Auch in diesem Jahr zog es eine Diogenes-Delegation nach Bonn, es spielten Achim sowie Hannes und Mattis. Ich spielte nach langer Zeit mal wieder in der D-Gruppe (so kann man sich runterarbeiten), während Hannes in den C aufgerückt ist.
Durch meine gute ELO war ich an 3 gesetzt und durfte so in Runde 1 an einem der Live-Bretter spielen. Wäre ich dort geblieben, hätte es schon früher einen Bericht gegeben, ich spielte aber lange sehr remisträchtig, bekam dann auch das Remisangebot (als mein Gegner erstmals etwas besser stand), lehnte dies ab und stellte die Partie in den nächsten 2 Zügen weg.
In Runde 2 erreichte ich eine wunderbare Angriffsstellung, zwischenzeitlich mit einer Wertung von +5, übersah aber in all meinen Mattplänen einen Konter und landete schließlich in einem Endspiel mit T+2B gegen L+5B, das verloren aussah – immerhin konnte ich mich noch in ein Remis retten.
Nach dem üblen Auftakt spielte ich ab Samstag konzentrierter und konnte noch 3 Siege folgen lassen, das reichte aber, punktgleich mit dem 10., nur für Rang 26.
Hannes errwischte einen besseren Start mit einem Sieg und einem Remis, in Runde 3 verlor er jedoch (nach eigener Aussage unnötigerweise), um noch einen Sieg und ein Remis folgen zu lassen. Platz 45, damit erreichte er exakt seinen Platz in der Setzliste – auch eine Leistung.
Weniger gut lief es für Mattis, er startete mit 3 Niederlagen, um zumindest noch einen Sieg und ein Remis folgen zu lassen. An 72 gesetzt, reichte es nur für Platz 80 in der Gruppe, in der Frank Stolzenwald seine 125. Vorrundenteilnahme feierte.
Wie immer war es ein ganz nettes Turnier, allerdings hätte ich am Freitag ruhig etwas wacher sein können – vielleicht hätte ich nicht eine Bonner Freundin besuchen sollen, die Kombination aus Wein und quatschen bis 0:30 war vielleicht nicht die beste Turniervorbereitung.
