Jugendlandesliga – letzte Runde

An dieser Stelle nur ein kurzer Bericht zur letzten Runde der Jugendlandesliga, Ausführlicheres wird von Aaron noch kommen.

Heute spielte unsere erste Jugendmannschaft gegen HSK 3 in der letzten Runde als Tabellenführer um den Titel als Hamburger Meister und den möglichen Aufstieg in die Jugendbundesliga.

Ich machs kurz: Es gab ein äußerst ernüchterndes 3,5:4,5, wonach wir bei gleichen Mannschaftspunkten hinter den SKJE zurückfallen, den wir knapp geschlagen hatten. Letztendlich ist es vermutlich an einem Fehler in den eigenen Reihen gescheitert und wir haben uns selbst geschlagen.

Nichts desto trotz grenzt es für mich an fast schon amüsante Lächerlichkeit, dass für diese HSK-Mannschaft nur für die letzte Runde ein U20-Endrunden-Spieler nachgemeldet wurde, wo bereits klar war, dass entweder diese oder eine andere HSK-Mannschaft den letzten Platz belegen würde. So spielte HSK 3 also mit ihrer in der Saison stärksten Mannschaft (zum Vergleich, in der vorherigen Runde brachten sie im Schnitt mehr als 200 DWZ weniger zum Kampf).

Ebenfalls interessant: Auch HSK 4 brachte gegen uns ihre stärkste Saisonaufstellung, im Schnitt entspannte mehr als 200 DWZ stärker als die Mannschaftsaufstellung der Mannschaft gegen den SKJE.

Böse Absicht unterstelle ich nicht und glaube ich auch nicht dran, trotzdem sind die gefühlt viel zu häufigen extremen Unterschiede innerhalb einiger Mannschaften ein Ärgernis, sobald es für andere, in diesem Fall uns, um etwas geht. Es gibt einfach einen extrem bitteren Beigeschmack, weshalb ich das auch so an dieser Stelle schreibe.

So bleibt mir an dieser Stelle nur dem SKJE zum Titel als Hamburger Meister zu gratulieren.

Das Aufstiegsgespenst … verjagt Dio3! 1:4 gegen Bille 2!

Da die DAM-Erfolgsstory von DAM-Profi Achim viel schöner ist (Danke + Glückwünsche an alle Beteiligten!) – schreib ich mal mit etwas zeitlichem Abstand …

 

Trotz eines schnellen Punktes von Stefan Haack spielten wir wie paralysiert von der dicken Chance gegen die nominell etwa gleichwertigen Verfolger von der Bille. Beispielsweise zog ich irgendein Kaffehauszeugs, was nach Maschine noch OK war, ich nur leider nicht verstand warum … so dass ich konfus wie in Runde 1 in der Stadtliga auch in meiner persönlichen Runde 12 meinen örtlichen Heimatverein mit einem Punkt beglückte:

Da mein Gegner der immernoch wuchtige Altmeister Sigi Wölk war, sei sein kraftvolles Spiel hier gelobt:

1.d4 Sf6 2.Sc3 d5 3.Lg5 Sbd7 4.f3 h6 5.Lxf6 Sxf6 6.e4 c6 7.e5 Sg8 8.Ld3 e6 9.f4 Db6 10.Sge2 Ld7 11.0-0 c5 12.dxc5 Lxc5+ 13.Kh1 Se7 14.a3 Dxb2 15.Tb1 Dxa3 16.Txb7 a6 17.f5 (1) … ich hatte den Bauern auf b2 genommen, den man nie nimmt … und nun das Problem, dass Nehmen auf f5 sehr gefährlich aussieht (tatsächlich kann man nach 17… exf5 18.Txd7 Kxd7 19. Lxf5+ Kc6!? wohl überleben und so noch die besten Gewinnchancen erreichen …). Nach 17 … Lc8 18.Tb3 Da5 19.f6 gxf6 20.exf6 Sc6 21.De1 Dc7 22.Dh4 (2) hatte ich geteilte Flügel und null Ideen (= viel zuviel Zeitverbrauch), außer möglichst was abzutauschen. Dies gelang dann zwar nach den weiteren Zügen 22… De5?! 23.Sa4! La7 24.Sb6 Lxb6 25.Txb6 Dc7 26.Tfb1 (3) mit 26… Tb8 27.Txb8 Sxb8 28.Db4! Sc6 29.Dc5 Kd8 30.Tb6 Se5 31.Db4 Sxd3 32.cxd3, um in mit 3 min. für 9 Züge im eigenen Saft zu braten (4) … mit a5 wäre Übereben möglich; ich griff erblindet zu 32… Tg8?? 33.Td6+?! (Tc6) Ke8 34.Tc6! 1-0

Wölk-Riel-17 (1)  Wölk-Riel-22(2)  Wölk-Riel-26(3) Wölk-Riel-32(4)

Leider war mein schlapper Auftritt scheinbar das Signal zu diversen Fehlentscheidungen nahezu aller Spieler, die einen günstig stehenden Kampf zu einer klaren Niederlage verdarben – selbst nach 4 Stunden liefen beim Stand von 1:2 noch 5 Partien, in denen durchaus 3 oder 3,5 Punkte möglich waren aber eben auch von den kampstarken Gegnern nicht einfach hergeschenkt wurden. Also: nix ists mit der Tafel für den Bezirksligameister! Den Titel kann sich nun das Überraschungsteam von Eimsbüttel 4 sichern – oder doch die schlingernden Favoriten vom Millerntor? Wir haben jedenfalls gegen die Topteams mit 1:5 Punkten den “Klassenerhalt gesichert” – irgendwie doch Schade!

Dio3-Bil2    BzL-Tab

Die insgesamt aber gute Saison beenden wir beim Tabellenletzten Billstedt-Horn am 21. Juni.

Und dann wird gefeiert – zusammen mit dem Aufstieg der Zweiten, den vielen Klassenerhalten, Einzelmeisterschaften und sogar einem Jugendbundesligaaufstieg???

Am 2. JULI bei FUSSBALL, WURST und auch ner Flasche BIER.

Update: DSAM-Cup – Wer ist Deutscher Meister? Jo-Jo-Jo-Johann Schwank

Update: SC Diogenes ist die Amateur-Nummer-Eins in Hamburg. St. Pauli hat bei 4 Teilnehmern nichts geholt  Der HSK hat in der A-Gruppe Platz 5 und 6 geholt –  aber wir haben 1 und 2 geholt.

Das Daumen drücken hat zumindest auf einer Seite geholfen. Johann konnte auch in Runde 5 auf den ersten Blick souverän gewinnen und ist damit mit 5/5 Mr. Einhundert Prozent und damit DEUTSCHER SCHACH AMATEUR MEISTER 2018 IN DER E-GRUPPE – Herzlichen Glückwunsch.

Bei Albert hat es leider nicht ganz gereicht. Nachdem er ich meine bereits im 5. Zug eine Figur weggestellt hatte, kämpfte er sich am Spitzenbrett wieder zurück ins Spiel, hatte irgendwann T + 6B gegen T + L + 4B, und als sein Gegner dann im 42 . Zug mit T +   4 B gegen T + 3 B den Turm gegen einen Bauern einstellte, sah es tatsächlich nach einem Doppeltitel aus. Leider spielte Albert das Endspiel nicht optimal und konnte den gegnerischen Randbauern nur noch per Turmopfer aufhalten, so dass es letztlich nur ein Remis wurde. Nun denn, wenn an Tisch 2 kein Wunder mehr passiert und der Spieler mit 2 Minusbauern noch gewinnt, reicht es bei Albert für Platz 2.

Der Rest war nicht mehr so entscheidend, ich gab meiner Gegnerin in aus meiner Sicht leicht schwächerer, laut Fritz leicht besserer Stellung das gewünschte Remis, durch den sie den Frauentitel in der D-Gruppe holen konnte, und Bryan holte doch noch einen Sieg. Und heute Abend wird gefeiert, die Schwanks müssen jetzt wohl vor lauter Hotelgutscheinen ihre Urlaubsplanung überdenken.

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DSAM-Cup Finale – Runde 4: Jetzt heißt es Daumen drücken

Über die Runde 4 muss man gar nicht so viele Worte verlieren. Mein Gegner (Lennart Grabbel vom HSK) wirkte trotz seines Sieges am Vormittag irgendwie nicht richtig motiviert – zumindest kam ich in einer recht schnell gespielten Eröffnung relativ schnell in Vorteil und nach nicht mal einer Stunde holte ich endlich wieder einen Sieg. Vor der letzten Runde stehe ich auf Platz 13 – um noch in die Preise zu kommen, muss aber wohl schon ziemlich viel zusammen laufen.

Im Pokal holte Leon sein erstes Remis, Bryan setzte ja aus, und Clemens kassierte seine erste Niederlage. Aber was war bei unseren beiden Hoffnungsträgern?

Nun ja, die Faboulous Schwank Brothers konnte heute Nachmittag ihren jeweils vierten Sieg einfahren. Und diesmal ging es nicht um Glück, beide Siege waren durchaus verdient. Johann steht damit sogar als einziger Mr. Einhundert Prozent an Platz 1 der Rangliste, so dass ein Remis morgen mindestens für Platz 2 reichen würde. Selbst bei einer Niederlage ist zumindest Platz 7 und damit ein Gutschein sicher. Und auch Albert spielt morgen an Brett 1 – allerdings gibt es hier noch 3 Spieler mit 4 Punkten und er steht auf Platz 2 der Tabelle. Aber auch er dürfte kaum noch aus den Preisrängen zu schießen sein. Beide Schwanks könnt ihr morgen ab 10 live auf der Turnierseite verfolgen. Also – Computer an und Daumen drücken!!!

DSAM-Cup Finale – Runde 3

Ich bin ja nun wirklich niemand, der sich über glückliche Siege aufregt. ABER: Was sich Johann in Runde 3 an Brett 1 der E-Gruppe geleistet hat, wäre mit dem Begriff Glück wirklich extrem schmeichelhaft beschrieben. Die komplette Partie ist unter https://www.dsam-cup.de/live/index.html?runde=3 zu finden – hier nur eine kurze Beschreibung:

Nach dem 20. Zug von Weiß ist Johanns Stellung – sagen wir mal – absolut grottig. Es folgt 20. …, Txc2+ 21. Kxc2 Lxb5 22. Sc3?? b6 23. Dxb5 axb5 24. Sxb5 Dd5

12 Züge später hatte er ein klar besseres Endspiel mit D + 5 B gegen T + S + 5B – eigentlich gewonnen, aber man muss es erst mal hinbekommen. Oder auch nicht, denn seine Gegner stellte auch noch den Springer mit, und nach 14 weiteren Zügen hatte er die 3/3 voll. Zur “Belohnung” spielt er z.Zt. wieder live im Internet an Tisch 1.

Albert brauchte nur ein wenig Glück. Er hatte zwar lange Zeit einen Bauern wenig, der wurde aber durch seine Angriffsmöglichkeiten kompensiert. Und dann kam da eine Situation, wo es einen verführerischen Opfer-Mattangriff gab, aber er sah die gegnerische Verteidigung und opferte nicht. Dadurch hatte sein Gegner aber eigentlich ausreichendes Gegenspiel, das mMn mindestens zum Remis hätte führen müssen. Statt dessen versuchte er etwas viel und dann ging der Mattangriff in etwas anderer Form doch noch. Auch hier 3/3, aber zum Sprung an Tisch 1 hat es noch nicht gereicht.

Bryan hatte eigentlich ein ausgeglichenes Doppelturmendspiel mit je 5 Bauern, aber irgendwie hat er wieder ungenau gespielt und verloren. In Runde 4 setzt er wegen eines Konzerts aus.

Und ich? Ich misshandelte erneut meine Eröffnung und hatte schon nach 9 Zügen eine Stellungsbewertung von -2,29. Zum Glück spielte mein Gegner nicht ganz optimal und ermöglichte mir aktives Gegenspiel. Mit optimalen Spiel wäre vielleicht sogar noch ein Sieg drin gewesen, aber mit dem Remis kann ich durchaus leben. 1,5/3 ist dennoch unbefriedigend.

Im Pokal musste Leon leider eine weitere Niederlage einstecken. Und Clemens Mix hat bislang 3 Remis aufzuweisen.

 

DSAM-Cup Finale – Runde 2

Nach dem guten Auftakt mussten wir am Nachmittag zum Teil der Leipziger Hitze Tribut zollen – wobei man den ausgezeichneten, gut klimatisierten Spielsaal loben muss.

Noch ist es nicht im Netz, aber meines Wissens hat Leon auch die zweite Runde im Pokal verloren. Nicht viel besser lief es bei Bryan, der nach seinem Auftakt-Remis eine Niederlage in Runde 2 einstecken musste. Und auch ich muss nach Runde 2 das Spitzenbrett verlassen – nach einem glücklichen Auftaktsieg spielte ich mit Weiß eine unglaublich schwache Partie, die sich ganz Mutige auf der Turnierseite ansehen können – morgen geht es weiter an Brett 9 gegen einen Nachwuchsspieler, der vermutlich besser ist als seine 1661 DWZ-Punkte.

Noch voll im Rennen sind aber die Schwänke, ähm, Schwank-Brothers. Beide konnten heute 2 Siege einfahren, wobei Alberts Gegner anscheinend seine Eröffnungen nicht kennen (seine 2. Partie war recht amüsant), und auch Johann zeigte eine recht schöne Angriffs-Partie, auch diese ist auf der Turnierseite einsehbar. Und so bleibt er an Tisch 1 und kann morgen ab 10 wieder live beobachtet werden: https://www.dsam-cup.de/live/

Wo wir bei den Live-Partien sind: ausgesprochen hübsch fand ich die Partie in Runde 2 an Brett 1 der C-Gruppe (Schumann – Lange) – Weiß hätte gerne auf der h-Linie Matt gesetzt, aber leider stand der weiße König die ganze Zeit der eigenen Dame im Weg.

 

DSAM-Cup – Finale

Nach vielen langen Jahren der relativen Unsichtbarkeit legt sich der SC Diogenes in dieser Saison bei der Deutschen Schach Amateur Meisterschaft richtig ins Zeug – obwohl Tom aufgrund der Deutschen Jugendmeisterschaft letzte Woche auf die Teilnahme verzichtet hat, treten immerhin 4 Diogenesen bei der Endrunde an – dazu kommt noch Leon, der bei der parallel stattfindenden Pokal-Endrunde mitspielt. Und die erste Runde ist gar nicht mal so schlecht gelaufen.

Albert ist in der G-Gruppe an 4 gesetzt und konnte in Runde 1 mit Schwarz schnell einen Bauern gewinnen und letztlich die Partie für sich entscheiden. Um 16 Uhr geht es für ihn an Brett 2 weiter.

Bei Bryan in der F-Gruppe sah es auch nicht schlecht aus. An 46 erreichte er mit Schwarz eine Stellung mit T, S und 4B gegen T, L und 3 B. Es sah zwar ganz nett aus, aber ich fürchtete schon, dass die Stellung nicht ganz leicht zu gewinnen war. Und so kam es dann auch – er schaffte leider nur ein Remis.

Johann ist in der E-Gruppe nur an 27 gesetzt, aufgrund seiner zuletzt gezeigten Leistung sollte er allerdings durchaus ein Kandidat für das vordere Tabellenviertel sein. Auch er konnte mit Schwarz mit einem Sieg starten, soweit ich es beurteilen konnte, war der Sieg recht ungefährdet. Damit spielt er in Runde 2 an Tisch 1.

Mich brachte die Setzliste an Nr. 1 in der D-Gruppe. Dies hat in der Finalrunde einen zusätzlichen “Reiz”, denn Brett 1 einer jeden Gruppe wird live im Internet übertragen. Auch ich musste mit Schwarz spielen, und trotz einer ziemlich blöden Idee in der Eröffnung konnte ich meine Partie noch zu Sieg drehen. Das heißt, wer sich seine Spielstärke verderben will, kann mich ab 16 Uhr erneut live beobachten.

Ebenfalls an Tisch 1, aber in der C-Gruppe, verschlug es Clemens Mix von den Schachfreunden. An 25 gesetzt, startete er mit einer Remis-Partie.

Leider keinen Erfolg konnte Leon (trotz mMn guter Stellung) im Pokal verbuchen. Pokalsieger wird er also nicht mehr – was bei 3 IMs und 3 FMs im Turnier auch nicht zu erwarten war.

In 25 Minuten geht es weiter mit Runde 2 – die Partien von Johann und Achim sind live zu verfolgen unter https://www.dsam-cup.de/live/

 

Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft (Update)

Die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften sind beendet.

Tom holt am Ende in der U18 solide 4,5/9 (Gegnerschnitt 2180 DWZ bzw. 2208 ELO) und erreicht Platz 13 (Setzliste 20). Er startete mit einer Niederlage gegen den späteren Deutschen Meister ins Turnier, schlug anschließend einen leicht unter ihm gesetzten Gegner, ließ dem 5 Remisen gegen höher Gesetzte folgen, bevor er sich nochmals einem aus der Top5 geschlagen geben musste und zum Schluss wieder ein Tor zu 50% schoss.

Im Endergebnis steht ein gutes Turnier mitsamt DWZ- und ELO-Plus und einigen gesammelten Erfahrungen. Besonders hervorheben möchte ich hierfür die beiden Partien der Runden 3 und 7, in denen er jeweils mit Schwarz gegen FMs in den Eröffnungen problemfrei Ausgleich erhielt und dann nach einer Ungenauigkeit bange Momente überstehen musste, was er grandios tat und in beiden Partien sogar noch die Möglichkeit gehabt hätte zu gewinnen. Der erste Schritt ist also getan und falls auch der zweite gelingt, kann durchaus das Ziel gesetzt werden, im nächsten Jahr (dann wieder in der U16) in den Top10 zu landen und bei einem guten Turnier auch das Treppchen anzugreifen. Fernab der Realität wäre das nicht.

 

Der Hamburger Verband insgesamt kann mit den Ergebnissen dieser DEM nur bedingt zufrieden sein. Man kann durchaus sagen, dass vor allem bei den in den vorderen Hälften der Setzliste gelisteten Hamburgern insgesamt deutlich weniger rausgekommen ist als erhofft. Lediglich Luis Engel konnte sich in der U16 als Titelfavorit einen Platz auf dem Treppchen erspielen (am Ende musste er sich punktgleich mit Platz 2 begnügen). Gleichzeitig zeigten die in den Setzlisten niedrig gesetzten Hamburger Leistungen, die eher über den Erwartungen lagen. Im Endergebnis steht für mich eine DEM, die aus Hamburger Sicht zwar nicht sehr gut, aber auch keine Vollkatastrophe war.

Ich selber hatte auf meiner ersten DEM  eine Menge Spaß, die Atmosphäre in dem großen Spielsaal mit extrem guten Bedingungen (ich habe noch nie einen Spielsaal mit deutlich mehr als 300 Brettern bei gleichzeitig derart guter Luft gesehen, großer Respekt an die dafür Verantwortlichen) ist schon etwas Besonderes.

Meinen kurzen Bericht möchte ich auch noch Dinge anhängen, die mich sehr gestört haben. Die erste Sache war die Delegationsleitersitzung, auf der ich unseren in den letzten Tagen erkrankten Delegationsleiter (an dieser Stelle weiterhin gute Besserung!) vertrat. Ich wurde zwar vorgewarnt, war aber dennoch erschrocken, dass die Sitzungslänge leicht hätte halbiert werden können, wenn mancher Interesse daran gehabt hätte sich konstruktiv auszutauschen statt in erster Linie aggressiv irgendetwas zu verteufeln. Der Gerechtigkeit halber sei gesagt, dass dies ausdrücklich nicht alle dort anwesenden Personen betrifft, sondern im Gegenteil auch mancher tatsächlich versuchte sich konstruktiv einzubringen. Dennoch freue ich mich nun umso mehr über hamburginterne Diskussionen, die ich erst ein einziges Mal in dem Zustand erlebt habe, und das nicht bei einer Jugendveranstaltung.

Die zweite Sache mache ich kurz. Ich habe konkret mitbekommen, wie ein Trainer Jugendliche motiviert und aufgefordert hat die Siegerehrung vorzeitig zu verlassen. Das lässt sich mit meinem Verständnis von Verantwortungsbewusstsein bzw. Vorbild nicht vereinbaren, sofern das Verlassen der Siegerehrung nicht zwingend notwendig ist.

Insgesamt war es für mich eine spannende und tolle Erfahrung und ich würde mich freuen, diese Erfahrung auch in kommenden Jahren weiterführen zu können.

Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft

Im Moment finden in Willingen die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften statt.

Von uns ist Tom als Spieler dabei. Ich darf im Betreuerteam mitwirken.

Nach 4 von 9 Runden steht Tom als klar jüngster Spieler im Feld (er spielt als noch 14-Jähriger in der U18, der nächstjüngere Spieler im Feld ist bereits 16 Jahre alt) bei einem Gegnerschnitt von 2223 DWZ bzw. 2256 ELO bei 2/4. Dabei war in den vergangenen beiden Runden gegen zwei FMs nach einer schwierigen Phase in Runde 3 durchaus noch mehr drin. Trotzdem ist auch so das bisherige Ergebnis aller Ehren wert und ich bin zuversichtlich, dass im weiteren Turnierverlauf noch dem einen oder anderen höher gesetzten Gegner ein Bein gestellt werden kann.

Alle Ergebnisse und Partien gibt es unter https://www.deutsche-schachjugend.de/dem2018/turnier/.

Diogenesen wieder erfolgreich bei der 4. offenen Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaft

Am letzten Wochenende fand die 4. offene Westdeutsche Schach-Tennis-Meisterschaft wieder in Grafschaft in der Nähe von Bonn statt. Auch Kai Schoenwolff und Christian Kalla waren erneut mit von der Partie. Wie im letzten Jahr wurden in beiden Disziplinen jeweils 7 Runden Schweizer System gespielt, am Samstag Schach und am Sonntag Tennis. Leider konnten die Finalspiele aufgrund von Regen am Sonntag nicht ausgetragen werden, so dass sich die Gesamtwertung aus der Summe der Einzelturniere ergab. Somit landete Christian mit insgesamt 10 Punkten auf Platz 3, vor Kai mit 9 Punkten. In der letzten Runde trafen beide beim Schach sogar noch aufeinander und im Nachhinein hätte ein Sieg für Christian sogar den Turniersieg bedeutet. In unklarer Stellung wurde aber Remis gegeben.
Gesamtsieger wurde Georgi Davidov vom SC Rotenburg, der das Tennisturnier mit 7/7 dominierte und im Schach solide 3,5 Punkte ablieferte. GM Andrei Orlov machte es genau andersrum und holte 7/7 beim Schach und 3,5 beim Tennis und insgesamt Platz 2. Es war wie auch schon in den letzten Jahren ein super organisiertes Turnier von Jürgen Kaster und seinem Team, das am letzten Tag etwas besseres Wetter verdient gehabt hätte. Wir sind auch nächstes Jahr wieder dabei!
Tabellen und Fotos sind auf der Turnierseite zu finden.