Einladung zum Diogenes Mannschaftsschnellturnier mit attraktivem Preisfonds!

Anlässlich unseres Jubiläums laden wir Euch herzlich zum Diogenes Mannschaftsschnellturnier am 16.09.2017 ein.

Das Turnier findet in der Aula des Matthias Claudius Gymnasiums (Witthöftstr. 8, nähe U-Bahn Wandsbek Markt) statt. Teilnehmen können 4er Mannschaften (egal ob Vereinsmannschaft, Betriebssportmansschaft oder Jugend-/Schulschachmannschaft). Die Bedenkzeit beträgt 20 min. mit 5s Inkrement pro Zug. Außerdem gibt es einen attraktiven Preisfonds. Näheres könnt Ihr der Ausschreibung entnehmen. Anmeldungen bitte an die in der Ausschreibung angegebenen Kontaktdaten oder über das Online Formular.

Erfahrungen aus Riga

(Fortsetzung vom 10. 8.)

Am Ende war es dann also ein gelungenes Urlaubs-Open – nicht nur aufgrund der Schönheit der Stadt und des (Danke Bobo!) mitten darin befindlichen Irish Pub „Donegan‘s“, der eine ruhig freundschaftliche Atmosphäre auf Basis unzähliger Fassbiersorten zu bieten hatte – genau das Richtige nach anstrengendem Schachtag, jedenfalls wenn die Engländerhorden woanders soffen.

Gelungen war uns eben auch das Turnier mit 4,5 bzw. 4,0/9 erreichten wir Pl. 176 (252) und 229 (270) bei 319 Teilnehmern, was nach je 2,0/6 auch schlechter hätte laufen können. Aber nach einigen Runden war man drin im Schach, konnte vielleicht an früheres Niveau anknüpfen und wurde mit 20XX Elopunkten dann gern mal unterschätzt. Mit +35 ELO war ich sogar relativ bester Deutscher – und auch Ralf nahm +14 mit, was angesichts eines durchschnittlichen Pro-Kopf-Verlustes von -16 (bei 38 Deutschen in den Turnieren A bis D) offensichtlich gut ist. Die Chess-Results-Seite gibt in dieser Hinsicht einige Möglichkeiten her: Die Chinesen klauen uns Westeuropäern die meisten Punkte (55 pro Kopf bei 15 TeilnehmerInnen), gefolgt von Weißrussen (33/K; 20), Litauern (15/K; 29) und Indern (14/K; 21), während die 53 Russen „nur“ 3,5/K mitgehen ließen und die 134 Letten 4,2/K zuhaus behielten.
Das A-Open wurde aber von zwei der hier selteneren Ukrainer gewonnen: GM Vladimir Onischuk (ELO 2610 / Leistung 2737) und IM Sergey Pavlov (2475 / 2717) erzielten 7,5/9. Auf Platz 4 landete mit einer Klasseleistung der beste Deutsche, GM Jan-Christian Schröder (U20, 2539 /2640) mit 7,0/9, die relativ noch stärker auch IM Marco Baldauf (2460 / 2611) auf Platz 11 erreichte, während die Favoriten Sasikiran (2688 / 2546) und Shirov (2648 / 2528) mit 6,0/9 abgeschlagen waren, was Preisgelder anging. Es landeten von den ersten 20 der Setzliste nur 3 auf den ersten 10 Plätzen, was die extreme Ausgeglichenheit des Feldes unterstreicht. Die anfangs so stürmische Tingjie Lei ließ sich leider etwas ausbremsen, da die weiteren stärkeren Gegner früh das taktische Risiko vermieden – aber 6,0/9 und dennoch sehenswert interessante Endspiele gaben auch ihr ein leichtes Plus (+12).
Desweiteren ungewöhnlich war die Altersstruktur: Im A-Open spielten ca. 40 % U20- und jüngere SpielerInnen, mit denen Ralf (2,5/6) und ich (3,5/4) recht ordentlich zurecht kamen. Und auch der Frauenanteil war mit ca. 15% höher als üblich. Beide Gruppen sind ja auch für eher kämpferischen Stil bekannt – vielleicht auch demzufolge habe ich einschließlich der 9. Runde – außer an den Spitzentischen – nur sehr wenige schnelle Remise beobachtet. Die Spielbedingungen waren hervorragend, wenn man sich daran gewöhnt hatte, sich selbst zu verpflegen und die für mich erstmals erfahrene Spielzeit von 90 Min. plus 30 s /Zug für die gesamte Partie annehmen konnte. Denn die führt dazu, dass auch alle Spitzenspieler ihre Endspiele mit meist weniger als 5 Min. Restbedenkzeit zu Ende spielten – gutes Endspielwissen und eine gute Eröffnungsvorbereitung werden auf diese Weise noch wichtiger …
Hier müsste nun was Schachliches kommen – tja, die anderen Themen haben die Zeit schon wieder voll unter Kontrolle – und die eigenen Partien waren sehr interessant aber es gab nur wenige Kombinationen zum Nachrechnen – dann nehmt wenigstens diese:

Der erste U20-Spieler sollte der einzige mit schwächerer Rating als der eigenen bleiben – schnell und giftig war er – und hier unaufmerksam:
Jaroslavs Petrovs (LAT, 1945) – TR
26. e3-e4?

Nur meine beiden Partien gegen die U20-Damen in Runde 7 und 9 gingen „falsch“ aus – also nicht so, wie es nach dem ersten gröberen Fehler kommen müsste. In der letzten Runde verpasste ich so ein noch besseres Ergebnis, das freilich auf dem Glück aus Runde 7 beruhte:

Karina Ivanova (RUS, 2197) – TR
41. Te6 sieht vielversprechend aus, doch es folgte 41. Sf7+ – wie ist die Stellung nun einzuschätzen?

Viktoria Chernyak (RUS, 2267) – TR
Die letzten Züge waren 36 Lxg7= Da8+ 37.Kf1 Sxg7 und nach 38.Txb6? spürte ich, dass da was faul ist – fand aber unter Zeitdruck nur 38. … Ta1+ 39.Ke2 Ta2 40.Tb8+ Dxb8 41.Dxa2 gxf4= 1/2-1/2 – Wie macht man es besser?

Die anderen Hamburger Dimitrij Kollars (5,0), Jonathan Carlstedt (5,5), Frank Bracker (4,5), Felix Meißner (5,0), Björn Bente (5,0), Michael Kotyk (2,5) – spielten allesamt etwas bis deutlich unter Wert. Die Darstellung aus Sicht nicht nur dieser Meister kann man sich wie zu jedem größeren Ding auf Schachticker verklickern lassen: http://www.chess-international.de/archive/76019

Zum nächsten Markus-Training am 21. August bringen wir bestimmt ein paar Kostproben des eigenen Schaffens mit.

Und nun noch ein paar Bilder:
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Manche Meister gingen früh geknickt.

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Es lenkte sehr ab, Tea Gueci in die Augen zu schauen.

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Rigas Technische Universität: Danke!

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Altstadt mit Dom und Brücke nach Kipsala (Spielort).

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Daugavastrand auf Kipsala – keine Zeit für.

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Staatsbibliothek – Eisenbahnbrücke – Markthallen.

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Thutsatz mit Luch und Truch aus HH (altes Wappen links oben).

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Sendete noch als die Russen es am Erschießen waren (1991).

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Mit 9/10 des Berges nuss man unter Wasser rechnen.

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“Saudzejams” heißt nicht Nilpferd, obwohl das im Lettischen möglich wäre.

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Mutter Russland lockt schön wie eh und je.

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Man hilft hier der Feuerwehr beim Löschen.

Letter from Riga

Das 7. internationale Schachfestival zu Ehren der Rigaer Ikone Mihail Tal (das Denkmal müssen wir noch besuchen) an der TU in Riga umfasst neben weiteren Turnieren ein ohne Übertreibung Super-Open – mit über 300 Teilnehmern aus Sage und Schreibe 43 Nationen – darunter so exotische wie Madagaskar und Simbabwe sowie neben denen der baltischen Republiken starke Fraktionen aus Indien, China Russland und auch Deutschland. Hamburg könnte aufgrund der einfachen Anreise per Flieger sogar die nach Riga am häufigsten vertretene Stadt sein. Ralf und ich versuchen die Farben des Diogenes würdig zu vertreten, was in einem Feld, in dem Markus unauffällig im oberen Mittelfeld rumdümpeln dürfte, eine echte Herausforderung ist. Und da wir wohl heute in der 4. Runde unseren Höhepunkt des Turniers hatten, wird die Motivation für ein paar Eindrücke von Hansestadt zu Hansestadt nicht besser werden als nach dem Doppelsieg gegen ein estnisches U20- und ein Hamburger U14-Talent (Kotyk) – Zwischstand für uns: Ralf 1,0/4 ich 2,0. Beste Hamburger sind derzeit Frank Bracker und Dimitrij Kollars mit 3,0/4.

Der Schmuck des Turniers ist pures Schach: sehr gute Spielbedingungen, haufenweise Meister zum Anfassen, Videowand. Verpflegung: eigene Verantwortung oder die einer manchmal über den Kaffeeautomaten hinaus geöffneten kleinen Mensa.

Star des Turniers ist sicher Alexej Shirov, der aber unterdessen 100 Elopunkte weniger als einst auf der Uhr hat und schon 2 Remis abgab – u. a. gegen meinen früher für Mainz spielenden Erstrundengegner IM Krivosonov aus Riga (2397). Der an 1 gesetzte 54. der Weltrangliste Sasikiran (IND, 2688) musste auch schon das Podest der ersten 12 Tische verlassen und ganz bös traf es den an 4 gesetzten deutschen GM Fridman mit 1,0/3 zum Auftakt. Dafür ist nun on Top die m. E. kommende Weltmeisterin zu beobachten: GM Tingjie Lei (CHN, U20, 2513) zerlegt ihre Gegner (darunter Björn Bente „ich glaub, die kann ganz gut rechnen“) bisher derart explosiv, dass es Tal im Grabe verzücken müsste – und ich mich gestern mehr als 1 h in der Traube um ihr loderndes Brett bestens unterhalten fühlte! Nun darf sie es dem an 2 gesetzten Nabaty zeigen. Schaut Euch die Partien an – mehr Schachliches bring ich jetzt nicht mehr zustande.

http://rtuopen.lv/en/content/tournament

Monster-Open in Riga

Thomas und Ralf starteten in ihren Sommer-Urlaub beim Open in Riga mit einer erwarteteten Niederlage gegen DWZ-Favoriten. Kein Wunder, bei dem Teilnehmerfeld wimmelt es nur so von Titelträgern, so dass es fast schwerer ist, keinen Gegner zu bekommen, der wesentlich stärker als man selbst ist.

Kai

…und noch ein Stadtmeister

Bei der Harburger Stadtmeisterschaft gewann Bryan Torres seine Gruppe und somit sein erste Preisgeld (30 Euro) Mit 4,5/5 dominierte er seine 6er-Gruppe,
womit er auch knapp unter 100 DWZ-Punkte gewann und über die 1200-er Grenze gekommen ist. Nicht ganz so erfolgreich lief es für Leon, der mit 1,5/5 in einer der höheren Gruppe nicht zufrieden sein dürfte.

Kai

Elmshorner Jugendstadtmeisterschaft

Obwohl am Samstag noch bis in den Abend hinein unser 40-jähriges Jubiläum
gefeiert wurde, waren einige Jugendliche am Sonntag morgen schon wieder fit
und willig, um in Elmshorn ein siebenrundiges Schnellturnier zu spielen.
Schade nur, dass die Information und Organisation unserer Teilnehmer nicht
über die Jugendabteilung lief, wie es aus meiner Sicht eigentlich sein sollte.
Um es kurz zu machen, der Saisonauftakt (oder war es doch ein
Saisonabschluss?) kann als geglückt gewertet werden:
Wir haben zwei Elmshorner Stadtmeister: Neumitglied Leon (herzlich
Willkommen bei uns) gewann seine Altersklasse U18, die in einer Gruppe mit
der U16 und U20 gespielt wurde, mit 6/7. Er unterlag nur Johann Schwank in
der ersten Runde, der es mit 5/7 zum U16-Blitzstichkampf um den Titel
schaffte, den aber gegen Ake Fuhrmann (HSK) nach 1-0 -Führung noch verlor.
Tom Woelk gewann souverän seine U14-Gruppe mit 7/7. Er hat übrigens eine
ziemlich beeindruckende Bilanz mit 20,5/21, wenn man die letzten drei
Elmshorner Jugendstadtmeisterschaften zusammenrechnet.
Außerdem spielten noch Felix Benz, Bryan Torres (beide 3,5/7) und Tom
Blinkmann (2,5) in der U14 mit und Damian Güting in der U12, der mit 4/7
bester Vereinsloser wurde.

Kai

Das war unser Jubiläumstreffen!

Schön wars mit Euch! Viele haben geäußert, dass es Spaß gemacht hat: zwischen Simultan- und Gartenschach tummelten sich alle Altersklassen, die ein Verein mit 40 Jahren Lebensgeschichte zu bieten hat: Jugendliche von MCG und CPG, Ehren- und Gründungsmitglieder und sogar der ganz junge Nachwuchs aus den nächsten Diogenesengenerationen. Sylvin Müller-Navarra, einer von noch 4 aktiven Gründern, die Ehrenmitglieder Michael Pommerening und Jörg Schulz und Werner Schulenburg, dessen Söhne inzwischen den SC Diogenes und auch diesen Jubiläumstag entscheidend mittragen – dies sind Namen, die für Martin Graffenberger, Ralf Hein und mich Erinnerungen an unsere Trainingsstunden wecken – es muss also länger her sein als man sich manchmal wünscht, dass dem SC Concordia ein Diogenes entsprang.
Am Samstag trafen sich auch ein paar Deutsche Meister von 1987, einschließlich unseres GM Karsten Müller, der unsere stärksten Spieler seit einiger Zeit wieder mit Training unterstützt und auch am Jubiläumstag nach Verspätung durch den langen Simultankampf mit humorvollen Erinnerungen an Glanz- und Grinspunkte vom Beginn seiner Schachkarriere für ein volles Haus zur besten Fernseh- und Schlagermuffzeit sorgte!

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