Clubmeisterschaft – 3. Runde

Was hat die 3. Runde gebracht? Weitere Punkteteilungen zwischen vermeintlichen Mitfavoriten – und die alleinige Führung für Fabian, der als klare Nr. 1 und mehrfacher Clubmeister die Favoritenrolle trägt und uns zu enteilen scheint. Zwischen Christian (L) und Thomas wurde der Punkt geteilt, weil Thomas mit schwindender Zeit den Weg zur Verwertung eines deutlichen Positionsvorteils nicht finden konnte und Christian zu wenig Perspektive hatte, um den am Ende vorhandenen Zeitvorteil zu nutzen. Vom Rest der Partien sind bisher keine Analysen eingetroffen;-)
Die wichtigste Nachricht ist sicherlich, dass Ralf Blittkowsky sich entschieden hat, in der nächsten Saison unsere Bezirksligamannschaft zu verstärken – herzlich Willkommen!
Zur Erklärung der folgenden Tabellen:
– Wir haben das Feld in 3 Kategorien (A,B,C) eingeteilt, für die die Preise zur 4. Runde bekannt gegeben werden.
– Die in der Tabelle angegebene Buchholzwertung enhält ein Streichergebnis, da ein Freilos mit dabei ist.
– Wenn Spieler ohne DWZ teilnehmen, kann die richtige Turnierleistung für deren Gegner und sie selbst erst am Ende des Turniers bestimmt werden.
– Partien, die vor Auslosung zur jeweils nächsten Runde noch nicht gespielt sind, werden als Remis angenommen.
VM18P4 VM18R3 VM18T3

Aufgrund von Einsätzen im Betriebssport müssen die Spieler Hans Werner, Ralf Hein und Christian Laqua ihre Partien der 4. Runde auf den Ausweichtermin 29. 10. verlegen! Dann folgt auch die Partie zwischen Achim und Klaus.


 

Zur 2. Runde

An Tisch 1 und 2 trafen die ersten Mitfavoriten aufeinander, wobei sich Fabian zwar gegen Christian K auch aufgrund der Zeiteinteilung durchsetzen konnte – aber durchaus straucheln konnte (s. Partie weiter unten). Kai und Christian L brachten dagegen etwas nach Art HSV-FCSP aufs Brett: bisschen Gedrohe – aber kaum Angriffe. An Tisch 4 prallte Klaus an Ralf ab, der nun neben Fabian und mir noch die volle Punktzahl aufweist.

Der Autor kann aufgrund seiner Zeiteinteilung gegen den wahren Autoren ;-) nur über seine eigene Partie genauer berichten – hier lohnt sich auf alle Fälle das Endspiel, nachdem er in der Eröffnung einen Bauern mitnahm, diesen gegen die geschickte Verteidigung von Ralf Blittkowsky aber wieder hergab, um dann wieder einen mitzunehmen – spielt sich irgendwie doch besser  – wenn mans kann – naja – man könnte schon besser wie die kurze Endspielanalyse zeigt:

TR-RB-57s(1) TR-RB-62w(2) TR-RB-66s(3)

(Dia 1) 57… Sh6 58.Lb8?! … aber das Bauernenspiel ist doch gewonnen – wie auch nach Se5! Nur das Zählen fällt mit wenigen Minuten auf der Uhr nicht leicht: [58.Lxh6+! Kxh6 59.Kf4 b5 60.Kf5 a5 61.Kxf6 c4 62.e5 b4 63.e6 c3 64.e7 cxb2 65.e8D b1D 66.De3+ Kh7 67.De7+ Kh6 68.Dg7+ Kxh5 69.Dg5#]. Also: 58…a6 59.La7 b5 60.Lxc5 Sf7 61.Kf4 Se5

(Dia 2) 62.Ld4?! Geht – aber macht die Sache nicht so simpel wie: [62.Kf5! Sf7 63.Le7 Sh6+ 64.Ke6] 62…Sc4 63.Kg4 a5 64.Kf5 Sd6+ 65.Kf4 Sc4 66.b3

(Dia 3) Sxa3 67.Kf5 a4 68.Lxf6+ Kh6 69.Lb2 Sc2

TR-RB-70w(4)TR-RB-70s(5) TR-RB-80s(6)

(Dia 4) 70.bxa4?? (Laaauuuufffeeeenn! (e5! +-)) bxa4 71.e5 Se3+ 72.Kf4 Sc4 73.e6 Kxh5 74.e7 Sd6

(Dia 5) 75.Ke5 [ZÜ – 1:0 -aber:] 75…Se8 76.Ke6 Kg6 77.Kd7 Kf7 78.Le5 a3 79.Kd8 a2 80.Kd7

(Dia 6) Sg7! [Aber nicht 80…Sc7?? 81.Lxc7 a1D 82.e8D+ Kg7 (82…Kf6 83.Dh8+) 83.Le5+ +-]

81.Lxg7 Kxg7 82.e8D a1D =!  Mensch spielt eben fehlerhaft – sonst wärs ja auch langweilig.

Hier folgt erstmal das Tabellenwerk (Zum Angucken bitte draufklicken!):

VM18P3 VM18R2 VM18T2

 Achtung:

Nächste Runde ist am 15. 10. – der 8. Oktober ist Ausweichtermin für Verlegungen und es findet ein Blitzturnier statt – da sind Gäste wie immer herzlich willkommen!

Als Nachtrag hier noch die Partie Schulenburg – Kalla mit einigen interessanten taktischen Motiven.


Wie kann Schwarz am Zug deutlichen Vorteil erzielen?

Leider wurde das Motiv, welches nach Le3: fe3: erneut möglich gewesen wäre, nicht genutzt. Stattdessen ergab sich, nachdem die Partie mehrfach klarer durch genaueres Spiel von Weiß hätte gewonnen werden können, folgendes Endspiel:

Wie ist diese Stellung einzuschätzen? Es folgte d4? a7

Wie ist d4 a7 in folgender Stellung zu bewerten? Soll man hier auch aufgeben?

Auflösungen gibt´s beim nächsten Training!


 Zur 1. Runde:

Ja, auch hier hätten wir uns auch aus den eigenen Reihen etwas mehr Teilnehmer gewünscht – aber nach längerer Pause muss sich die ODIOVM erst wieder etablieren.
Auch wenn es hier und da etwas schwer fiel und Ralf Hein geradezu ein Bad im Glückstrank nahm – die Favoriten setzten sich durch. Die Rolle war in Achims Partie gegen Ralf Blittkowsky eben nur scheinbar geklärt, da letzterer vor seiner langen Nah-Schachpause beim verschwundenen SC Venceremos am Spitzenbrett spielte …

Hier folgen also die Ergebnisse und neuen Paarungen. Wenn jemand die Berichterstattung durch ne hübsche Partie oder Kommentare aufwerten möchte: sendet mir Eure Beiträge! Ich stell es dann ein.

VM18P2            VM18R1

 

Ergebnisse Mannschaftsschnellturnier 2018

Wie im letzten Jahr (damals im Rahmen unseres Jubiläums) haben wir auch dieses Jahr wieder unser Mannschafts- Schnellturnier ausgerichtet. Insgesamt kamen leider trotz besserer Werbung nur 15 Mannschaften, wir denken aber, dass es trotzdem allen Spaß gemacht hat und eine runde Veranstaltung war. Wir würden uns über Feedback zum Turnier freuen, damit wir es nächstes Jahr (hoffentlich) noch besser machen können. Erzählt es gerne weiter, wenn es Euch gefallen hat!
Sieger wurde die sehr stark besetzte Mannschaft von St. Pauli (die in den letzten Runden sogar noch durch Aljoscha Feuerstack weiter verstärkt wurde) ziemlich konkurrenzlos (wo war der HSK?!) vor Diogenes 1 und dem Elmshorner SC. Einzelergebnisse folgen demnächst.

MST-2018-End

Urlaub beim Arber-Open

Mann inne Tünn wär dat worm wes! – Oder wie Wolfgang staunend viertelstündlich wiederholte, wenn es vor die Tür – also aus dem Schatten – ging: Kinners, Kinners, Kinners!
Drei alte Männer planten neben dem beschaulichen, nicht allzu stark besetzten Open auch wandernd die Umgebung des vielbesuchten Urlaubsortes zu erkunden – naja – morgens um 9:30 zum Partiebeginn war es schon so bruttig, dass die ca. 600 m Fußweg mit 5 – 10% Steigung eine unerhörte Erhitzung bedeuteten, wenn man nicht so auf Frühsport steht.

Nach 3 bis 5 Stunden Schach lief dann also eher Entspannungsprogramm, so dass der Arber – zumindest aufwärts – nur technisch bezwungen wurde.

Schachlich starteten wir als Nr. 29, 30, 31 von 115 SpielerInnen im Open, 70 im Senioren-Cup und (nur!) 12 in der Internationalen Offenen Deutschen Frauen Einzelmeisterschaft. Ins Ziel kamen wir auf den Rängen 14, 26 und 33, ohne nennenswerte ELO oder DWZ-Änderungen mitzubringen – siehe:

http://www.arberschachopen.com/6.html – da gibt’s auch alle Partien!

Die besten Chancen Plus zu machen, hatte wohl Ralf (5,0/9) in Runde 7 bis 9, machte da aber nur noch 0,5/3. Wolfgang kam zu spät ins Turnier, um es noch gut zu machen und war am Ende mit 5,5 Punkten zufrieden, größere Verluste vermieden zu haben. Und ich belegte mit 6/9 einen schönen 14. Platz, war aber öfter in der oberen Hälfte bei den Paarungen und hatte dadurch einen schwächeren Gegnerschnitt. In Runde 6 vergab ich die Chance, ein zweites Mal an die ganz vorderen Tische zu kommen aber es zogen sich zuviele recht grobe Fehler durch meine Partien – so wie auch gegen den recht interessanten jungen (U18) Tschechen, FM Jan Miesbauer vom Ausrichter SC Bayerwald, der den nicht ganz so starken 4 GMs eigentlich schon überlegen war (+2 =2 -0!) und nur aufgrund einer Niederlage gegen seinen Vereinskollegen IM Ivan Hausner hinter GM Leonid Milov “nur” Platz 2 zusammen mit GM Michail Prusikin belegte.

Mein Fazit lautet: das Turnier ist sehr gut organisiert und daher zu empfehlen, wenn auch Bodenmais etwas langweilig rüberkommt, außer es ist grad Mitternachtsflohmarkt mit Rockmusik auf dem Marktplatz- freitags war das gut – samstags war nur leider alles wieder abgebaut … Und wenn es im nächsten Jahr nicht das geliebte Schwarzach wird, ist mir der Süden für eine Wiederholung erstmal schlicht zu heiß. Vielleicht gibt’s ja auch was in Norwegen oder so.IMG_2999

Gipfel

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Blick nach Bayrisch Eisenstein

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Bodenmais

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3 ohne Tankstelle

30. Deutsche Senioren Einzelmeisterschaften in Hamburg

Von Freitag (27.7.) bis Sonntag (29.7.) wurden in Bergedorf insgesamt vier neue Deutsche Meisterinnen und sechs neue Deutsche Meister geehrt. Zum ersten Mal spielte der Deutsche Schachbund die Titel in den beiden FIDE-Kategorien 50+ und 65+ aus. Fünf Titel wurden am Freitag im Blitzen vergeben, die anderen fünf Titel mussten ab dem 21. Juli bei großer Hitze im weitgehend gut klimatisierten Spielsaal einer bekannten Hotelkette ausgekämpft werden.

Beim Blitzen (5 Minuten + 3 Sekunden pro Zug) gewannen nach 11 Runden:

Deutsche Seniorenblitzmeisterin 2018 – 65+
Ursula Schumacher (HTC Bad Neuenahr)

Deutsche Seniorenblitzmeisterin 2018 – 50+
WIM Annett Wagner-Michel (SC Rotation Pankow)

Deutsche Nestorenblitzmeister 2018
Dieter Hottes (Stuttgarter SF)

Deutsche Seniorenblitzmeister 2018 – 65+
FM Gottfried Schumacher

Deutsche Seniorenblitzmeister 2018 – 50+
IM Bernd Schneider (Bochumer SV)

So gewann ein Ehepaar gemeinsam die Deutsche Senioren Blitzeinzelmeisterschaft. Es muss an der besonderen Konstellation von Sonne, Erde, Mond und Mars gelegen haben!?

Bei den neunrundigen Schweizer-System-Turnieren wurden beide Setzlisten von einem IM angeführt: IM Mihail Nekrasov (Elo 2305, SV Hockenheim) war in der Gruppe 65+ an 1 gesetzt, IM Dieter Pirrot (Elo 2365, SV Hofheim) in der Gruppe 50+.

Nekrasov blieb zwar ungeschlagen, doch musste fünfmal den Punkt teilen, so dass ihm am Ende nur Platz 7 blieb. Um Deutscher Meister zu werden, mussten 7,5 Punkte erzielt werden. Dies gelang Christian Hess (St. Pauli), doch er kam nur mühsam mit einem Remis in der ersten Runde in das Turnier, so dass ihm am Ende drei Buchholzpunkte zum Titel fehlten. Neuer Deutscher Seniorenmeister 65+ wurde Gerhard Kiefer (SC Emmendingen), der in den Runden 3, 5 und 9 remis spielte und sechs Partien zum Teil eindrucksvoll gewann, z.B. in Runde 8:

Kiefer,Gerhard (2256) – Juhnke,Juergen (2217)

  1. DSenEM2018–Gruppe-65 (8.1), 28.07.2018

Position nach 40…Dxd5:

Beide Könige stehen in einer Mattfalle, doch Schwarz ist nicht am Zug und daher gewinnt Weiß:

41.De2 Th8 42.Te7+ Kf8 43.Te1 Dd4
Schwarz droht wieder einmal Matt, aber Weiß ist schneller! – Wie?

Die Lösung folgt am Ende des Beitrags!

Neue Deutsche Seniorenmeisterin 65+ wurde Barbara Borries (SC Taufkirchen), die sich in dem 198er Feld mit 4,5 Punkten auf Platz 101 spielte und dabei ebenfalls drei Buchholzpunkte mehr als ihre Verfolgerin Barbara Jacob (SV Ochtrup) hatte.

Neuer Deutscher Nestorenmeister wurde FM Willy Rosen (SF Essen-Katernberg), der mit seinen 6,5 Punkten insgesamt auf Platz 14 kam.

 

Bei den Jungsenioren sah alles nach einer klaren Angelegenheit für Dieter Pirrot aus, da er seine Partien souverän gewann und andere Titelaspiranten halbe und ganze Punkte abgaben. Doch in der 7. Runde konnte ihn Hartmut Metz (SG Kuppenheim) durch einen Sieg überholen, so dass es wieder spannend wurde. Nach acht Runden lagen drei Spieler mit 6,5 Punkten vorn und mussten in der 9. Runde gegen ihre Verfolger Punkten: Holger Namyslo (TG Biberach) hatte gegen Hauke Reddmann (5,5) einen gebrauchten Tag und musste seine einzige Niederlage quittieren. Hauke blieb am Ende mit einer schlechteren Buchholz hinter Holger Namyslo. Dieter Pirrot konnte seine Partie wieder einmal zu seinen Gunsten entscheiden, so dass nur noch Hartmut Metz auf 7,5 Punkte kommen konnte. – Im 77. Zug gab es dann den entscheidenden Fehler und Hartmut wurde für sein beharrliches Spiel auf Sieg belohnt. Aber auch hier entschieden am Ende drei Buchholzpunkte für den ersten Deutschen Seniorenmeister 50+ IM Dieter Pirrot.

Von seinen 284 Zügen auf dem Weg zur Meisterschaft konnte der neue Deutsche Meister in der 8. Runde eine sehenswerte Kurzpartie präsentieren:

Pirrot,Dieter (2365) – Reddmann,Hauke (2284)

  1. DSenEM2018–Gruppe-50 (8.2), 28.07.2018

1.e4 c5 2.d4 cxd4 3.c3 dxc3 4.Sxc3 e6 5.Sf3 a6 6.Lc4 b5 7.Lb3 Se7

[Auch Spieler mit höherer ELO haben sich schon im Morra-Gambit duelliert: 7…Lb7 8.0–0 Se7 9.Lg5 f6 10.Le3 Sg6 11.a4 b4 12.Sd5 exd5 13.exd5 Ld6 14.Sd4 Se7 15.Te1 Kf8 16.Dd2 Da5 17.Lf4 Dc7 18.Txe7 Lxf4 19.De2 Lxh2+ 20.Kh1 Le5 21.Se6+ 1–0 (21) Berg,E (2579)-Luch,M (2448) Porto 2016]

8.Lg5 h6 9.Le3 Sg6 10.0–0 Sc6 11.Sd5

[Weiß kann schon eine Figur ins Geschäft stecken und droht Lb6.]

11…exd5 12.exd5 Le7N
[Das ist eine Neuerung, andere Spieler versuchten sich im Festhalten der Figur mit 12…Sa5 oder 12….Sce5]

13.dxc6+– dxc6  14.Dc2! [verhindert die Rochade!]
14…Dc7 15.Tfe1 Lg4 16.Sd4 [ Droht h3 und aus.]
16…Tc8 17.Sf5 c5 18.Sxg7+ Kf8 19.Se6+ Lxe6 20.Lxe6 Te8 21.Tad1 Th7? 22.Df5  1–0

 

Bei den Damen war es noch spannender: Im Fernduell verlor die Deutsche Senioren Blitzmeisterin Annett Michel-Wagner in der 9. Runde und blieb bei ihren 5 Punkten. Ihre Konkurrentin Mira Kierzek konnte mit einem glücklichen Remis ebenfalls auf 5 Punkte kommen – sie hatte dann auch noch Buchholzglück und am Ende einen halben Buchholzpunkt mehr. Erste Deutsche Seniorenmeisterin 50+ WFM Mira Kierzek (SC Fulda).

Allen Deutschen Meisterinnen und Deutschen Meistern auch an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch!!!

 

Teilnehmer vom SC Diogenes? – Ja, einer hat sich getraut, zwei Deutsche Meisterschaften zu spielen: Der Berichterstatter musste beim Oberliga-Wettkampf im Januar feststellen, dass er im „Jung-Seniorenalter“ angekommen ist. – Es lag nicht an der Partie, sondern an dem Flyer, den Schiedsrichter Hugo Schulz dabei hatte. Nach einer Zeit der reiflichen Überlegung und dem Blick auf mehr als 40 Jahre Turnierschach hat mich der Reiz gepackt, wieder einmal zu den jüngsten Teilnehmern zu gehören. Schließlich sprach dafür, dass es sehr einfach ist eine Deutsche Meisterschaft zu spielen und dann sogar noch fast zu Hause. Das spart immerhin große Anreisekosten und die Übernachtung ist auch günstig – Spieler, die nicht im Hotel übernachtet haben, mussten einen „Organisationsbeitrag“ von 30 Euro bezahlen. Für den Verzehrgutschein von 60 Euro haben alle wenigstens noch eine Gegenleistung erhalten – das Essen im Hotel hat mir geschmeckt!

Die Organisation der Meisterschaft war einer Meisterschaft würdig – also meisterlich. Der Internetauftritt mit Auslosung und aktuellen Partien ließ aus meiner Sicht keine Wünsche offen. Auch das Rahmenprogramm war umfangreich und ansprechend, auch wenn ich es nicht genutzt habe – vielleicht einmal an einem anderen Ort.

Schachlich?

Beim Blitzen am Freitag konnte ich mit 5,5 aus 11 auf Platz 16 von 33 nicht sonderlich überzeugend spielen. Ein Tief in Runde 6 und 7 bescherte mir mit 2,5 aus 7 das Freilos…, also eigentlich nur 4,5 aus 10.

Das Schweizer-System-Turnier startete mit einem Auftaktremis schwerfällig und es ergab sich der Rhythmus mit Schwarz remis und mit Weiß gewinnen. Dabei gab es jedoch in Runde 6 und 8 kritische Situationen zu überstehen. In Runde 6 hatte mein Gegner zum Glück nicht mehr genügend Zeit, um seinen Konter vor dem 40. Zug zu vollenden. Doch nach der Zeitkontrolle im 41. Zug gab er die Partie total aus der Hand. Mit drei anschließenden Siegen konnte er sich immerhin noch auf Platz 6 vorkämpfen. In Runde 8 spielte ich die Eröffnung ohne Rochade, um auf dem Königsflügel loszulaufen. Das erwies sich als zweifelhafte Entscheidung bzw. wurde von mir nicht mit Lxf7 konsequent fortgeführt. Nach Abtausch von Springer, Läufer und Dame sowie Öffnung der c-Linie hatten sich meine Probleme in einen Vorteil mit dem zentralen König umgewandelt. Dass mein Gegner mir nach der Niederlage nicht die Hand gibt, habe ich in meinen 42 Jahren Turnierschach nur in frühen Jugendjahren erlebt – schade eigentlich.

In Runde 9 an Tisch 1 – das ist doch eigentlich ein Zeichen dafür, dass einiges im Turnier gut gelaufen ist. Nur schade, dass ich Schwarz hatte und mein Gegner im Kampf um den Titel auf den ganzen Punkt spielen musste und so die Remisserie in Gefahr geriet… Aber eigentlich ist das ja auch eine gute Konstellation. Das Ende habe ich oben schon beschrieben, mehr vom Schach (Aufgaben und Analysen) gibt es dann in der nächsten Tonne. Für mich blieb mit 6 Punkten Platz 9 statt dem möglichen 5. – Fazit: 1. Beachte immer, ob der Gegner Möglichkeiten hat ein Schach zu geben! 2. Rechne lieber noch einmal deinen Plan durch, vor allem, wenn Du mehr Zeit als der Gegner hast!!

Lösung von Kiefer – Juhnke:
44.Te8+ Kg7 45.Dg2+ Dg4 46.T1e7+ Kh6 47.Txh8+  1–0 (Nach 47…Txh8 48.Dd2+ Dg5 49.hxg5+ fxg5 50.Dd6#)

St. Pauli Open 2018 – Aus 5 mach 2

Heute endete das St. Pauli Open 2018 am Millerntor. Angemeldet hatten sich fünf Diogenesen.

Einer, unser seit Ewigkeiten stärkster Jugendspieler, wechselte zum Juli den Verein. Natürlich sind die Möglichkeiten in seinem neuen Verein größer. Das gilt es zu akzeptieren, und auch wenn ich mir einen anderen Ablauf gewünscht hätte, wünsche ich Tom hier ausdrücklich viel Erfolg seine Ziele zu erreichen!

Auch wenn vielleicht an dieser Stelle nur bedingt angebracht, möchte ich diese Zeilen doch nutzen, um auf ein in meinen Augen vorhandenes Problem im Hamburger Jugendschach hinzuweisen. Der HSJB ist meiner Meinung nach dann besonders stark, wenn möglichst viele Vereine es schaffen sich möglichst zahlreich zu beteiligen. Abgesehen davon, dass es für viele Vereine ohnehin schon schwierig ist eine halbwegs laufende Jugendabteilung zu führen und diese Abteilungen oft an wenigen oder einzelnen Personen hängen, kann sich vermutlich jeder vorstellen, wie die Motivation zur Betreuung bzw. dem damit verbundenen Zeitaufwand aussieht, wenn man immer wieder hört, wie einzelne angesprochen werden, ob sie denn nicht woanders hin wechseln möchten. So war es tatsächlich ein leichtes neben den Informationen aus dem eigenen Verein am Rande des Opens innerhalb von 10 Minuten konkretes Wissen aus erster Hand zu haben, dass die Anzahl der Angesprochenen nur in diesem Jahr nicht mehr an einer Hand abzählbar ist und sich anscheinend in diversen Vereinen umgeguckt wird. Verboten ist das nirgendwo und daher natürlich legitim, ich möchte aber dennoch darauf hinweisen, dass dies meiner Meinung nach keinesfalls zu einer besseren Situation im Hamburger Jugendschach beitragen kann.

Damit zurück zum Turnier, es blieben also noch Peter, Aaron, Robert und ich. Die Spielbedingungen sind durchaus gut. Die Lüftung funktioniert und es gibt ausreichend Platz. Dazu entspannte Atmosphäre und kein Streit, zumindest ist davon bei den Spielern nichts angekommen, falls es einen gegeben haben sollte. Alles in allem also sehr schön, nur beim Thema Frischluft würde ich mir mehr wünschen (die Terrasse, die ansonsten perfekt wäre, dient leider als Dauerraucherzentrum).

Peter musste leider nach drei wenig erfolgreichen Runden gesundheitlich aussteigen. Ihm folgte Aaron nach fünf gespielten Runden ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, er kann sich allerdings trotz 1,5/5 bei aufschlussreichen Partien über 23 zusätzliche Elopunkte freuen. Damit hielten Robert und ich die Stellung. Robert holte nach durchwachsenen Start gegen zwei sehr gute Gegner am Ende 4,5/9 und sicherte sich damit ein minimales Eloplus. Von den Partien habe ich leider nicht allzu viel mitbekommen.

Ich spielte mein erstes Open seit 2013 und konnte doch noch einmal feststellen, dass es etwas ganz Anderes ist nur für sich zu spielen oder ob man in einer Mannschaft spielt, wobei man womöglich noch irgendeine Art von Verantwortung trägt. Mein Ergebnis ist mit 5/9 und -17 Elo mau. Nichtsdestotrotz konnte ich einige interessante Partien fabrizieren und habe auch das Gefühl, deutlich besser gespielt zu haben als es die Ergebnisse sagen. So wären nach objektiver Stellungsbewertung auch leicht mindestens 2 Punkte mehr drin gewesen (dass es dann auch andere Gegner gegeben hätte klammere ich mal aus), leider bin ich an mir selbst gescheitert. Nicht glücklich war ich tatsächlich mit meiner Gegnerauslosung. Ich spielte gegen einen IM (Runde 3), zwei Hamburger in meinem Alter mit diversen gemeinsamen Endrunden (1,6), fünf Jugendliche, drei davon aus Hamburg bestens bekannt (2,4,5,7,8) und erst in der letzten Runde gegen einen “normalen” Gegner. Für mein nächstes Open wünsche ich mir eine etwas ausgewogenere Gegnerverteilung.

Zum Abschluss noch eine interessante Stellung aus meiner Partie der 7. Runde. Ich war mit Schwarz am Zug und verbrauchte rund 40 Minuten, bevor ich mich am Ende für die laut Engine zweitbeste Fortsetzung entschied. Mehr und Genaueres gibt es dann in der nächsten Tonne.

SC Diogenes 4 – NTSV 2: Saisonabschluß

Lange musstet ihr darauf warten, doch da ist er wieder: Der allseits beliebte LIVETICKER.

Da NTSV einen kurzfristigen Ausfall hat, darf ich mich auf die Rolle des Korrespondenten konzentrieren – 1:0 in der ersten Spielminute.

Zu den Aufstellungen: während beim NTSV vergleichbar viele Spieler fehlen – nur 5 aus der regulären Aufstellung, das ist Saisonrekord – sind wir relativ dicht an der Stammbesetzung der letzten Wochen. Achim, Johann, Ramona, Klaus, dazu der sechste Einsatz von Felix und der siebte von Friedrich. An Sieben springt Albinot ein, während es für Jason der vierte Einsatz in Folge ist.

19:35: Soeben ist Markus vorbei gekommen. Sein Expertenurteil: im Moment stehen wir etwas schlechter – oder auch nicht, einer der Gegner verzichtete wohl auf den Figurengewinn.

20:15: Das erste Remis. Bei Klaus kam es zu dreifacher Stellungswiederholung. Doch der Ausgleich liegt in der Luft, da Albinot Figur und Bauer weniger hat.

20:50: Aufgrund des Fußballspiels habe ich irgendwie den Sieg von Jason verpasst. Und da er danach verschwunden ist, muss ich ihm auf diesem Weg gratulieren.

21:00: Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Felix remisierte, und Friedrich hatte 2 Mehrbauern, als sein Gegner in eine Springergabel lief – 4:1, das heißt, Platz 3 ist gesichert.

21:12: Jetzt ist es doch passiert – Albinot hat verloren. 4:2

22:00: Noch immer spielen Johann und Ramona. Johann hat wohl Aktivitätsvorteil, muss aber auf seinen Isolani achten. Ramona hat einen Bauern weniger, kann den aber wohl zurück gewinnen, wenn sie auf das Läuferpaar verzichtet.

22:20: Irgendwie schreit Ramonas Stellung nach einem Opferangriff:

22:30: …und da ist der Siegtreffer durch Ramona: 5:2

22:55: Und Johann hat es auch noch geschafft – 6:2.

Jugendlandesliga: Wieder kein Happy End


Ich habe gehofft euch heute keinen langen Bericht schenken, sondern nur als Ergebnismelder dienen zu dürfen, um dann schon mal auf nächstes Wochenende zu blicken: Denn da sollte das große Saisonfinale gegen Weiße Dame um den Aufstieg in die Jugendbundesliga steigen… sollte.

Zum Drama wurde jedoch schon das heutige `Halbfinale` gegen die dritte Jugendmannschaft des HSK. Wohlgemerkt noch sieg- und punktlos, somit der klare Underdog gegen den Tabellenführer der Jugendlandesliga Hamburg.
Schachlich möchte ich gar nicht viel auf den Kampf eingehen, denn der reihte sich spielerisch in eine rabenschwarze Woche für den Club ein, in der auch schon der erste Platz in der Bezirksliga C leichtfertig verschenkt wurde. Beinahe niemand konnte ein Niveau erreichen, was auch nur ansatzweise für die Jugendbundesliga reichen würde und so verloren wir verdient folgerichtig mit 3 1/2 : 4 1/2 gegen den HSK, der überraschenderweise nachmeldete und so stark wie bisher nicht zu zuvor aufstellte. Überraschenderweise, da es hier für sie um nichts mehr als einen Ehrenpunkt ging, dazu mehr bei Torben.

Dazu kam bei uns, mal wieder, ein kampfloser, der dir nach den Jugendregeln einfach das Genick bricht. Misskommunikation gepaart mit Unzuverlässigkeit führten somit zu einem frühen Rückstand, der bis zum Schluss nicht mehr aufgeholt werden konnte. Einzig Bohong möchte ich herausheben, der überraschend gegen einen nominell stärkeren Gegner eine ziemlich seriöse Partie ablieferte und uns zumindest noch mal hoffen ließ, jedoch am Ende ohne Belohnung.

Somit endet meine Jugendlaufbahn mit einem sehr unbefriedigenden Ergebnis und keinem Aufstieg in die Jugendbundesliga den ich mir persönlich als großes Ziel gesetzt hatte und nach 5 Jahren in der Zweitklassigkeit definitiv möglich gewesen wäre. Dass es am Ende nicht geklappt hat müssen wir uns aber selbst zuschreiben.

 Nun heißt es Faktoren wie Unzuverlässigkeit sowie inkonstante Leistungen zu vermindern und eine höhere Bereitschaft an den Tag zu legen um nächste Saison, ohne mich, wieder voll anzugreifen zu können. Ich werde ihr als Mannschaftsführer jedoch erhalten bleiben
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           Ergebnis der JLL nach 5/5 Runden

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P.s. Tom wird in den nächsten Tagen mit einem kleinen Saisonrückblick als Schreiber debütieren.

 

Wer jetzt noch etwas über Fairness und das genaue Gegenteil lesen möchte empfehle ich den folgenden Abschnitt. Allen anderen, die Freunde einer gepflegten Ausdrucksweise sind und mich weiterhin als seriösen Schreiber in Erinnerung behalten wollen, möchte ich den folgenden Kommentar nicht empfehlen und wünsche damit schon mal allen Diogenesen eine schöne Sommerpause und eine erfolgreiche WM.


Zuallererst geht es mir hier nicht darum, meinen Frust über die Minusleistung am Sonntag auszulassen, eher geht es mir darum, an die sportliche Fairness jedes einzelnen zu appellieren. Denn weder handelt es sich in unserer Spielklasse um eine Profiliga, bei der es um irgendeine Art monetärer Vergütung geht, noch um Existenzen die von möglichen Erfolgen oder Niederlagen abhängen. Dazu kommt der Fakt, dass in der Jugendlandesliga Spieler begegnen, die sich schon eine Weile kennen, auch untereinander verstehen und größtenteils einen sehr kollegialen Umgang pflegen.

Deswegen kann und werde ich die, meiner Meinung nach, unglaublich unfairen und perfiden Vorgänge am Sonntag so nicht akzeptieren und habe mich dazu entschlossen ihnen hier eine Plattform zu geben. Alle Anwesenden waren sich darüber im Klaren und sind in dieser Meinung geeint. Es handelt sich also nicht um eine exklusive Meinung meiner Seite, sondern ein Statement der gesamten Mannschaft.

Durch die Tabellensituation ergab sich ein Fernduell mit dem SKJE um den Sieg der Jugendlandesliga. Ob eines Kampflosen kam einer ihrer Spieler zum MCG um das geschehen Live zu verfolgen und die Ergebnisse durchzugeben. Soweit so gut. Kurz vor Schluss während der heißen Schlussphase kam eine weitere externe Person, um sich von den Ergebnissen zu überzeugen und gleich negativ aufzufallen: In Zeitnotphase beider Bretter schrieb ich die Züge mit und gab auf beidseitige (!) Nachfrage an, bei welchem Zug sie sich befanden, wohl nicht regelgerecht. Ok, als gelernter langjähriger Bundesliga-Schachschiedsrichter hätte ich das natürlich wissen müssen… laut unwirscher Meinung erwähnter Person schien es zumindest so offensichtlich. Die Tatsache, dass sich beide Mannschaften plus Mannschaftsführer darüber einig waren Auskunft über die Anzahl der Züge zu geben, Schwamm drüber. Eine laute Diskussion mit besagter Person darüber zu führen, während an beiden Brettern mit weniger als 5 Minuten gespielt wurden, natürlich in Ordnung. Dazu noch hautnahe Blitzaufnahmen von unserem Spieler in den letzten Sekunden des saisonentscheiden Spiel machen zu müssen, geschenkt.

 

„Sorry, Sie ahnungslose Person, auch wenn Sie sich vom Papst gerufen fühlen, sich bei einem externen Kampf einzumischen und Unruhe zu stiften, geben Sie erst einen Laut, wenn die Partien vorbei sind. Tja macht einen sehr guten Eindruck bei allen Anwesenden“ (vgl. http://www.hsjb.de/finale-der-jugendlandesliga/ 12.06.2018)

 

Als wenn das alles nicht genug wäre wurden auf Nachfrage einiger Jugendspieler noch vorsätzlich falsche Ergebnisse des KSH-SKJE Kampfs durchgesagt, was mich zwar nicht beindruckte, da ich sowas immer kritisch beäuge, aber nicht minder weniger Unruhe hereinbrachte. Natürlich kam dann nach dem Kampf heraus, dass wir schamlos belogen wurden, und uns zwei Unentschieden an den letzten beiden Brettern in remiser Position gereicht hätten. Beide verloren, da wir sie weiterspielen ließen.

Wenn mir jetzt noch jemand erzählen möchte, dass das zur sportlichen Härte gehöre, gerne. Meiner Meinung ist dieses Verhalten nicht tragbar und absolut überflüssig. Wenn ich mir vorstelle einen fremden Verein zu infiltrieren um falsche Ergebnisse durchzugeben oder Unruhe zu verbreiten, übersteigt das mein Verständnis von sportlicher Fairness. Wie fühlen sich jetzt die Spieler, die diesem Verhalten zum Opfer gefallen sind und sich wohlmöglich für die Niederlage mitverantwortlich machen? So etwas abzuziehen, wenn hauptsächlich Spieler anwesend sind, die unter 16 Jahren sind und sich noch in ihrer schachlichen Entwicklung befinden… unglaublich! Sowas wirft einen ganz dunklen Schatten über diesen Spieltag und hat vielen Involvierten den Spaß genommen und sie mit offenen Fragen zurückgelassen. Mir ist diese Freude am Schach, den ich bis jetzt immer als sehr fair und kompromissoffen kennengelernt habe, für die nächsten Tage erst mal vergangen. Möge am Wochenende der fairere gewinnen…

Jedoch merke ich in diesen Momenten, mich damals für den richtigen Verein entschieden zu haben. Ich bin stolz, dass bei uns die sportlichen Werte vermittelt werden und Erfolge nicht durch jeden Preis erlangt werden wollen.

 

Danke an die Mannschaft für eure Unterstützung und dass wir auch neben dem Brett so gut zusammenstehen.

Diogenes 4: Zu viel gemüllert

Letzten Freitag bestand nochmals die Gefahr, dass wir doch noch aufsteigen könnten – mit einem Sieg bei HSK21 hätten wir zumindest nach Mannschaftspunkten mit unserem Gegner gleichziehen können, auch wenn die 9 Brettpunkte Rückstand noch immer relevant gewesen wären. Da der HSK aber in der letzten Runde noch nach Langenhorn musste, hätte uns bei einem Sieg ein unentschieden gegen NTSV vermutlich für Platz 4 gereicht.

Mehr lesen

Jugendlandesliga – letzte Runde

An dieser Stelle nur ein kurzer Bericht zur letzten Runde der Jugendlandesliga, Ausführlicheres wird von Aaron noch kommen.

Heute spielte unsere erste Jugendmannschaft gegen HSK 3 in der letzten Runde als Tabellenführer um den Titel als Hamburger Meister und den möglichen Aufstieg in die Jugendbundesliga.

Ich machs kurz: Es gab ein äußerst ernüchterndes 3,5:4,5, wonach wir bei gleichen Mannschaftspunkten hinter den SKJE zurückfallen, den wir knapp geschlagen hatten. Letztendlich ist es vermutlich an einem Fehler in den eigenen Reihen gescheitert und wir haben uns selbst geschlagen.

Nichts desto trotz grenzt es für mich an fast schon amüsante Lächerlichkeit, dass für diese HSK-Mannschaft nur für die letzte Runde ein U20-Endrunden-Spieler nachgemeldet wurde, wo bereits klar war, dass entweder diese oder eine andere HSK-Mannschaft den letzten Platz belegen würde. So spielte HSK 3 also mit ihrer in der Saison stärksten Mannschaft (zum Vergleich, in der vorherigen Runde brachten sie im Schnitt mehr als 200 DWZ weniger zum Kampf).

Ebenfalls interessant: Auch HSK 4 brachte gegen uns ihre stärkste Saisonaufstellung, im Schnitt entspannte mehr als 200 DWZ stärker als die Mannschaftsaufstellung der Mannschaft gegen den SKJE.

Böse Absicht unterstelle ich nicht und glaube ich auch nicht dran, trotzdem sind die gefühlt viel zu häufigen extremen Unterschiede innerhalb einiger Mannschaften ein Ärgernis, sobald es für andere, in diesem Fall uns, um etwas geht. Es gibt einfach einen extrem bitteren Beigeschmack, weshalb ich das auch so an dieser Stelle schreibe.

So bleibt mir an dieser Stelle nur dem SKJE zum Titel als Hamburger Meister zu gratulieren.