Diogenes III – klarer Auftakterfolg in der Bezirksliga

Gegen den Aufsteiger und Außenseiter SF Sasel II bedurfte es nicht einer Glanzleistung zu einem klaren 4:1. Neben souveränen Siegen von Robert, Sylvin und Stefan gab es ein leider kampfloses Geschenk an Aaaron, der gern mal wieder praktiziert hätte. Bis zum letzten Körnchen Sand spielte mal wieder Sven, um eine hin – und her wogende Partie in der Summe verdient, aber am Ende unnötig, in einem komplizierten Damenendspiel zu verlieren (ab, auf die Couch zu Dr. Markus!) Da sollte vielleicht auch ich ein Päuschen einlegen – nach erneuter Experimentalschacheröffnung konnte ich keinen Grund erkennen, das Remisangebot des Außenseiters abzulehnen … in ähnlicher Lage befand sich wohl Peter, während Hans-Werners Punkteteilung in Ordnung war.

Die Luft nach oben sollten wir schon im nächsten Kampf am 30. 1. beim Favoriten St.Pauli 6 durchstoßen, wenn wir da was holen wollen.

Dio3-Sasel2

SV Eidelstedt Neujahrsturnier

Am 13.01. fand das traditionelle SVE-Neujahrsturnier statt. 9 Runden a 15 Minuten an einem Tag. Das Startgeld und Preisgeld wurde erhöht, sodass sich mit GM Gustaffsson, GM Epishin, GM Schröder, IM Kollars, IM Carlstädt einige Hochkaräter anmeldeten.

Von Dio mit dabei neben mir leider nur noch Roman und Peter. Von Schachfreunde gar keiner.

Ich durfte nach 3/3 gegen fast die gesamte Topriege spielen. Gegen Kollars und Karlstädt remis, gegen Gusti meine einzige Niederlage, in der Schlussrunde dann Remis gegen Schröder. War eine Top-Erfahrung für mich und ich konnte endlich mal wieder meine Eröffnungen testen. O-Ton ich gegen Gusti: “Deine Eröffnung war nicht gut, oder? Er:”Ja, war nicht gut!”

Am Ende reichte es mit 6/9 zu einem Geldpreis und dem 7. Platz gleich hinter Gusti. Roman erzielte 5,5, Peter 4 Punkte. Hier die Endtabelle:

 

Rangliste:  Stand nach der 9. Runde
Rang Teilnehmer TWZ At Verein/Ort S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Schröder, Jan-Christ 2570 SV 1920 Hofheim 6 3 0 7.5 54.0 44.50
2. Epishin, Vladimir 2486 S SV Lingen 6 2 1 7.0 53.5 40.25
3. Carlstedt, Jonathan 2397 Hamburger SK 5 4 0 7.0 50.0 37.50
4. Meißner, Felix 2331 Hamburger SK 7 0 2 7.0 49.0 35.50
5. Kopylov, Michael 2390 SK Norderstedt 6 1 2 6.5 48.0 33.50
6. Gustafsson, Jan 2634 Baden Baden 6 0 3 6.0 54.5 33.00
7. Dr. Hochgräfe, Markus 2398 SC Diogenes 4 4 1 6.0 50.5 31.50
8. Uksini, Bardhyl 2290 J Hamburger SK 5 2 2 6.0 48.5 31.50
9. Krause, Benedict 2469 SK Norderstedt 5 2 2 6.0 48.5 29.50
10. Dr. Reddmann, Hauke 2233 Wilhelmsburg 5 2 2 6.0 47.5 30.00
11. Faika,, Michael 2135 Hamburger SK 6 0 3 6.0 47.0 28.00
12. Kopylov, Daniel 2226 J Tura Harksheide 6 0 3 6.0 43.5 24.50
13. Kollars, Dmitrij 2510 J Hamburger SK 4 3 2 5.5 57.0 32.50
14. Peterwitz, Klaus 2026 Bargteheide 4 3 2 5.5 46.0 25.25
15. Günther, Patrick 2077 Elmshorner SC 5 1 3 5.5 43.0 22.25
16. Trisic, Aleksandar 2291 Weisse Dame 5 1 3 5.5 42.5 23.75
17. Korba, Roman 2151 SC Diogenes 5 1 3 5.5 40.5 22.00

Diogenes II – Saisonauftakt mit blauem Auge

Am 9.1. fand unsere Premiere beim SC Bille statt. Dank der Ersatzspieler Thomas, Robert und Sylvin traten wir vollständig an. Unsere Gegner spielten in Bestbesetzung.
Nachdem Holger Bartels gegen Andreas Binding ein Remis durch Zugwiederholung erreichte, konnte auch Ralf Hein gegen Andreas Bertram ein Unentschieden mit Schwarz erzielen. Dominik Müller stellte einen Turm gegen Läufer und Bauer ein und stand kurz vor der Aufgabe, durch nicht optimales Spiel von Rainer Jess wurde auch diese Partie noch Remis. Dieses gelang ebenso Michael Neumann am Spitzenbrett gegen Martin Kopisch – die Stellung war eher schwierig.
Christian Kalla spielte voll auf Angriff gegen Olaf Dörge, dieser konnte jedoch ein Dauerschach erreichen. Auch Sylvin Müller-Navarra konnte mit einem Bauern weniger mit ungleichfarbigen Läufern remisieren. Thomas Rieling stand gegen Ulrich Peschke schwierig, stellte in der Zeitnot eine Figur ein und verlor.
Es stand also 4:3 für unsere Gegner. Robert Buchholz hatte gegen Christian Röhr eine Figur weniger, dafür hatte er aber mehrere verbundene Bauern im Zentrum als Ausgleich. Die Bauern rückten konsequent vor, die Stellung des Gegners wurde immer schwerer und in der Zeitnot der Verlängerung gelang dann doch noch der Ausgleich.
Es wurde also noch ein 4:4, das für uns aber doch als ziemlich glücklich gesehen werden muss. Weiter geht es am 22.1. zu Hause gegen HSK 8, vielleicht gelingt dann ja der erste Sieg.

Ralf Hein

Stadtligaauftakt: Schlappes 4:4 beim Bille SC

Nun gut – dann melde ich mich mal zum Resultat aus meiner eingeschränkten Sicht … wenn keiner was schreibt, wars wohl nicht so doll. Stimmt! Die Biller traten in Bestbesetzung auf, während wir 3 Spieler ersetzen mussten – aber immerhin durch drei, die zuletzt Stammspieler der Zweiten waren. Für mich wars jedenfalls ein gebrauchter Abend: trotz größtem DWZ-Vorteil an den 8 Brettern wurde meine ungenaue Behandlung des langsamen Italieners gerecht bestraft – auch weil mir in meinem initiativlosen Aufbau schlicht nix einfiel und der zu große Zeitverbrauch am Ende zu groben Fehlern führte. Typisch für die Partie war, dass mein Gegner zwar den folgenden hübschen Trick sah, dann nicht entscheidend zupackte und ich nicht in der Verfassung war, das zu nutzen:

Ulrich Peschke – Thomas Rieling nach 23.e5 bzw. 32.Dxb7

Ich war leider der Überzeugung erlegen, 23.e5! (+1,6) verhindert zu haben … doch 23…. fxe5? mit Angriff auf den Lf4 scheitert an 24.Lxh6! Sxh6 25.Sg5+. Nun spielten beide Seiten suboptimal: 23… Sd5 24.exd6?! (Sh5!) Sxf4 25.Dxf4 cxd6 26.Sf1?! d5?! (Lb8!). Ich stand da noch nicht auf Verlust, verpasste – auch durch zu hohen Zeitverbrauch – sogar zweimal die Ausfahrt zu leichtem Vorteil (32… Lxf5! (-0,6)) … bis mir am Ende die von Beginn an dusselige Aufstellung h6 und Kh7 auf der Diagonale a2-h7 zum Verhängnis wurde (Te6 war mehrfach der entscheidende Gewinnzug).

Von den letzten 12 Partien habe ich 2 verloren – beide gegen den neuen Eröffnungstrend, auf den Karsten laut Interview im Schachmagazin 64 eher zufällig mit seiner Veröffentlichung aufsprang – da müssen die e5-Spieler sich nun was einfallen lassen … und die e4-Spieler könnten sich mal nen schönen Namen dazu überlegen – wie klingt denn das? “Langsamer Italiener” – da hilfts ja nicht einmal, dass Magnus den spielt, um daraus attraktives Schach abzuleiten.

Ganz am Ende konnte Robert meine Niederlage ausgleichen – mit Mut, etwas Glück und einer Bauernwalze aus deren Reihe 2 Landwirte einen fehlenden Jogger aufwiegen mussten. Der Rest hielt sich mehr oder weniger in spannungsarmem Rahmen und produzierte dabei halbe Eier – Dominik hätte wohl verlieren, Christian wohl gewinnen müssen. Es bleibt die ruhige Erkenntnis, gegen einen Durchschnittsgegner wenigstens noch nicht entscheidend Federn gelassen zu haben.

 

DSAM-Cup – Update

Am heutigen Sonntag hatten noch 4 Diogenesen die Chance, sich für das Finale in Halle zu qualifizieren – dreimal hat es geklappt. Doch insbesondere die Diogenesen, für die es vermeintlich um nichts mehr ging, konnten nochmals auftrumpfen.

In der A-Gruppe schaffte Fabian nur ein Remis und landete mit 2,5 Punkten auf Platz 14. Ein Sieg hätte wohl Platz 8 bedeutet, was gerade eben für die Endrunde gereicht hätte. In der B-Gruppe spielte Tom Remis, was unter den punktgleichen Plätzen 1-7 für Platz 6 reichte. So entkam er zudem einem Hotelgutschein. Ralf erreichte durch einen Sieg 3 Punkte und Platz 19, was minimal über seinem Platz in der Setzliste liegt.

Auch ich konnte in der D-Gruppe gewinnen, das bedeutet mit 3,5 Punkten Platz 10. Johann holte ein (Nicht-Großmeister-) Remis, damit 4,5 und ein geteilter Platz 2 – nicht schlecht für Platz 42 in der Setzliste. Bryan konnte durch einen Sieg (eigentlich klar, aber beinahe hätte er ihn vor der Zeitkontrolle noch weggeworfen) mit 3,5 noch den 10. Platz der F-Gruppe erzielen (Setzliste Platz 61) – auch eine starke Leistung. Die einzige Niederlage heute musste in der G-Gruppe Albert einstecken (auf der Turnierseite gab es übrigens auch ein Wortspiel zu dem Nachnamen). Trotzdem – 4/5 reichte für Platz 7.

Damit sind Tom, Johann und Albert für das Finale vom 31.5-2.6. in Leipzig qualifiziert. Auch Clemens Mix aus der Schachfreunde-Jugend ist im C-Finale – Glückwunsch an alle 4. Noch nicht qualifiziert hat sich ein Betreuer – aber zumindest ich versuche es nochmals im bereits ausgebuchten Turnier in Brühl.

Weitere Details gibt es auf der Turnierseite: www.dsam-cup.de/hamburg/

 

3. HSK-Weihnachtsopen 2017

Vom 27.12.-30.12.17 fand beim HSK zum 3. Mal ein Weihnachtsopen statt. 7 Runden an 4 Tagen. Leider war außer mir kein weiterer Diogenese dabei und auch Besuch gab es keinen. Schade! Ist doof, solche Turniere komplett alleine zu bestreiten. Von den Schachfreunden waren einige alte Hasen anwesend und es wird sicherlich auf der Homepage auch einen entsprechenden Bericht geben. Christian K. spielte in Paderborn mit und Tom in Böblingen.

Zum Turnier:
Ich war an 2 gesetzt. Favorit war GM Petar Genov, den ihr noch vom Simultan der 40-Jahr Feier kennt. Ebenfalls Hoffnungen auf den Sieg konnten sich noch einige 2300er und insbesondere IM Souleidis machen.

Ich startete mit 2 Siegen gegen schwächere Gegner, gab dann in der 3. Runde verdient ein Remis ab, weil mein Gegner eine gute Eröffnung wählte. Runde 4 war dann wieder ein leichter Sieg. mit 3,5/4 spielte ich in Runde 5 gegen GM Genov, der bis dahin 4/4 hatte. Mit Weiß konnte ich Vorteil im Katalanen erlnagen, gab dann aber früh Remis, weil ich das ganze Turnier erkältet war und Kräfte schonen wollte. In Runde 6 hatte ich eine wichtige Slawisch-Theoriestellung gegen Nedic auf dem Brett. Er opferte einen Bauern und hatte Kompensation, schmiss dann aber einzügig die Partie weg. In der letzten Runde hatt ich dann noch einen Jugendlichen mit Weiß, gegen den ich recht leicht gewann.
Mit 6/7 (Elo-Performance 2446)  konnte ich erstmals in meiner Schachkarriere ein Open gewinnen. Punktgleich mit mir aber schlechterer Buchholz Ertan Can von SKJE, der in der letzten Runde GM Genov besiegte. Dieser rutschte dadurch mit 5,5/7 auf den 3. Platz. Dahinter ein Pulk von Spielern mit 5 Punkten.

Endergebnis hier:

http://www.chess-results.com/tnr323620.aspx?lan=0&art=1&wi=821

 

Schachtürkencup und HSK Weihnachtsopen

Völlig überambitioniert hatte ich mich auch dieses Jahr wieder für den Paderborner Schachtürkencup angemeldet. Mein Ziel: Endlich mal an einem der 5 Spitzenbretter auf der Bühne zu spielen. Leider wurde ich schon in der ersten Runde eines besseren belehrt, als ich gegen einen nominell deutlich schlechteren Gegner im Pirc unter die Räder kam und mich noch mit einem Remis rauslügen könnte. Leider wurde es nicht besser. Es folgten Remisen gegen nominell schlechtere Kinder und Mädchen, die positionell kaputt standen, sich aber taktisch rauslogen. Da mit 3-Punkte Regel analog zum Fußball gespielt wird, waren diese Remisen doppelt bitter, da man so nicht nach oben gelost wurde. Es trat der übliche Schachfrust ein, der die ganze Fahrerei und den Zeitaufwand für so ein Turnier in Frage stellt. In den letzten Runden fand ich gegen Nicht-Jugendliche dann wieder zu halbwegs “Normalform” und konnte den Schaden damit etwas in Grenzen halten. Grundsätzlich ist das Turnier in Paderborn aber auf jeden Fall zu empfehlen. Spielbedingungen im Heinz Nixdorf Forum (wo auch der Schachtürke ausgestellt ist) sowie die Organsisation des Turnier sind super. Auffällig war die große Anzahl talentierter Jugendlicher, so dass ich mir vor jeder Runde sehnlichst einen Rentner ans Brett wünschte. Vielleicht ist Schwarzach dann doch die bessere Wahl ;-) Sieger in diesem Jahr wurde Konstantin Landa vor Pascal Barzen und Lev Gutman.

Parallel spielte Markus “Mr. Prophylaxis” Hochgräfe beim HSK Weihnachtsopen mit und konnte mit einem Sieg gegen Dusan Nedic und Remis gegen GM Petar Genov einen sensationellen Sieg erringen. Herzlichen Glückwunsch!

Ergebnisse gibt es unter http://www.schachtuerken-cup.de bzw. http://www.hsk1830.de

Hier noch ein schönes Endspiel, welches ich als Schwarzer als zumindest Remis angesehen hatte und deshalb abwickelte. Wie ist es denn tatsächlich zu beurteilen? Auflösung beim nächsten Training. Schwarz am Zug.

Guten Rutsch und alles Gute für 2018!

Christian