 16.Lh3 b5 17.axb5 axb5 18.Dg2 Lc6 19.Sd2 Db7 20.Dg3 Lb6 21.Td8 22.Lf3 h5? (5) – auch intuitiv heraus gepurzelt 23.g5 Sg4 24.Lxg4 hxg4 25.Dxg4 c4 26.Lxb6 Dxb6+ 27.Tf2 b4 28.Sd5 Lxd5 29.exd5 c3 30.bxc3 bxc3 31.Sf3 Sb7 32.Da4+ Kf8 (6) Hier kann man den Punkt eigentlich in Ruhe nach Hause fahren, doch mit nur noch wenigen Minuten beginnen sich im Folgenden meine Fehler zu häufen und in der Wirkung zu übertreffen, während Heriberto keineswegs fehlerfrei aber munter drauf los spielt. 33.Dc4 [33.Dc6! Db2 34.Tff1 Dxc2 35.g6 +- ] 33… Db2 34.Ta2 Dc1+ 35.Kg2 Sc5 (7) 36.Ta7? [Sxe5!] Tb8? (8) [36…e4! 37.dxe4 Df4= ] 37.Tf1??

TR-HG 22-h5(5)   TR-HG 32-Kf8(6)

TR-HG 35-Sc5(7)   TR-HG 36-Tb8(8)

Gesehen, zu unkonkret gedacht – tick! tack! – und wegen Tb1 nicht gemacht – immernoch geht: [37.Sxe5! Tb1?? (37…Kg8 38.g6 f6 39.Sd7 Tb1 40.Ta8+ Tb8 41.Txb8#) 38.Ta8+ Ke7 (38…Tb8 39.Txb8+ Ke7 40.f6+ gxf6 41.gxf6# wie hübsch ist das denn!?) 39.f6+ gxf6 40.gxf6# matt matt matt.] 37… Dxc2+ 38.Tf2 Dxd3 39.Sxe5 dxe5 40.Dxc5+ Kg8 41.Ta4 hält den Laden noch zusammen [41.Txf7 De4+ (für Oguz :-)] 41…Tb2 (9) 42.Ta8+?! Hier ist doch die Tür nach draußen: [42.Txb2! cxb2 43.Ta8+ Kh7 44.Txh8+ Kxh8 45.Df8+ Kh7 46.Dxf7 De4+ 47.Kh3 Df3+ 48.Kh2 Df2+ 49.Kh3] (10) 42…Kh7 43.g6+?? und mit nur noch Sekunden natürlich auch an der letzten Tür vorbei, die aber nur noch schemenhaft zu sehen war, da bei Eintritt diversen Mattitäten auszuweichen ist … [43.Txh8+! Kxh8 44.Df8+ Kh7 45.Dxf7 De4+ 46.Kg3 De3+ 47.Kg4 (11) Dd4+ 48.Kh3 (48.Kh5 Dd1+ 49.Tf3 Dxf3#) 48…Dd3+ 49.Kg2 (49.Kg4 Tb4+ 50.Kh5 Dd1+ 51.Te2 Dxe2#)] 43…fxg6 44.Txh8+ Kxh8 45.Df8+ Kh7 46.fxg6+ Dxg6+ 47.Kh3 c2 (12) 0-1.

TR-HG 41-Tb2(9)  TR-HG 49Kh3(10)

TR-HG 47Kh4(11) TR-HG 47-c2(12)

Ja, schöne Partie eigentlich … insbesondere, weil sie mal wieder die im Vergleich zu anderen Sportarten unglaubliche Schlagweite zeigt. Und ich fürchte, das war nicht mein letzter Beitrag zu dem Thema – zur Vereinsmeisterschaft schachlich wohl schon – aber ich stelle gern Eure Analsen ein!

 

12. 11. 2019

Die 4. Runde hatte es in sich. Gegen 22 Uhr entschied ich mich, noch einen Kaffee aufzusetzen, da einige sehr spannende Partien auf einen längeren Abend schließen ließen. Die eigene am Spitzenbrett gegen unseren Clubmeister zählte eher zu den nicht ganz so spannenden, die aber langwierig hätte werden können, wenn Christian sich entschieden hätte, ein geringfügig besseres Turmendspiel weiter zu spielen, nachdem ich sein Remisangebot kurz vorher ausschlug, um dann festzustellen, dass sich der ebenso geringfügige Vorteil verflüchtigte. Der Verfolgung wert waren allerdings eigentlich alle anderen Partien. Ralf war drauf und dran, die genau genommen misratene aber extrem interesssante Eröffnungsbehandlung von Holger in einen Punkt zu verwandeln, der ihm nochmal Chancen in Richtung Spitzenplätze eingeräumt hätte – doch er fand den Weg im Variantendschungel nicht … schick doch bitte einer die Partie oder  1, 2 kommentierte Diagramme. Als Achim zwischendurch von Kaffeehausschach sprach, war mir mir überhaupt nicht klar, welches Mactch er meinte – Gerd und Heriberto spielten noch kurz mit blanken Königen weiter (Kann man da noch noch durch unmögliche Züge verlieren???), Torsten opferte eine Figur für anhaltenden aber nicht durchschlagenden Angriff, Achim versuchte, mit mittigem König Materialvorteil gegen Michele festzuhalten, Sven und Axel spielten ebenfalls mit offenem Visier … und wie es dann so ist in kurzen knackigen Aufführungen: anständiges Schlussgemetzel und ein kurzer Schlussakkord und die Kanne ist noch voll!

Und dann war da noch die lange Geschichte über die Zeit mit einsteinschen Krümmungen:

Nach unmöglichem Zug von Michele hatte ich eine Ersatzuhr eingestellt (2.41 vs. 5.37 + 2.00 Gutschrift = 7.37 plus 0.30 Bonus/Zug), verschwand kurz um die Ecke, um anschließend den Zeitstand 0.11 vs. 5.xx zu sehen – dann hätte Michele nach Zeit verloren haben müssen, weil seine Uhr ja mindestens 0.31 nach seinem Zug anzeigen müsste; die Fahne war aber nicht angezeigt; also war der Bonus falsch eingestellt … Achim war klar genug, Ordnung in die Sache zu bringen: 5 Züge zuvor reklamierte er den unmöglichen Zug – sodass beiden Spielern Boni in Höhe von 2.30 fehlen mussten – die Einstellerei mit einem anderen Modus (Nr. 18!) dauerte daraufhin ein paar Minuten … und Achim verlor die wilde Partie (Diagramme!!!). Ich hatte mir nach dem Durcheinander eigentlich gewünscht, dass das irgendwie Remis ausgeht – und entschuldige mich für mein Unwissen – staunte ich doch am Wochenende nicht schlecht, wie schnell Hugo Schulz als Schiedsrichter in ähnlicher Situation die Gutschrift eingestellt hatte (und ich nahm mir daraufhin vor, das zu üben …). Es geschah übrigens in der Turniersiegerpartie von Christian zur Offenen Hamburger Amateur-Schnellschachmeisterschaft (Jawoll, wir haben einen Titel!). Auch da verlor der Gutschriftempfänger (im Schnellschach: 1 Min.) … Vielleicht sollte man als Spieler auf die 1-2 Minuten verzichten, um die unangenehme Unterbrechung kurz zu halten, wenn noch ausreichend Zeit vorhanden ist – auf die Feststellung des unmöglichen Zuges natürlich nicht … braucht man dazu eigentlich einen Schiri (oder gar den Videobeweis) oder reicht es, das auf dem Formular zu vermerken? Der nächste Schiri-Lehrgang ist übrigens noch im Dezember – und Diogenes hat noch keinen – hat nicht jemand Interesse (ich hab da leider keine Zeit)? Gibt ja auch ein kleines Taschengeld für die Einsätze.

Tabellenwerk:

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VM19-R4-Tab

 

 

08. 11. 2019

Hier sind die Ansetzungen für Runde 4 am Montag, den 11.11.: Die Top-4 beulen sich untereinander!

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Nun sind alle Begegnungen in der aktuellen Tabelle entahalten:

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29.10.2019

In der dritten Runde gab es zum ersten Mal keine Verlegungen – leider haben wir aber nun wieder eine ungerade Teilnehmerzahl, da sich Ralf Blittkowsky aus persönlichen Gründen vom Turnier zurückgezogen hat. Alles Gute beim Ordnen deiner Aktivitäten, Ralf!

Die Ergebnisse zeigten nur ein kleine Überraschung: Torsten musste sich dem erstaaunlich zielstrebig angreifenden Heriberto geschlagen geben, nachdem er in der letzten Runde noch der Nr. 1 des Turniers ein Remis abnahm. Eigentlich sah es auch nach einem frühen Feierabend aus, wenn da nicht die wilde, die Zuschauer wieder in den Spielraum lockende Partie zwischen Axel und Hans-Werner gewesen wäre, in der beide mit ungewöhnlichem Materialverhältnis durch die endlose Zeitnotphase staksten.

Die Auslosung der nächsten Runde folgt nach Abschluss der Nachholpartien am Fr. 8. 11. – bis auf zwei Ansetzungen, die sich unabhängig vom Ausgang der Nachholpartieen ergeben: Sven – Axel  und  Hans-Werner gewinnt kampflos.

VM19-R3-Erg

 

VM19-R3-Tab

 

23.10.2019

So – die 2. Runde war – soweit gespielt – ein schwarzes Fiasko! Lediglich Turniermitfavorit Holger konnte in einer spannenden Partie wenigstens die Niederlage vermeiden. Hier ist das Tabellenwerk (Anklicken!):

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15.10.2019

Wieder haben wir ein kleines nettes Turnier zusammen! Und die 1. Runde ist gespielt – mit Ausnahme einer Nachholpartie der Betriebssportler Ralf und Christian. Die großen Überraschungen blieben zunächst aus – wenn man den Teilerfolg von Lukas gegen Altmeister Gerd als eine kleine wertet – aufgrund der Trends beider Spieler.

Einige organisatorische Infos:

– Die Karenzzeit beträgt 1 Stunde!

– Die C-Kategorie beginnt mir freundlichem Einverständnis von Hans-Werner und Sven schon < 1700 DWZ, damit für einen spannenden Kampf gesorgt ist.

– Verlegungen initiiert Ihr am besten über mich (Thomas – vorstand@scdiogenes.de oder 0176 490 712 75), da ich die Kontaktdaten der Spieler habe.

Die folgenden Tabellen bitte anklicken, damit Ihr sie erkennen könnt!

Ergebnisse der Runde 1                                                          Begegnungen für Runde 2:

VM19-R1-Erg                   VM19-R2-Par

Teilnehmerliste

VM19-Teiln

Tschüs bis Montag!

Vorentscheidung um die Clubmeisterschaft!? – Update 2!

Naja – wenn noch ein kleines Fragezeichen dabei ist, dann wäre auch die Titelverteidigung für Fabian noch denkbar – aber Markus hat nach seinem gestrigen Sieg einen halben Punkt und einige SB-Punkte Vorsprung – bei noch 2 ausstehenden Runden und nominell schwächerer Gegnerschaft als Fabian. (siehe http://meisterschaft.schachfreunde-hamburg.de/2017/ergebnisse/1)
Aber: was war das denn für eine Partie! Entweder ne Supervorbereitung oder ein genialer Angriffswirbel – wahrscheinlich von beidem etwas.

Nach so ca. 15 zügen sah es in der Partie Markus Hochgräfe – Fabian Schulenburg so aus:

Fabian hat gerade rochiert und mit seinen Läufern alles aktiv im Griff wie es scheint – freilich für einen Minusbauern.

Wie befreit sich nun also ein Meister aus der Klemme? Ich mag es eigentlich noch nicht verraten – und auch Maschinen (wenn auch nicht die stärksten auf den schnellsten Rechnern) bemerken erst nach über 10 Minuten, dass Weiß sich dazu einiges erlauben kann. Dann nämlich verschwindet eine bestimmte Variante aus den angezeigten, weil Schwarz sie nicht überlebt. Nur soviel noch: die beiden gewannen eigentlich gleich meine Partie mit, da Herr Fegebank und ich mangels eigener Turbulenzen sehr interessiert aufs Nachbarbrett schauten – er vielleicht das ein oder andere Minütchen zu lange. Und: hätte ich zwischendurch wetten dürfen, dann auf Fabian, da meine Erfahrung ist, dass man ihm besser nicht Material zum Verzinsen anvertraut; das behält er üblicherweise einfach ein.

Na denn ratet mal schön oder schmeißt die Rechner an – Markus wird vielleicht auch noch eine Analyse bringen oder Trainingsmaterial daraus machen. Und für Fabian mag der Trost bleiben, dass er eigentlich nichts falsch gemacht hat, außer nicht zu akzeptieren, dass Weiß sich hier eben doch mit einem Mehrbauern stabilisieren kann.

Außerdem werfen wir noch einen kurzen Blick in die 2. Gruppe: dort ist Sven Böttcher nach seinem gestrigen auch nicht ganz uninteressanten Sieg kaum noch der Überraschungsaufstieg zu nehmen (mit Startnummer 8 von 9). Die übrigen Diogenesen liefen derweil in allen Gruppen auch kräftig … aber leider nur DWZ ab; auch Hans-Werner in Gr. 4, der gestern aber vielleicht die Kurve zum Guten nahm. Leude Leude, das muss besser werden in den Mannschaftskämpfen!

 

So … nun gibt es von den Kontrahenten die ersten Stimmen zur Partie: Fabians erste Analyse zieht 1.Lf4 dem Partiezug Le3 vor. F15 findet, dass die Partie danach ziemlich ausgeglichen steht (1) – aus menschlicher Sicht wohl eher unklar aber mit Kompensation für S. In der Partie spielte Markus also 1.Le3! Der Zug Le3 fiel mir insofern leicht, weil ich in der Stellung nichts anderes vernünftiges ziehen kann, oder? Sozusagen gezwungen zum Schönspielen. Nachdem Fabian die Annahme des Opfers der durchaus spielbaren aber eben nicht ganz den Minusbauern kompensierenden Variante 1… Lxe3 2.Dxe3 a6 3.b3 The8 4.Dh6 Ld3 5.Tfd1 += (2) vorzog, ergab sich eine entscheidende Gabelung nach 1.Le3 Lxb2 2.Dxa7 Lxa1 3.Da8+… Kd7 oder Kc7 (3)? Fabian meint zu seinem Zug Kc7: Ich habe mich [nach 3… Kc7 4.Lf4+ Td6 5.Lxd6+ Kxd6 6.Dxb7] nur falsch verteidigt. Statt Td8 muss ich De5 ziehen und der Rechner findet für beide Seiten nichts Besseres als Remis (zumindest in der 2 Minuten Kurz-Analyse), während Markus überzeugt ist: Nach Kc7 … war es mehr oder weniger forciert gewonnen, weil ich nach Lf4 dort sofort Material zurückbekomme und nicht einen Turm weniger habe.

Markus-Fabian Lf4          Markus-Fabian Le3 b

(1) 1.Lf4 g5 2.Lg3 g4 3.Le2 h5 (=)    (2) 1.Le3 Lxe3 2.Dxe3 a6 3.b3 The8 4.Dh6 Ld3 5.Tfd1 +=     

Markus-Fabian Da8         Markus-Fabian Db7

(3) 3… Kd7 oder Kc7?                                    (4) 3… Kc7 4.Lf4+ Td6 5.Lxd6+ Kxd6 6.Dxb7

F15 meint zu 6… De5, dass die Sache nach 7.Td1+ Ld4 8.c5+ Dxc5 (8… Kxc5 9.Tc1+!) 9.Dg7 (5) für W relativ klar ist … UPDATE: Man muss aber ja nicht auf c5 nehmen wie Fabian richtig anmerkt: Mein Rechner gibt jedoch die wie ich denke recht forcierte Variante (auch für Weiß) (5a) 8… Ke6! 9.Dxc6+ Kf7 10.Dd5+ Dxd5 11.Lxd5+ Kf6 12.Txd4 Td8 13.Td1 Lc2 14.Td2/d4 Lf5 (5b) mit Zugwiederholung an. Ich sehe nicht, wie Weiß dem ausweichen soll. Zusammen mit dem g4-Mini-Vorteil Endspiel, das die Engine als Remis einschätzt beruht meine “Kc7 scheint Remis zu sein”-Aussage auf dieser Zugwiederholung. Markus merkt weiter an: Nach Kd7 statt Kc7 ist die Stellung total chaotisch und die Engine sagt 0.08?! Weiß bekommt 3 Bauern für den Turm und Initiative. F15 schätzt W leicht im Vorteil (+0,4) nach 3… Kd7 4.Db7+ Ke8 5.Te1 Kf8 6.Lc5+ Kg8 7.Lxc6 mit der “chaotischen” Stellung (6). S kann hier leicht die Partie einstellen – z. B. wird er nach 7… Lc3 mattgesetzt! (5-zügig). W braucht dagegen starke Nerven mit einem Turm weniger – Genauigkeit wird von beiden verlangt. Nach der schwächeren Verteidigung 6… Td8 folgten 2 hübsche Königssperren (und nicht etwa das verlockende Dxc6+? nach dem der schwarze König flüchten kann): 7.Te1! (7) Ld7 8.c5+! Kxc5? 9. Te1! (8) und der schwarze König verhält sich auch weiterhin sehr entgegenkommend, was die Partie entschied – auch wenn mir die genaue Zugfolge nicht bekannt ist.

Markus-Fabian De5        Markus-Fabian De5b

(5) 6… De5 7.Td1+ Ld4 8.c5+ Dxc5 9.Dg7   (5a) 6… De5 7.Td1+ Ld4 8.c5+ -> Ke6! 

 Markus-Fabian De5c          Markus-Fabian Kd7

(5b) 8… Ke6 9.Dxc6+ Kf7 10.Dd5+ Dxd5 11. Lxd5+ Kf6 12. Txd4 Td8   (6) 3… Kd7 4.Db7+ Ke8 5.Te1 Kf8 6.Lc5+ Kg8 7.Lxc6

Markus-Fabian Te1          Td1

                   (7) Tf1-e1!                                                               (8) Te1-d1!

 

Was noch fehlt zum Jahresabschluss

Vereinsmeisterei:
Hat noch keiner gemacht hier!? Ich nehme mal an, weil es der 6. Titel im 7. Jahr war. So normal wie der FCB den Fußball dominierte Fabian Schulenburg diesmal die Vereinsmeisterschaft, auch, wenn er den Titel in der letzten Runde noch direkt an Ralf abgeben konnte, der ein zwischenzeitliches Remisangebot natürlich ausschlagen musste aber fast eben so natürlich verlor.
Fabian gewann das A-Turnier mit einem halben Punkt vor dem Vereinsmeister der Schachfreunde, Jan-Paul Ritscher (zum 11. mal?!) – Herzliche Glückwünsche!
Ergebnisse

Noch mal richtig Schach:
Während sich Markus (Platz 7, 5,0/7) und Tom (Platz 13, 4,5/7 (!!!)) durch ein intensives über 3,5 Doppelrunden gehendes HSK-Open quälten, spielten wir:

Noch 1 x Schnellschach:
Leider mit nur 1 Spielerin und 6 Spielern aber dafür mit leckeren Keksen und kleinen Preisen. 6 Runden waren auch intensiv und Jeanette bereitete den alten Herren viel mehr Probleme als der Endstand verrät:
1. The Fabulous 6,0/6
2. Andreas Hilpert 5,0 (!)
3. Ralf 3,5
4. Thomas 3,0
5. Hans-Werner 1,5 (Sieger B-Gruppe!)
6. Peter 1,5
7. Jeanette 0,5

Guten Rutsch!

Öffnungszeiten – Termine im Herbst – Vereinsmeisterschaft

Hallo liebe Diogenesen!

Da derzeit die gemeinsame Vereinsmeisterschaft mit den Schachfreunden (hier zum Gucken Klicken!) begonnen hat, ergeben sich für unseren Spielabend bis Anfang Dezember folgende Regelungen:

Sicher geöffnet wird unser Spiellokal im LAB, Fahrenkamp 27, nur zu den folgenden Terminen, an denen keine Vereinsmeisterschaftsrunden stattfinden:

Do. 07.10.: Schnellschachturnier

Do. 27.10.: Blitzschachturnier

Do. 17.11.: Schnellschachturnier

Do. 01.12.: Training mit Dr. Markus – Fokus: Bezirksliga und Kreisliga

Do. 15.12.: Turniersimultan

Do. 22.12.: Julklapp-Blitzturnier

Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr – geöffnet wird um 18:30.

Do. 29.12.: Schnellschachturnier mit Gästen und kleinem Preisfond - ab 18:00!

Während der Vereinsmeisterschaftsrunden kann man die Diogenesen also im Spiellokal der Schachfreunde zum Blitzen, Klöhnen oder Trainieren treffen -> Horner Weg 17 ab 18:30!

Natürlich kann man sich bei Bedarf auch im LAB zum Training treffen. Da aber im letzten Jahr während der Clubmeisterschaftsrunden mehrfach vergebens auf zufällige Teilnehmer gewartet wurde, ist es dafür erforderlich, sich zu verabreden – z. B. mit unseren Trainern Markus Hochgräfe und Kai Schoenwolff, die immer einen Schlüssel zur Verfügung haben.

Bei Interesse sendet eine Email-Anfrage an vorstand@scdiogenes.de

 

Vereinsmeisterschaft … Blitz-Grand-Prix mit Juklapp … und nun hat die Schachseele Ruh!

Zum Jahresende standen traditionell noch einige Entscheidungen an. Die wichtigste ist wohl der Asbchluss der …

zweiten gemeinamen Vereinsmeisterschaft mit den Schachfreunden Hamburg

Wiederum bedanken wir uns herzlich für die freundliche Aufnahme in das große Rundenturnier in 5 Klassen. In der 1. Gruppe wurde auch unser neuer Vereinsmeister ausgespielt – und es ist, trotz durchwachsener Leistung insbesondere zu Beginn des Turniers, diesmal – und zum schon vierten Mal: Fabian Schulenburg – herzliche Glückwünsche!!! Torben Schulenburg hätte in der letzten Runde aber noch seinen Titel verteidigen können, wenn er Jürgen Dietz besiegt hätte – was trotz lange aussichtsreichem Kampf nicht gelang – war aber auch keine leichte Aufgabe. Am Ende darf ich meinerseits ein wenig darüber sinnieren, dass ein absolut in Reichweite befindliches, jedoch in Zeitnot verspieltes Remis gegen Fabian zur großen Überraschung gereicht hätte … wenn denn alles andere genauso gekommen wäre …

– siehe die wunderbaren Tabellenwerke von Kevin Kinsella: http://meisterschaft.schachfreunde-hamburg-1934.de/

Während in der 1. Gruppe Christian Kalla die Klasse halten konnte, musste Peter Gröppel nach seinem furiosen Aufstieg deutlich wieder absteigen – die Konzentrationsfrage wurde leider negativ beantwortet. Die Spitzengruppe wurde ansonsten von den Schachfeunden dominiert, unter denen Christoph Kuberczyk erstmals den Sieg davon tragen konnte – herzliche Glückwunsche!

In der 2. Gruppe dominierten aber die Diogenesen! Ralf Hein gewann nach 5/5 am Ende doch nur knapp vor Robert Buchholz und Achim Jürgens, der den Aufstieg nur aufgrund schwächerer SB-Wertung verpasste – sich aber über das größte DWZ-Plus freuen darf!

Und in der 3. Gruppe konnte Sven Böttcher seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden – aber sicher das Mittelfeld erreichen, was unserem ältesten Jungdiogenesen, Hans Werner Hoffeins, beim Wiedereinstieg aus dem Betriebssport ins “echte” Turnierschach leider nicht gelang – aber du kannst alt sein wie ein Gnu, lernst doch immernoch dazu – oder wie das heißt …

 

Und um zu vergessen, was war oder dies zu feiern wurde am 21. 12. (Montag … alter Montag, du!)  ein tolles Weihnachtsblitzturnier mit guter Beteiligung genossen! Bei Stollen, Punsch, Gersten- und anderen Säften konnte Blitz-Grand-Prix-Sieger, FM Markus Hochgräfe mit 13/15 zusammen mit Christian Laqua brillieren, der an alte Blitzleistungen anknüpfte aber für die Gesamtwertung zu wenig Turniere spielte – und – das liebe Leute – muss unter den Weihnachtsbaum: nehmt an den Clubabenden teil – es macht Spaß!  Der Donnerstag hat für viele ja auch Vorteile und muss sich nun in der ersten Jahreshälfte etablieren und bewähren – der neue Terminkalender erscheint in Kürze auf dieser Seite – los gehts 2016 mit einem Blitz-Grand-Prix am 7. Januar!

BGP1512

Fröhliche Weihnachten & guten Rutsch!
Thomas Rieling

Nichts ist entschieden vor Runde Sieben

… na jedenfalls vieles noch nicht; selbst nicht 100%ig, dass Markus Turniersieger und neuer Clubmeister wird. Bei den vielen kleinen und größeren Preisen um die es dann doch auch irgendwie geht, ist es nicht ungewöhnlich, dass noch einige Partien Bedeutung haben. Offensichtlich ist dies im Endspiel um den ersten C-Preis zwischen Malte und Frank, die beide bisher weit über ihren Erwartungen gespielt haben und im Spiel um mindestens den 2. Platz zwischen Chrsitain und Holger, den aber auch Hauke oder Ralf noch knapp erreichen könnten … . In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass die Turniertabelle auf die “tatsächliche” Leistung korrigiert wurde, da unsere Turniersoftware diese nicht ganz korrekt berechnet (was daran liegt, dass eine Leistungsberechnung bei der Berechnung einer neuen DWZ eigentlich keine Rolle spielt und darum leider nicht richtig programmiert ist.).

 

Eine aufschlussreiche 5. Runde

Mag … äh – Markus dominierte auch Christian und steht unmittelbar vor seinem ersten Clubmeistertitel und einer DWZ-GM-Norm – die letzte große Hürde erwartet ihn nun gegen den einzigen noch in Schlagweite laurnden Verfolger und erstmaligen Teilnehmer unseres Turniers, Holger Henrich. Im Verfolgerfeld lieferte Ekkehard Hoffmann einen weiteren Nachweis einer gewissen DWZ-Unterbewertung und ging dem Tabellendritten Hauke erst nach langem Kampf und obendrein wohl unnötigerweise ins Netz. Wer’s prüfen möchte, sollte sich eine weitere Episode aus Haukes Schachgeschichten antun. Nächsten Montag darf ich dann aufs Sofa …

Auch in der Kategorie DWZ < 1700 scheint mit Maltes abermaligem Überraschungssieg, diesmal gegen den direkten Konkurrenten Sven, eine Vorentscheidung gefallen zu sein - aber wer weiß, auch Frank Stolzenwald konnte einen Außenseiterpunkt einfahren; unser Präsident hatte sich wohl zu sehr aufs Freilos eingestellt – und bekommt es auch jetzt nicht. Und wozu auch? Wenn’s mal nicht läuft, ist das Beste doch immernoch: einfach drüberspielen!

 
Angenehme Restwoche!
TR

Runde 4 – ein schwarzer Tag!

Die 4. Runde gewann Schwarz glatt mit 7,5:1,5 – darunter befanden sich auch noch besonders schwarze Momente – in der Spitzenbegegnung konnte Hauke überhaupt nicht in die Partie finden, so dass die Partie als eine der ersten zu Ende ging (s. Partienteil). Aber Markus lässt eben auch nichts zu und demonstriert bisher Überlegenheit – getragen vielleicht vom Oberligaaufwind!? Nach Runde 5 könnte zumindest der Titel “Clubmeister” so gut wie vergeben sein, wenn Chrisitan sich nicht mit aller Kraft wehrt … aber immerhin darf er ja mit Schwarz antreten!
Dass die dunklen Klötze nicht ausschließlich positiv gelaunt waren, musste Matthias spüren, nachdem er in einer wilden Partie den Überblick noch stärker verloren hatte als Sven, der mutig und korrekt zunächst eine Qualität opferte und aus Ermangelung eines klaren Gewinnweges mit einem Figurenopfer überreagierte, dessen psychologische Wirkung aber so groß war, dass es nicht durch die Prüfung fiel … Nominell war dies eine große Überraschung – eine noch größere gelang Malte mit einem gut gespielten Drachen gegen Martin Schmuck!
Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass Martin Riederer aus persönlichen Gründen das Turnier abbrechen muss – sehr schade; denn es hat ihm Spaß gemacht und er wäre bestimmt noch ein Prüfstein für den ein- oder anderen Mitfavoriten geworden. Positiv daran ist nur, dass das Freilos eingepackt werden kann.

Schönes Wochenende – inklusive Kibitzen bei der WM oder der Team-EM! Bezüglich der Quote entschiedener Partien liegen wir übrigens ganz weit vorn!

Thomas