Urlaub beim Arber-Open

Mann inne Tünn wär dat worm wes! – Oder wie Wolfgang staunend viertelstündlich wiederholte, wenn es vor die Tür – also aus dem Schatten – ging: Kinners, Kinners, Kinners!
Drei alte Männer planten neben dem beschaulichen, nicht allzu stark besetzten Open auch wandernd die Umgebung des vielbesuchten Urlaubsortes zu erkunden – naja – morgens um 9:30 zum Partiebeginn war es schon so bruttig, dass die ca. 600 m Fußweg mit 5 – 10% Steigung eine unerhörte Erhitzung bedeuteten, wenn man nicht so auf Frühsport steht.

Nach 3 bis 5 Stunden Schach lief dann also eher Entspannungsprogramm, so dass der Arber – zumindest aufwärts – nur technisch bezwungen wurde.

Schachlich starteten wir als Nr. 29, 30, 31 von 115 SpielerInnen im Open, 70 im Senioren-Cup und (nur!) 12 in der Internationalen Offenen Deutschen Frauen Einzelmeisterschaft. Ins Ziel kamen wir auf den Rängen 14, 26 und 33, ohne nennenswerte ELO oder DWZ-Änderungen mitzubringen – siehe:

http://www.arberschachopen.com/6.html – da gibt’s auch alle Partien!

Die besten Chancen Plus zu machen, hatte wohl Ralf (5,0/9) in Runde 7 bis 9, machte da aber nur noch 0,5/3. Wolfgang kam zu spät ins Turnier, um es noch gut zu machen und war am Ende mit 5,5 Punkten zufrieden, größere Verluste vermieden zu haben. Und ich belegte mit 6/9 einen schönen 14. Platz, war aber öfter in der oberen Hälfte bei den Paarungen und hatte dadurch einen schwächeren Gegnerschnitt. In Runde 6 vergab ich die Chance, ein zweites Mal an die ganz vorderen Tische zu kommen aber es zogen sich zuviele recht grobe Fehler durch meine Partien – so wie auch gegen den recht interessanten jungen (U18) Tschechen, FM Jan Miesbauer vom Ausrichter SC Bayerwald, der den nicht ganz so starken 4 GMs eigentlich schon überlegen war (+2 =2 -0!) und nur aufgrund einer Niederlage gegen seinen Vereinskollegen IM Ivan Hausner hinter GM Leonid Milov “nur” Platz 2 zusammen mit GM Michail Prusikin belegte.

Mein Fazit lautet: das Turnier ist sehr gut organisiert und daher zu empfehlen, wenn auch Bodenmais etwas langweilig rüberkommt, außer es ist grad Mitternachtsflohmarkt mit Rockmusik auf dem Marktplatz- freitags war das gut – samstags war nur leider alles wieder abgebaut … Und wenn es im nächsten Jahr nicht das geliebte Schwarzach wird, ist mir der Süden für eine Wiederholung erstmal schlicht zu heiß. Vielleicht gibt’s ja auch was in Norwegen oder so.IMG_2999

Gipfel

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Blick nach Bayrisch Eisenstein

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Bodenmais

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3 ohne Tankstelle

Das Aufstiegsgespenst … verjagt Dio3! 1:4 gegen Bille 2!

Da die DAM-Erfolgsstory von DAM-Profi Achim viel schöner ist (Danke + Glückwünsche an alle Beteiligten!) – schreib ich mal mit etwas zeitlichem Abstand …

 

Trotz eines schnellen Punktes von Stefan Haack spielten wir wie paralysiert von der dicken Chance gegen die nominell etwa gleichwertigen Verfolger von der Bille. Beispielsweise zog ich irgendein Kaffehauszeugs, was nach Maschine noch OK war, ich nur leider nicht verstand warum … so dass ich konfus wie in Runde 1 in der Stadtliga auch in meiner persönlichen Runde 12 meinen örtlichen Heimatverein mit einem Punkt beglückte:

Da mein Gegner der immernoch wuchtige Altmeister Sigi Wölk war, sei sein kraftvolles Spiel hier gelobt:

1.d4 Sf6 2.Sc3 d5 3.Lg5 Sbd7 4.f3 h6 5.Lxf6 Sxf6 6.e4 c6 7.e5 Sg8 8.Ld3 e6 9.f4 Db6 10.Sge2 Ld7 11.0-0 c5 12.dxc5 Lxc5+ 13.Kh1 Se7 14.a3 Dxb2 15.Tb1 Dxa3 16.Txb7 a6 17.f5 (1) … ich hatte den Bauern auf b2 genommen, den man nie nimmt … und nun das Problem, dass Nehmen auf f5 sehr gefährlich aussieht (tatsächlich kann man nach 17… exf5 18.Txd7 Kxd7 19. Lxf5+ Kc6!? wohl überleben und so noch die besten Gewinnchancen erreichen …). Nach 17 … Lc8 18.Tb3 Da5 19.f6 gxf6 20.exf6 Sc6 21.De1 Dc7 22.Dh4 (2) hatte ich geteilte Flügel und null Ideen (= viel zuviel Zeitverbrauch), außer möglichst was abzutauschen. Dies gelang dann zwar nach den weiteren Zügen 22… De5?! 23.Sa4! La7 24.Sb6 Lxb6 25.Txb6 Dc7 26.Tfb1 (3) mit 26… Tb8 27.Txb8 Sxb8 28.Db4! Sc6 29.Dc5 Kd8 30.Tb6 Se5 31.Db4 Sxd3 32.cxd3, um in mit 3 min. für 9 Züge im eigenen Saft zu braten (4) … mit a5 wäre Übereben möglich; ich griff erblindet zu 32… Tg8?? 33.Td6+?! (Tc6) Ke8 34.Tc6! 1-0

Wölk-Riel-17 (1)  Wölk-Riel-22(2)  Wölk-Riel-26(3) Wölk-Riel-32(4)

Leider war mein schlapper Auftritt scheinbar das Signal zu diversen Fehlentscheidungen nahezu aller Spieler, die einen günstig stehenden Kampf zu einer klaren Niederlage verdarben – selbst nach 4 Stunden liefen beim Stand von 1:2 noch 5 Partien, in denen durchaus 3 oder 3,5 Punkte möglich waren aber eben auch von den kampstarken Gegnern nicht einfach hergeschenkt wurden. Also: nix ists mit der Tafel für den Bezirksligameister! Den Titel kann sich nun das Überraschungsteam von Eimsbüttel 4 sichern – oder doch die schlingernden Favoriten vom Millerntor? Wir haben jedenfalls gegen die Topteams mit 1:5 Punkten den “Klassenerhalt gesichert” – irgendwie doch Schade!

Dio3-Bil2    BzL-Tab

Die insgesamt aber gute Saison beenden wir beim Tabellenletzten Billstedt-Horn am 21. Juni.

Und dann wird gefeiert – zusammen mit dem Aufstieg der Zweiten, den vielen Klassenerhalten, Einzelmeisterschaften und sogar einem Jugendbundesligaaufstieg???

Am 2. JULI bei FUSSBALL, WURST und auch ner Flasche BIER.

Bezirksliga: “deutlicher” 3:2-Sieg über HSK 14 – Aufstiegsgespenst wieder da!

Nachtrag:

Ach du Sch … nun sind wir Tabellenführer, weil auch St. Pauli an der Überraschungsmannschaft aus Eimsbüttel gescheitert ist! In Runde 8 folgt nun gegen Bille ein Kampf mit Möglichkeit zur Aufstiegsvorbereitung, bevor man in Rd.9 nach Billstedt fährt.

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Am Ende gingen wir mit unseren Chancen gerade so großzügig um, dass es noch für 4,5 Punkte reichte. Besonders Michael (Link)s Partie sah druckvoll und schon gewonnen aus – aber die Zeitnotphase und seine derzeit geringe Spielpraxis führten zum “Gespenster sehen”, die wohl jeden schon mal am Brett verunsichert haben. Dagegen konnte Fabian (Besch) sehr ähnliche Rahmenbedingungen an Brett 8 gegen den nominell stärksten Gegner in Zeitnot zu einem wichtigen Remis überstehen, weil seine Partie nicht so spannend aber auch nicht so kompliziert angelegt war. Das war die Vorlage für Robert, kurz nach halb zwölf erneut technisch sauber seinen Endspielvorteil zu verwerten! Doch die letzte Bewegung machte – wie so oft – Sven, leider zur Aufgabe – gegen Felix Ihlenfeldt, Sohn unseres langjährigen Spielers Frank. Die DWZ-Differenz … Papperlapapp – diesmal war bestimmt eher entscheidend, dass unsere Gegner mit der bisher ältesten Mischung (fast 30 Jahre, gegenüber sonst zarten Anfang 20) auf unsere knackfrische U50-Rasselbande traf, wo wir sonst üblicherweise das Seniorenklassenalter (Ü55) aufweisen … dass das Diogenes mal passieren würde!?! Und ob man das in Anbetracht von DS-GVO überhaupt noch schreiben darf?!? Kopfschüttel!

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Mehrkampfsieger 2018 ist … nun ja … Ralf Hein!

Leider war nicht nur das Wetter schlecht in Form, sondern auch meine Tabellenkunst und so musste ich dem zum Sieger gekürten Kai leider einen Eingabefehler mitteilen (7,5 anstelle von 7,0 Punkten im Boccia) aber der trugs sehr sportlich mit Fassung – Danke! Und in dem Zuge habe ich auch die Dartwertung korrigiert, da wir immer 3 – 2 – 1 – 0 Punkte in 4er-Gruppen vergeben haben und nicht 4 – 3 – 2- 1, wodurch man bis zu 250 Punkte geschenkt bekäme. Aber auch der halbe Bocciapunkt hätte schon ausgereicht: Ralf, du hast gewonnen – sogar mit einem nicht ganz so knappen Vorsprung und am Montag wird das Siegerfoto nachgeholt!

Außerdem hat auf diese Weise unter den ersten Sieben nur Markus seinen 3.Platz behalten – ab Platz 8 hatte die Änderung keine Folgen.

In der 17. Auflage unseres Mehrkampfes bestätigte Kai also seine 95% Treppchenplätze bei 16 Teilnahmen! Vor der abschließenden Skatrunde standen rund 400 Punkte Vorsprung für Kai zu Buche – aber durch das schwer kalkulierbare Streichergebnis und die übliche Monsteraufholjagd beim Skat von Ralf wurde es am Ende “nur” Platz 2. Unter dem Streichergebnis litten am meisten die Eidelstedter: René und Volker büßten dadurch je 3 Plätze ein.

Sehr erfreulich waren die vielen jungen Neueinsteiger, die auch einige beachtliche Erfolge erzielten, wie die Abschlusstabelle zeigt – Lennert Parnitzke vom SC Weiße Dame schaffte es sogar auf Platz 5! Spielt ab und zu mal ne Runde Skat mit Oma und Opa und kommt wieder; mit ein wenig mehr Erfahrung müssen sich die alten Titelanwärter warm anziehen! Das war gestern aber sowieso nötig, denn es wurde der kühlste Fünfkampf aller Zeiten. Insofern ist der 1. Mai gefährlicher als ein Juli- oder Septembertermin. Bei 12°C und Nieselregen Boccia zu spielen, erforderte eine ordentliche Portion Durchahaltevermögen. Ein besonderer Dank gilt dem Minigolfmeister im Hammer Park, der nur für unsere Gruppe die Bahnen abzog und öffnete, da bei dem Wetter sonst kein Hund gespielt hätte.

Danke für eure gelegentlich erforderliche Geduld und Hilfe und den gemeinsamen Spaß!

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Bezirksliga: Auswärtssieg! Und dem Hamburger Schachverband sei es geklagt!

Knapp mit 4:3 konnten wir uns gestern bei der Zweiten von Blankenese durchsetzen. Seltsamerweise kippte flüchtig betrachtet keine einzige Partie – insofern war auch der stundenlange Rückstand garnicht so problematisch. Probleme machte allerdings wieder mal die Anfahrt: da man um irgendwann nach 23:30 Uhr kaum noch mit dem HVV zuverlässig zur eigenen Haustür kommt, entschieden wir uns wie auch schon in Richtung Wedel fürs Auto … die katastrophale Verkehrslage im Westen Hamburgs führte zu ca. 70 Min. Stop & Go zwischen Berliner Tor und Flottbek. Etwa die Hälfte der Beteiligten (auch des Heimteams) kam z. T. erheblich zu spät. Und der nächtliche Taxidienst endete um 0 Uhr 50!

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Damit sind wir auf einen Punkt an den Tabellenführer herangerückt! Bisher größte DWZ-Gewinner sind Aaron und Hans-Werner (je ca. +50)!

Hallo Hamburger Schachverbandwann wacht Ihr endlich auf? Das sind Spielzeiten die mit Beruf, Familie und anderen Dingen nur für die Wenigsten akzeptabel sind und eure Argumente für die Erhaltung der aktuellen Bedenkzeit, die ich hier sinngemäß widergebe, sind aus ganz dünnem Holz geschnitzt:

A) Man kann ja freitags spielen.

Nein! 1.) man hat auch Auswärtskämpfe. 2.) es gibt jede Menge Menschen, die nicht regelmäßig Freitagstermine haben möchten und 3.) möchten auch am Samstagmorgen viele was Sinnvolles tun und rechtzeitig aufstehen (und manche müssen sogar arbeiten).

B) Man muss ja nicht bis zum Kampfende bleiben.

Doch! Oder wer räumt dann also auf? – Und: das wichtgste Verbandsturnier ist ein MANNSCHAFTsturnier.

C) Die Spielzeit 90 + 30s/Zug für die gesamte Partie (Partiende in aller Regel vor 23 Uhr!) führt eventuell zu sehr langen nicht einheitlichen Spielzeiten.

Nein! Bei 120 Zügen mit voller Ausnutzung der Bedenkzeit dauert die Partie … na? … Ja: genau die 5 Stunden, die wir jetzt haben. Jeder möge nun seine erlebten Partien von dieser Länge an den Fingern einer Hand abzählen!

D) Die aktuelle Bedenkzeit ist traditionell und gewährleistet eine höhere Qualität der Partien.

Mag sein – aber: sind wir in der Bezirksliga auf den Spuren Laskers? Wir patzen doch alle regelmäßig in der Zeitnotphase – das machts ja sogar spannend! Schach ist ohne Fehler sowieso sinnlos. Wir üben einen Sport aus, der wie andere auch erfordet, gute Entscheidungen in einer überschaubaren Zeit zu treffen! “Wem das  Niveau nicht reicht, der kann ja ab Landesliga aufwärts spielen” wäre im übrigen ein mit A) vergleichbares Argument … Aber nein, den Nachweis bringen seit Jahren viele internationale Turniere und auch unsere Clubmeisterschaft: diese Bedenkzeit ist absolut tauglich und die Schachspieler gewöhnen sich zudem an Bedenkzeiten; und nebenbei wird noch die Zeitnotphase entschärft.

E) – Integration?

Unausgesprochen wird völlig ignoriert: noch nicht volljährige Spieler, ältere Spieler und gehandicapte Spieler, für die es eine besondere Last ist, nachts durch die Stadt zu reisen und dabei oft auf den ÖPNV angewiesen zu sein, werden nicht ermutigt mitzuspielen!

Bezirksliga: Kampf(los)schweine vs. Schachelschweine 4:2

Im gestrigen Heimspiel gingen Robert, Sylvin und Sven wieder über die volle Distanz – das ist insbesondere für diese Drei typisch; mit denen im Team kommst du nie vor Eins ins Bett! Der Kampf war vor der Zeitkontrolle praktisch schon entschieden: Da Hans-Werner wegen Grippe kurzfristig absagen musste und es (mir) nicht möglich war, auf die Schnelle Ersatz zu besorgen, ließen wir Brett 5 frei – der Gegner trugs mit Gleichmut und genehmigte sich ein Feierabendbier. Das ist dennoch nicht unser Ziel.

Aaron schien etwas unterfordert – und machte den Ausgleich in bestem Peter-Timing, bevor das Original ein Endspiel zum Punkt knetete und deutlich später ins Ziel kam. Der einzige Wackelpunkt des Kampfes wurde von Stefans Gegner nicht bemerkt – ein glücklichen Remis – bevor ich meinen Vorteil in wie so oft etwas unübersichtlicher Lage verwerten durfte – Zeitkontrolle – 3,5:1,5.

Die Drei vom langen Ende holten dann noch 1,5 Punkte – es hätten auch 3 sein können, wenn alle ihre Endspielchancen so ruhig und souverän verwertet hätten wie Robert gegen seinen genervt blitzenden Gegner, der scheinbar auf keinen Fall die 30 Minuten Restzeit anbrechen wollte, während Robert seinerseits 29 davon ziemlich sinnvoll nutzte. Doch Sylvin patzte im 40. und konnte sein schwieriges Turmendspiel am Ende nicht halten (ein Fall fürs Karsten-Training am Samstag – 10 Uhr!) anstatt eine Mehrqualität zu verwerten. Und Sven nutzte die unmotivierte Wanderschaft des Königs seiner Gegnerin nicht entschlossen genug aber die erlaubte Spielzeit wie immer voll aus – es würde mich nicht wundern, wenn er nach seinen Partien erstmal unter die Dusche hoppte.

7:3 Punkte – es drohen weder Ab- noch Aufstieg – schöne, entspannte Saison – aber jetzt bitte immer vollständig antreten!

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Oha, Diogenes 3 – 2:5 gegen Eimsbüttel 4!

Aufgrund der Wetterverhältnisse (?) waren um 7 gerade mal 4 Spieler auf jeder Seite anwesend; bis halb 8 füllte sich leider nur Unions Team vollständig; ausgerechnet unser ehemaliger Spieler Uwe ging dann leer aus, weil Hans-Werner eine Mail nicht genau gelesen und die Terminkollision nicht bemerkt hatte – und so zwar Schach spielte – aber für die Baubehörde. Nach Peters Blitzeinsteller stand es also quasi von Beginn an 0:2, wodurch zumindest Sylvin sich später genötigt sah, einen ganzen Punkt herauszuholen, was nach hinten los ging und auch ich wollte noch auf Gewinn spielen als es einen (glücklichen) klaren Remisweg gab aber auf keinen Fall mehr. Erfreulich war dagegen, dass Fabian aus dem Nichts eine solide Partie hinbekam, Sven den ersten Sieg einfuhr und Ramona ihr erfolgreiches Comeback in der Dritten feierte – naja – nun gehts am Dienstag nach Wedel – da soll wieder gepunktet werden mit bisher 6 Zusagen von unseren 10 Stammspielern.

Nur mal so: gelegentlich lange Anfahrtswege oder lange Spielzeiten gehören leider auch zu den Mannschaftskämpfen. Da tut sich ja vielleicht auch langsam zumindest in puncto Spielzeit was im Schachverband. Und jeder hat mal einen Termin, an dem nix geht oder irgendwas schief – aber gerade zu den schwierigeren Terminen könnt Ihr zeigen, was Euch Eure Mannschaft und Euer Verein wert ist!

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Bezirksliga: Diogenes III erkämpft ein starkes 2:2 auf St. Pauli

Verstärkt durch Achim und Klaus aus unserer Vierten traten wir gestern beim Ligafavoriten St. Pauli VI an. Obwohl beim Gegner die Nr. 1 fehlte, stand ein durchschnittliches DWZ- Plus von 50 Pkt auf dem Papier. (Dazu kommt dann noch, dass Oliver von Wersch 130 Pkt weniger als ich in die Saison mitbringt, was gemessen an dem Potenzial, das er zu Oberligazeiten in Pinneberg aufs Brett brachte, ein Witz ist.) Aber wir wollten dem eigentlich im letzten Jahr schon aufgestiegenen Favoriten, der St. Pauli-intern seinen Stadtligastartplatz zur Verfügung stellte, einen offenen Kampf liefern. Dazu zählte, dass Sven und Hans-Werner als Außenseiter von Beginn an Remisfreiheit hatten, was bei Sven überraschend früh vereinbart und von Hans-Werner später sicher erkämpft wurde. Achim hatte daraus richtig gefolgert, dass er auf Gewinn spielen sollte (immerhin gegen gegen Hajo Kehr) und setzte dies schon am Ende der Eröffungsphase formschön um, weil Hajo etwas ideenlos agierte (ein Diagramm müsste Achim mal rüberschicken!). Peter hatte aber vor all diesen Geschichten erneut sehr unkonzentriert verloren. Nachdem Klaus eine wilde Partie aufgeben musste, waren die Bretter 1-3 gefragt, den Rückstand auszugleichen – Achim hatte schon zu Beginn treffend geschätzt, dass wir dort 2,5/3 bräuchten, um Mannschaftspunkte mitzunehmen. Da es nur 2/3 wurden, ist es eben nur 1 Punkt geworden – und damit dürfen wir zufrieden sein. Sylvin überspielte Jörg Dinckel recht souverän, nachdem sich Robert in ein wie-immer-remises Turmendspiel retten konnte, und ich selbst nach etwas planloser Eröffnung das Risiko einging, den mit Blick aufs Endspiel vermeintlich schlechten Läufer beim Tauschgeschäft auf e5 zu behalten, um die schwarzen Felderschwächen um den König herum sofort auszunutzen:

 STP6-DIO3-TR-OW(1) STP6-DIO3-TR-OW-b(2)STP6-DIO3

 

Rieling – v. Wersch nach 26. … Tc-d8 27.Te-g1?! Td3!? (1) – und nach 33.Tg7+ Ke8 (2).

Berechnet und gespielt hatte ich in (1): 28. Txg8+ Kxg8 29. Tg1+ Kf7 30. Db6 (De2 Tf3!)

1.) Und nun sollte der Sc6 nicht mehr sinnvoll zu decken sein – oder??? -> Lösen!

2.) Was ist in (1) von 28. Lg5 zu halten?

Heraus kam dann das Endspiel in Diagramm 2, das Oliver durch Zugwiederholung auf die Turmschachs auf g7 und g8 Remis gab, wohl auch, weil Sylvins Stellung nicht direkt nach Gewinn aussah, aber schon 3 Min. nach unserem Remis von Jörg aufgegeben wurde. Es stellen sich in (2) einige Fragen fürs nächste Dr. Markus-Training:

3.) Kann W mit dem h-Bauern auf Gewinn spielen?

4.) Sollte S mit dem König auf den Damenflügel ziehen, um seinerseits auf Gewinn zu spielen?

5.) Sollte er dazu über das Feld b6 auswandern?

So viele Fragen … beantwortet ist immerhin die Frage, ob die Dritte gut in die Saison gestartet ist und so schmeckte das frisch Gezapfte im Anschluss ordentlich.

Diogenes III – klarer Auftakterfolg in der Bezirksliga

Gegen den Aufsteiger und Außenseiter SF Sasel II bedurfte es nicht einer Glanzleistung zu einem klaren 4:1. Neben souveränen Siegen von Robert, Sylvin und Stefan gab es ein leider kampfloses Geschenk an Aaaron, der gern mal wieder praktiziert hätte. Bis zum letzten Körnchen Sand spielte mal wieder Sven, um eine hin – und her wogende Partie in der Summe verdient, aber am Ende unnötig, in einem komplizierten Damenendspiel zu verlieren (ab, auf die Couch zu Dr. Markus!) Da sollte vielleicht auch ich ein Päuschen einlegen – nach erneuter Experimentalschacheröffnung konnte ich keinen Grund erkennen, das Remisangebot des Außenseiters abzulehnen … in ähnlicher Lage befand sich wohl Peter, während Hans-Werners Punkteteilung in Ordnung war.

Die Luft nach oben sollten wir schon im nächsten Kampf am 30. 1. beim Favoriten St.Pauli 6 durchstoßen, wenn wir da was holen wollen.

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Stadtligaauftakt: Schlappes 4:4 beim Bille SC

Nun gut – dann melde ich mich mal zum Resultat aus meiner eingeschränkten Sicht … wenn keiner was schreibt, wars wohl nicht so doll. Stimmt! Die Biller traten in Bestbesetzung auf, während wir 3 Spieler ersetzen mussten – aber immerhin durch drei, die zuletzt Stammspieler der Zweiten waren. Für mich wars jedenfalls ein gebrauchter Abend: trotz größtem DWZ-Vorteil an den 8 Brettern wurde meine ungenaue Behandlung des langsamen Italieners gerecht bestraft – auch weil mir in meinem initiativlosen Aufbau schlicht nix einfiel und der zu große Zeitverbrauch am Ende zu groben Fehlern führte. Typisch für die Partie war, dass mein Gegner zwar den folgenden hübschen Trick sah, dann nicht entscheidend zupackte und ich nicht in der Verfassung war, das zu nutzen:

Ulrich Peschke – Thomas Rieling nach 23.e5 bzw. 32.Dxb7

Ich war leider der Überzeugung erlegen, 23.e5! (+1,6) verhindert zu haben … doch 23…. fxe5? mit Angriff auf den Lf4 scheitert an 24.Lxh6! Sxh6 25.Sg5+. Nun spielten beide Seiten suboptimal: 23… Sd5 24.exd6?! (Sh5!) Sxf4 25.Dxf4 cxd6 26.Sf1?! d5?! (Lb8!). Ich stand da noch nicht auf Verlust, verpasste – auch durch zu hohen Zeitverbrauch – sogar zweimal die Ausfahrt zu leichtem Vorteil (32… Lxf5! (-0,6)) … bis mir am Ende die von Beginn an dusselige Aufstellung h6 und Kh7 auf der Diagonale a2-h7 zum Verhängnis wurde (Te6 war mehrfach der entscheidende Gewinnzug).

Von den letzten 12 Partien habe ich 2 verloren – beide gegen den neuen Eröffnungstrend, auf den Karsten laut Interview im Schachmagazin 64 eher zufällig mit seiner Veröffentlichung aufsprang – da müssen die e5-Spieler sich nun was einfallen lassen … und die e4-Spieler könnten sich mal nen schönen Namen dazu überlegen – wie klingt denn das? “Langsamer Italiener” – da hilfts ja nicht einmal, dass Magnus den spielt, um daraus attraktives Schach abzuleiten.

Ganz am Ende konnte Robert meine Niederlage ausgleichen – mit Mut, etwas Glück und einer Bauernwalze aus deren Reihe 2 Landwirte einen fehlenden Jogger aufwiegen mussten. Der Rest hielt sich mehr oder weniger in spannungsarmem Rahmen und produzierte dabei halbe Eier – Dominik hätte wohl verlieren, Christian wohl gewinnen müssen. Es bleibt die ruhige Erkenntnis, gegen einen Durchschnittsgegner wenigstens noch nicht entscheidend Federn gelassen zu haben.