St. Pauli Open 2018 – Aus 5 mach 2

Heute endete das St. Pauli Open 2018 am Millerntor. Angemeldet hatten sich fünf Diogenesen.

Einer, unser seit Ewigkeiten stärkster Jugendspieler, wechselte zum Juli den Verein. Natürlich sind die Möglichkeiten in seinem neuen Verein größer. Das gilt es zu akzeptieren, und auch wenn ich mir einen anderen Ablauf gewünscht hätte, wünsche ich Tom hier ausdrücklich viel Erfolg seine Ziele zu erreichen!

Auch wenn vielleicht an dieser Stelle nur bedingt angebracht, möchte ich diese Zeilen doch nutzen, um auf ein in meinen Augen vorhandenes Problem im Hamburger Jugendschach hinzuweisen. Der HSJB ist meiner Meinung nach dann besonders stark, wenn möglichst viele Vereine es schaffen sich möglichst zahlreich zu beteiligen. Abgesehen davon, dass es für viele Vereine ohnehin schon schwierig ist eine halbwegs laufende Jugendabteilung zu führen und diese Abteilungen oft an wenigen oder einzelnen Personen hängen, kann sich vermutlich jeder vorstellen, wie die Motivation zur Betreuung bzw. dem damit verbundenen Zeitaufwand aussieht, wenn man immer wieder hört, wie einzelne angesprochen werden, ob sie denn nicht woanders hin wechseln möchten. So war es tatsächlich ein leichtes neben den Informationen aus dem eigenen Verein am Rande des Opens innerhalb von 10 Minuten konkretes Wissen aus erster Hand zu haben, dass die Anzahl der Angesprochenen nur in diesem Jahr nicht mehr an einer Hand abzählbar ist und sich anscheinend in diversen Vereinen umgeguckt wird. Verboten ist das nirgendwo und daher natürlich legitim, ich möchte aber dennoch darauf hinweisen, dass dies meiner Meinung nach keinesfalls zu einer besseren Situation im Hamburger Jugendschach beitragen kann.

Damit zurück zum Turnier, es blieben also noch Peter, Aaron, Robert und ich. Die Spielbedingungen sind durchaus gut. Die Lüftung funktioniert und es gibt ausreichend Platz. Dazu entspannte Atmosphäre und kein Streit, zumindest ist davon bei den Spielern nichts angekommen, falls es einen gegeben haben sollte. Alles in allem also sehr schön, nur beim Thema Frischluft würde ich mir mehr wünschen (die Terrasse, die ansonsten perfekt wäre, dient leider als Dauerraucherzentrum).

Peter musste leider nach drei wenig erfolgreichen Runden gesundheitlich aussteigen. Ihm folgte Aaron nach fünf gespielten Runden ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, er kann sich allerdings trotz 1,5/5 bei aufschlussreichen Partien über 23 zusätzliche Elopunkte freuen. Damit hielten Robert und ich die Stellung. Robert holte nach durchwachsenen Start gegen zwei sehr gute Gegner am Ende 4,5/9 und sicherte sich damit ein minimales Eloplus. Von den Partien habe ich leider nicht allzu viel mitbekommen.

Ich spielte mein erstes Open seit 2013 und konnte doch noch einmal feststellen, dass es etwas ganz Anderes ist nur für sich zu spielen oder ob man in einer Mannschaft spielt, wobei man womöglich noch irgendeine Art von Verantwortung trägt. Mein Ergebnis ist mit 5/9 und -17 Elo mau. Nichtsdestotrotz konnte ich einige interessante Partien fabrizieren und habe auch das Gefühl, deutlich besser gespielt zu haben als es die Ergebnisse sagen. So wären nach objektiver Stellungsbewertung auch leicht mindestens 2 Punkte mehr drin gewesen (dass es dann auch andere Gegner gegeben hätte klammere ich mal aus), leider bin ich an mir selbst gescheitert. Nicht glücklich war ich tatsächlich mit meiner Gegnerauslosung. Ich spielte gegen einen IM (Runde 3), zwei Hamburger in meinem Alter mit diversen gemeinsamen Endrunden (1,6), fünf Jugendliche, drei davon aus Hamburg bestens bekannt (2,4,5,7,8) und erst in der letzten Runde gegen einen “normalen” Gegner. Für mein nächstes Open wünsche ich mir eine etwas ausgewogenere Gegnerverteilung.

Zum Abschluss noch eine interessante Stellung aus meiner Partie der 7. Runde. Ich war mit Schwarz am Zug und verbrauchte rund 40 Minuten, bevor ich mich am Ende für die laut Engine zweitbeste Fortsetzung entschied. Mehr und Genaueres gibt es dann in der nächsten Tonne.

Einladung zum Diogenes Mannschaftsschnellturnier 2018

Liebe Schachfreunde,

wir haben uns entschlossen wieder ein Mannschaftsschnellturnier (offen für Vereins-/Betriebs-/Schulmannschaften) auszurichten und freuen uns auch dieses Jahr wieder einen attraktiven Preisfonds bieten zu können. Das Turnier findet am 22. September um 10 Uhr (Anmeldung bis 9:30 Uhr) wie letztes Jahr in der Mensa des Matthias Claudius Gymnasiums (Witthöftstr. 8) statt. Da wir gerne mehr 4er Mannschaften als im letzten Jahr begrüßen würden, würden wir uns über Verbreitung der Ausschreibung und Bekanntmachung des Turniers (gerne auch überregional) freuen. Die offizielle Ausschreibung findet ihr hier
Online kann man sich hier anmelden. Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer!

HSV aufgepasst – So geht Wiederaufstieg

Dio 2 macht es vor: Ein Jahr nach dem Abstieg in die Stadtliga ist uns nun der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga gelungen, als Staffelsieger der Stadtliga B mit 17:1 Mannschaftspunkten. Das Rezept: Man nehme einen sehr spielstarken Altstar (sorry, Markus), dazu einige abgezockte Routiniers und ein paar talentierte Jugendliche – fertig ist der Durchmarsch!

Damit war allerdings nach dem überaus glücklichen 4-4 zum Auftakt bei Bille keineswegs zu rechnen. Dann allerdings schafften wir grandiose acht Siege in Folge! Markus hatte gegen Bille pausiert und startete in Runde 2 – prompt ging ein Ruck durch die Mannschaft. Es folgten einige Highlights, darunter das 8-0 gegen Schachfreunde 3 (dieses Ergebnis kennt der HSV ja auch gut) und das ganz wichtige 4,5-3,5 gegen den Verfolger Barmbek. Bei diesem spannenden Spitzenmatch gab es einen Zuschauerrekord, der Markus offenbar veranlasste, quasi auf dem Höhepunkt seiner Karriere die Stadtligasaison vorzeitig zu beenden. Die Gegenwehr an Brett 1 war dann doch überraschend hoch, und bis 24 Uhr zu spielen ist auch nicht jedermanns Sache, minütlich sinkt das Niveau. Dennoch – mit 4,5 aus 5 ein ganz wichtiger Beitrag zum Aufstieg!

Ansonsten erwischten auch nahezu alle anderen Spieler eine gute bis sehr gute Saison: Ganz vorneweg Michael, der an Brett 1 und 2 eine perfekte Saison spielte mit großartigen 7 aus 9. Ralf spielte ebenfalls stark und hätte sogar noch mehr als 6 aus 9 holen können. Nicht zu vergessen Holger, der nach zähem Auftakt zu gewohnter Stärke fand und gegen Barmbek den entscheidenden Sieg einfuhr – 5 aus 7! Ich bin ebenfalls zufrieden mit meinem Score von 5,5 aus 7, wenn auch nicht unbedingt mit der Qualität der Partien. Neben Michael, Holger und mir blieben auch Christian (4 aus 5) und Wolfgang (4 aus 6) ungeschlagen – eine starke Mittelachse als Basis für den Aufstieg. Und auch die Ersatzspieler Robert, Aaron und Johann konnten ganz wichtige Siege beisteuern.

Kurzum, eine tolle Saison gekrönt mit einem souveränen Aufstieg, die mir persönlich viel Spaß gemacht hat. Auch wenn die Mannschaft in der kommenden Saison in der Landesliga womöglich anders aussehen wird, brauchen wir uns dort vor niemandem zu verstecken.

Dominik

SC Diogenes 4 – NTSV 2: Saisonabschluß

Lange musstet ihr darauf warten, doch da ist er wieder: Der allseits beliebte LIVETICKER.

Da NTSV einen kurzfristigen Ausfall hat, darf ich mich auf die Rolle des Korrespondenten konzentrieren – 1:0 in der ersten Spielminute.

Zu den Aufstellungen: während beim NTSV vergleichbar viele Spieler fehlen – nur 5 aus der regulären Aufstellung, das ist Saisonrekord – sind wir relativ dicht an der Stammbesetzung der letzten Wochen. Achim, Johann, Ramona, Klaus, dazu der sechste Einsatz von Felix und der siebte von Friedrich. An Sieben springt Albinot ein, während es für Jason der vierte Einsatz in Folge ist.

19:35: Soeben ist Markus vorbei gekommen. Sein Expertenurteil: im Moment stehen wir etwas schlechter – oder auch nicht, einer der Gegner verzichtete wohl auf den Figurengewinn.

20:15: Das erste Remis. Bei Klaus kam es zu dreifacher Stellungswiederholung. Doch der Ausgleich liegt in der Luft, da Albinot Figur und Bauer weniger hat.

20:50: Aufgrund des Fußballspiels habe ich irgendwie den Sieg von Jason verpasst. Und da er danach verschwunden ist, muss ich ihm auf diesem Weg gratulieren.

21:00: Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Felix remisierte, und Friedrich hatte 2 Mehrbauern, als sein Gegner in eine Springergabel lief – 4:1, das heißt, Platz 3 ist gesichert.

21:12: Jetzt ist es doch passiert – Albinot hat verloren. 4:2

22:00: Noch immer spielen Johann und Ramona. Johann hat wohl Aktivitätsvorteil, muss aber auf seinen Isolani achten. Ramona hat einen Bauern weniger, kann den aber wohl zurück gewinnen, wenn sie auf das Läuferpaar verzichtet.

22:20: Irgendwie schreit Ramonas Stellung nach einem Opferangriff:

22:30: …und da ist der Siegtreffer durch Ramona: 5:2

22:55: Und Johann hat es auch noch geschafft – 6:2.

Jugendlandesliga Abschlussbericht

Knapp daneben ist auch vorbei! (von Tom)

Wie Aaron bereits angekündigt hat, möchte auch ich kurz mein Resümee der Saison schreiben und dabei auf Dinge eingehen, die gut, aber auch nicht so gut gelaufen sind.

Tja, am Ende haben wir unser lang ersehntes Ziel, den Aufstieg in die Jugendbundesliga, durch ein paar Misslichkeiten nicht erreichen können. Trotzdem hatte die Saison für uns viele Höhepunkte, und es gab überraschend gut gelaufene Dinge. Mit ihnen möchte ich anfangen.
Vor der Saison gingen wir optimistisch an die Sache ran, Königsspringer und SKJE waren zwar starke Gegner, aber auch wir hatten was drauf und wollten unsere Chancen auf jeden Fall nutzen. In den ersten Runden klappte das auch ziemlich gut. Durch die gute Organisation von Aaron und Jeanette (Danke an die beiden!) waren wir zunächst einmal vollzählig und hinten mit guten Ersatzspielern aufgestellt. Bemerkenswert an den Ersatzspielern war, dass sie immer motiviert waren und dem Team geholfen haben.
Mit unserer Stammaufstellung vorne haben wir die HSK- Mannschaften dann ohne große Probleme besiegt. Was man bei diesen Kämpfen hätte verbessern können, ist, dass alle Spieler pünktlich kommen und beim Aufbauen helfen – dann gibt es auch keine Zeitprobleme!

Dann stand Runde 3 gegen SKJE vor der Tür. Wir gingen davon aus, dass das der wichtigste Kampf der Saison war und wir somit mindestens ein Unentschieden erreichen mussten. Da passte es gar nicht, dass wir in Unterzahl gegen den Favoriten spielen mussten, aber mit viel gutem Wille und ein wenig Glück haben wir die Eppendorfer besiegt. Von nun an hatten wir große Hoffnungen aufzusteigen.

Gleich 2 Wochen später ging es dann in Schnelsen weiter. Wir hätten hier schon fast alles perfekt machen können. Doch dann wurde dieser Kampf zu einer Zitterpartie. Wir vergaben ein bis zwei schon gewonnen geglaubte Stellungen ins Remis, dafür konnte Fritzi überraschend an Brett 8 gewinnen. Schade war es für Fabian Höfer an diesem Tag. Er hatte sein JLL-Debüt der Saison und hatte für diesen Kampf extra die lange Reise aus Bonn auf sich genommen. Cooler Einsatz! Leider war er in der Partie etwas zu experimentierfreudig und musste sich nach langem Kampf geschlagen geben. Trotzdem haben wir durch die Siege von Leon und Aaron und mein Remis noch ein Unentschieden erreicht, was auch kein Beinbruch war.

Mit nur noch einem Punkt Vorsprung gingen wir dann in die letzte Runde, in der wir trotz starker gegnerischer Aufstellung in vollständiger Besetzung Favorit gewesen wären, aber leider gab es im Vorfeld ein paar Missverständnisse, sodass wir gleich 3 – 0 hinten lagen. Das darf nicht passieren! Einer von uns kam 40 Minuten zu spät, das war ebenfalls unnötig, weil es Unruhe reinbringt und sich stark auf die Zeit auswirkt. Trotzdem hatten wir unsere Chancen, was sich dann zu einem spannenden Kampf zuspitzte. Über den Vorfall mit dem Agenten vom Hamburger Schachverband hat Aaron schon geschrieben – das grenzte an Unsportlichkeit. Äußerst unfair war auch, dass ein SKJE-Spieler uns falsche Ergebnisse mitteilte. Solche Vorkommnisse kann man so schnell nicht vergessen.

Durch die geschilderten Umstände und auch durch Fehler in großer Zeitnot verloren wir die letzten beiden Partien und hatten damit auch den Mannschaftskampf verloren.

Schade!

Eigentlich haben wir eine souveräne und starke Saison gespielt, am letzten Tag lief aber einfach zu viel schief, sodass wir den Aufstieg nicht geschafft haben.

Die besten Ergebnisse konnten wir an den Brettern 1 und 3 (mit einer Leistung von 2457 bzw. 2456) erzielen. Dahinter stecken viel Ehrgeiz, Training und Motivation. Unsere Ersatzspieler haben gegen bessere Spieler gut gepunktet, nur leider hat es am finalen Tag nicht zu einer Krönung unserer bisherigen sehr guten Leistung gereicht. Dass Spieler bei einem so wichtigen Kampf fehlen, ist großer Mist.

Zusammenfassend haben wir aber trotzdem viel gelernt. Vielleicht können wir ja nochmal angreifen und unser Ziel, die Jugendbundesliga, erreichen.

 

Einzelergebnisse:

Einzelergebnisse Jugendlandesliga

Alle weiteren Ansichten unter dem Portal für Jugendkämpfe: http://hjmm.hsjb.de/

Jugendlandesliga: Wieder kein Happy End


Ich habe gehofft euch heute keinen langen Bericht schenken, sondern nur als Ergebnismelder dienen zu dürfen, um dann schon mal auf nächstes Wochenende zu blicken: Denn da sollte das große Saisonfinale gegen Weiße Dame um den Aufstieg in die Jugendbundesliga steigen… sollte.

Zum Drama wurde jedoch schon das heutige `Halbfinale` gegen die dritte Jugendmannschaft des HSK. Wohlgemerkt noch sieg- und punktlos, somit der klare Underdog gegen den Tabellenführer der Jugendlandesliga Hamburg.
Schachlich möchte ich gar nicht viel auf den Kampf eingehen, denn der reihte sich spielerisch in eine rabenschwarze Woche für den Club ein, in der auch schon der erste Platz in der Bezirksliga C leichtfertig verschenkt wurde. Beinahe niemand konnte ein Niveau erreichen, was auch nur ansatzweise für die Jugendbundesliga reichen würde und so verloren wir verdient folgerichtig mit 3 1/2 : 4 1/2 gegen den HSK, der überraschenderweise nachmeldete und so stark wie bisher nicht zu zuvor aufstellte. Überraschenderweise, da es hier für sie um nichts mehr als einen Ehrenpunkt ging, dazu mehr bei Torben.

Dazu kam bei uns, mal wieder, ein kampfloser, der dir nach den Jugendregeln einfach das Genick bricht. Misskommunikation gepaart mit Unzuverlässigkeit führten somit zu einem frühen Rückstand, der bis zum Schluss nicht mehr aufgeholt werden konnte. Einzig Bohong möchte ich herausheben, der überraschend gegen einen nominell stärkeren Gegner eine ziemlich seriöse Partie ablieferte und uns zumindest noch mal hoffen ließ, jedoch am Ende ohne Belohnung.

Somit endet meine Jugendlaufbahn mit einem sehr unbefriedigenden Ergebnis und keinem Aufstieg in die Jugendbundesliga den ich mir persönlich als großes Ziel gesetzt hatte und nach 5 Jahren in der Zweitklassigkeit definitiv möglich gewesen wäre. Dass es am Ende nicht geklappt hat müssen wir uns aber selbst zuschreiben.

 Nun heißt es Faktoren wie Unzuverlässigkeit sowie inkonstante Leistungen zu vermindern und eine höhere Bereitschaft an den Tag zu legen um nächste Saison, ohne mich, wieder voll anzugreifen zu können. Ich werde ihr als Mannschaftsführer jedoch erhalten bleiben
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           Ergebnis der JLL nach 5/5 Runden

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P.s. Tom wird in den nächsten Tagen mit einem kleinen Saisonrückblick als Schreiber debütieren.

 

Wer jetzt noch etwas über Fairness und das genaue Gegenteil lesen möchte empfehle ich den folgenden Abschnitt. Allen anderen, die Freunde einer gepflegten Ausdrucksweise sind und mich weiterhin als seriösen Schreiber in Erinnerung behalten wollen, möchte ich den folgenden Kommentar nicht empfehlen und wünsche damit schon mal allen Diogenesen eine schöne Sommerpause und eine erfolgreiche WM.


Zuallererst geht es mir hier nicht darum, meinen Frust über die Minusleistung am Sonntag auszulassen, eher geht es mir darum, an die sportliche Fairness jedes einzelnen zu appellieren. Denn weder handelt es sich in unserer Spielklasse um eine Profiliga, bei der es um irgendeine Art monetärer Vergütung geht, noch um Existenzen die von möglichen Erfolgen oder Niederlagen abhängen. Dazu kommt der Fakt, dass in der Jugendlandesliga Spieler begegnen, die sich schon eine Weile kennen, auch untereinander verstehen und größtenteils einen sehr kollegialen Umgang pflegen.

Deswegen kann und werde ich die, meiner Meinung nach, unglaublich unfairen und perfiden Vorgänge am Sonntag so nicht akzeptieren und habe mich dazu entschlossen ihnen hier eine Plattform zu geben. Alle Anwesenden waren sich darüber im Klaren und sind in dieser Meinung geeint. Es handelt sich also nicht um eine exklusive Meinung meiner Seite, sondern ein Statement der gesamten Mannschaft.

Durch die Tabellensituation ergab sich ein Fernduell mit dem SKJE um den Sieg der Jugendlandesliga. Ob eines Kampflosen kam einer ihrer Spieler zum MCG um das geschehen Live zu verfolgen und die Ergebnisse durchzugeben. Soweit so gut. Kurz vor Schluss während der heißen Schlussphase kam eine weitere externe Person, um sich von den Ergebnissen zu überzeugen und gleich negativ aufzufallen: In Zeitnotphase beider Bretter schrieb ich die Züge mit und gab auf beidseitige (!) Nachfrage an, bei welchem Zug sie sich befanden, wohl nicht regelgerecht. Ok, als gelernter langjähriger Bundesliga-Schachschiedsrichter hätte ich das natürlich wissen müssen… laut unwirscher Meinung erwähnter Person schien es zumindest so offensichtlich. Die Tatsache, dass sich beide Mannschaften plus Mannschaftsführer darüber einig waren Auskunft über die Anzahl der Züge zu geben, Schwamm drüber. Eine laute Diskussion mit besagter Person darüber zu führen, während an beiden Brettern mit weniger als 5 Minuten gespielt wurden, natürlich in Ordnung. Dazu noch hautnahe Blitzaufnahmen von unserem Spieler in den letzten Sekunden des saisonentscheiden Spiel machen zu müssen, geschenkt.

 

„Sorry, Sie ahnungslose Person, auch wenn Sie sich vom Papst gerufen fühlen, sich bei einem externen Kampf einzumischen und Unruhe zu stiften, geben Sie erst einen Laut, wenn die Partien vorbei sind. Tja macht einen sehr guten Eindruck bei allen Anwesenden“ (vgl. http://www.hsjb.de/finale-der-jugendlandesliga/ 12.06.2018)

 

Als wenn das alles nicht genug wäre wurden auf Nachfrage einiger Jugendspieler noch vorsätzlich falsche Ergebnisse des KSH-SKJE Kampfs durchgesagt, was mich zwar nicht beindruckte, da ich sowas immer kritisch beäuge, aber nicht minder weniger Unruhe hereinbrachte. Natürlich kam dann nach dem Kampf heraus, dass wir schamlos belogen wurden, und uns zwei Unentschieden an den letzten beiden Brettern in remiser Position gereicht hätten. Beide verloren, da wir sie weiterspielen ließen.

Wenn mir jetzt noch jemand erzählen möchte, dass das zur sportlichen Härte gehöre, gerne. Meiner Meinung ist dieses Verhalten nicht tragbar und absolut überflüssig. Wenn ich mir vorstelle einen fremden Verein zu infiltrieren um falsche Ergebnisse durchzugeben oder Unruhe zu verbreiten, übersteigt das mein Verständnis von sportlicher Fairness. Wie fühlen sich jetzt die Spieler, die diesem Verhalten zum Opfer gefallen sind und sich wohlmöglich für die Niederlage mitverantwortlich machen? So etwas abzuziehen, wenn hauptsächlich Spieler anwesend sind, die unter 16 Jahren sind und sich noch in ihrer schachlichen Entwicklung befinden… unglaublich! Sowas wirft einen ganz dunklen Schatten über diesen Spieltag und hat vielen Involvierten den Spaß genommen und sie mit offenen Fragen zurückgelassen. Mir ist diese Freude am Schach, den ich bis jetzt immer als sehr fair und kompromissoffen kennengelernt habe, für die nächsten Tage erst mal vergangen. Möge am Wochenende der fairere gewinnen…

Jedoch merke ich in diesen Momenten, mich damals für den richtigen Verein entschieden zu haben. Ich bin stolz, dass bei uns die sportlichen Werte vermittelt werden und Erfolge nicht durch jeden Preis erlangt werden wollen.

 

Danke an die Mannschaft für eure Unterstützung und dass wir auch neben dem Brett so gut zusammenstehen.

Diogenes 4: Zu viel gemüllert

Letzten Freitag bestand nochmals die Gefahr, dass wir doch noch aufsteigen könnten – mit einem Sieg bei HSK21 hätten wir zumindest nach Mannschaftspunkten mit unserem Gegner gleichziehen können, auch wenn die 9 Brettpunkte Rückstand noch immer relevant gewesen wären. Da der HSK aber in der letzten Runde noch nach Langenhorn musste, hätte uns bei einem Sieg ein unentschieden gegen NTSV vermutlich für Platz 4 gereicht.

Mehr lesen

Jugendlandesliga – letzte Runde

An dieser Stelle nur ein kurzer Bericht zur letzten Runde der Jugendlandesliga, Ausführlicheres wird von Aaron noch kommen.

Heute spielte unsere erste Jugendmannschaft gegen HSK 3 in der letzten Runde als Tabellenführer um den Titel als Hamburger Meister und den möglichen Aufstieg in die Jugendbundesliga.

Ich machs kurz: Es gab ein äußerst ernüchterndes 3,5:4,5, wonach wir bei gleichen Mannschaftspunkten hinter den SKJE zurückfallen, den wir knapp geschlagen hatten. Letztendlich ist es vermutlich an einem Fehler in den eigenen Reihen gescheitert und wir haben uns selbst geschlagen.

Nichts desto trotz grenzt es für mich an fast schon amüsante Lächerlichkeit, dass für diese HSK-Mannschaft nur für die letzte Runde ein U20-Endrunden-Spieler nachgemeldet wurde, wo bereits klar war, dass entweder diese oder eine andere HSK-Mannschaft den letzten Platz belegen würde. So spielte HSK 3 also mit ihrer in der Saison stärksten Mannschaft (zum Vergleich, in der vorherigen Runde brachten sie im Schnitt mehr als 200 DWZ weniger zum Kampf).

Ebenfalls interessant: Auch HSK 4 brachte gegen uns ihre stärkste Saisonaufstellung, im Schnitt entspannte mehr als 200 DWZ stärker als die Mannschaftsaufstellung der Mannschaft gegen den SKJE.

Böse Absicht unterstelle ich nicht und glaube ich auch nicht dran, trotzdem sind die gefühlt viel zu häufigen extremen Unterschiede innerhalb einiger Mannschaften ein Ärgernis, sobald es für andere, in diesem Fall uns, um etwas geht. Es gibt einfach einen extrem bitteren Beigeschmack, weshalb ich das auch so an dieser Stelle schreibe.

So bleibt mir an dieser Stelle nur dem SKJE zum Titel als Hamburger Meister zu gratulieren.

Das Aufstiegsgespenst … verjagt Dio3! 1:4 gegen Bille 2!

Da die DAM-Erfolgsstory von DAM-Profi Achim viel schöner ist (Danke + Glückwünsche an alle Beteiligten!) – schreib ich mal mit etwas zeitlichem Abstand …

 

Trotz eines schnellen Punktes von Stefan Haack spielten wir wie paralysiert von der dicken Chance gegen die nominell etwa gleichwertigen Verfolger von der Bille. Beispielsweise zog ich irgendein Kaffehauszeugs, was nach Maschine noch OK war, ich nur leider nicht verstand warum … so dass ich konfus wie in Runde 1 in der Stadtliga auch in meiner persönlichen Runde 12 meinen örtlichen Heimatverein mit einem Punkt beglückte:

Da mein Gegner der immernoch wuchtige Altmeister Sigi Wölk war, sei sein kraftvolles Spiel hier gelobt:

1.d4 Sf6 2.Sc3 d5 3.Lg5 Sbd7 4.f3 h6 5.Lxf6 Sxf6 6.e4 c6 7.e5 Sg8 8.Ld3 e6 9.f4 Db6 10.Sge2 Ld7 11.0-0 c5 12.dxc5 Lxc5+ 13.Kh1 Se7 14.a3 Dxb2 15.Tb1 Dxa3 16.Txb7 a6 17.f5 (1) … ich hatte den Bauern auf b2 genommen, den man nie nimmt … und nun das Problem, dass Nehmen auf f5 sehr gefährlich aussieht (tatsächlich kann man nach 17… exf5 18.Txd7 Kxd7 19. Lxf5+ Kc6!? wohl überleben und so noch die besten Gewinnchancen erreichen …). Nach 17 … Lc8 18.Tb3 Da5 19.f6 gxf6 20.exf6 Sc6 21.De1 Dc7 22.Dh4 (2) hatte ich geteilte Flügel und null Ideen (= viel zuviel Zeitverbrauch), außer möglichst was abzutauschen. Dies gelang dann zwar nach den weiteren Zügen 22… De5?! 23.Sa4! La7 24.Sb6 Lxb6 25.Txb6 Dc7 26.Tfb1 (3) mit 26… Tb8 27.Txb8 Sxb8 28.Db4! Sc6 29.Dc5 Kd8 30.Tb6 Se5 31.Db4 Sxd3 32.cxd3, um in mit 3 min. für 9 Züge im eigenen Saft zu braten (4) … mit a5 wäre Übereben möglich; ich griff erblindet zu 32… Tg8?? 33.Td6+?! (Tc6) Ke8 34.Tc6! 1-0

Wölk-Riel-17 (1)  Wölk-Riel-22(2)  Wölk-Riel-26(3) Wölk-Riel-32(4)

Leider war mein schlapper Auftritt scheinbar das Signal zu diversen Fehlentscheidungen nahezu aller Spieler, die einen günstig stehenden Kampf zu einer klaren Niederlage verdarben – selbst nach 4 Stunden liefen beim Stand von 1:2 noch 5 Partien, in denen durchaus 3 oder 3,5 Punkte möglich waren aber eben auch von den kampstarken Gegnern nicht einfach hergeschenkt wurden. Also: nix ists mit der Tafel für den Bezirksligameister! Den Titel kann sich nun das Überraschungsteam von Eimsbüttel 4 sichern – oder doch die schlingernden Favoriten vom Millerntor? Wir haben jedenfalls gegen die Topteams mit 1:5 Punkten den “Klassenerhalt gesichert” – irgendwie doch Schade!

Dio3-Bil2    BzL-Tab

Die insgesamt aber gute Saison beenden wir beim Tabellenletzten Billstedt-Horn am 21. Juni.

Und dann wird gefeiert – zusammen mit dem Aufstieg der Zweiten, den vielen Klassenerhalten, Einzelmeisterschaften und sogar einem Jugendbundesligaaufstieg???

Am 2. JULI bei FUSSBALL, WURST und auch ner Flasche BIER.

Update: DSAM-Cup – Wer ist Deutscher Meister? Jo-Jo-Jo-Johann Schwank

Update: SC Diogenes ist die Amateur-Nummer-Eins in Hamburg. St. Pauli hat bei 4 Teilnehmern nichts geholt  Der HSK hat in der A-Gruppe Platz 5 und 6 geholt –  aber wir haben 1 und 2 geholt.

Das Daumen drücken hat zumindest auf einer Seite geholfen. Johann konnte auch in Runde 5 auf den ersten Blick souverän gewinnen und ist damit mit 5/5 Mr. Einhundert Prozent und damit DEUTSCHER SCHACH AMATEUR MEISTER 2018 IN DER E-GRUPPE – Herzlichen Glückwunsch.

Bei Albert hat es leider nicht ganz gereicht. Nachdem er ich meine bereits im 5. Zug eine Figur weggestellt hatte, kämpfte er sich am Spitzenbrett wieder zurück ins Spiel, hatte irgendwann T + 6B gegen T + L + 4B, und als sein Gegner dann im 42 . Zug mit T +   4 B gegen T + 3 B den Turm gegen einen Bauern einstellte, sah es tatsächlich nach einem Doppeltitel aus. Leider spielte Albert das Endspiel nicht optimal und konnte den gegnerischen Randbauern nur noch per Turmopfer aufhalten, so dass es letztlich nur ein Remis wurde. Nun denn, wenn an Tisch 2 kein Wunder mehr passiert und der Spieler mit 2 Minusbauern noch gewinnt, reicht es bei Albert für Platz 2.

Der Rest war nicht mehr so entscheidend, ich gab meiner Gegnerin in aus meiner Sicht leicht schwächerer, laut Fritz leicht besserer Stellung das gewünschte Remis, durch den sie den Frauentitel in der D-Gruppe holen konnte, und Bryan holte doch noch einen Sieg. Und heute Abend wird gefeiert, die Schwanks müssen jetzt wohl vor lauter Hotelgutscheinen ihre Urlaubsplanung überdenken.

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