Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften

Heute beginnen in Willingen die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften.

Für uns Diogenesen ist sicherlich Tom in der U14 am Interessantesten, aber auch Florian vom HSK in der U12 ist MCG-Schüler und regelmäßig in unserer AG vor Ort.

Alle Infos/Ergebnisse/Live-Partien gibt es unter http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2017/dem/.

Wir wünschen allen Hamburger Spielern und Betreuern viel Spaß und drücken die Daumen!

Deutsche Schulschachmeisterschaften 2017

Dieses Wochenende fanden die deutschen Schulschachmeisterschaften statt.

In der WK M (18.-21.5. in Berlin) belegte das von Kai betreute CPG mit Vivien Leinemann, Diana Garbere, Feiya Zheng, Vicky Nguyen und Edwina Kort mit 9-5 MP einen sehr guten 7. Platz bei 26 Mannschaften (Startranglistennummer 12). Besonders schön aus Diogenessicht ist sicherlich das Ergebnis von Vicky (Jahrgang 2006), die nach zwei Startniederlagen 5 Punkte aus 5 Partien holte.

In der WK IV (18.-21.5. in Bad Homburg) belegte das von Fabian betreute MCG mit Florian von Krosigk, Gerrit Freitag, Jason Parindra, Max Lüthje und Felix Schröter mit 9-9 MP einen guten 18. Platz bei 36 Mannschaften (Startranglistennummer 24).

In der WK II (19.-22.5. in Grömitz) belegte das von mir betreute MCG mit Tom Woelk, Johann Schwank, Fritzi Müller und Nikolas Schenk mit 7-7 MP einen guten 11. Platz bei 18 Mannschaften (Startranglistennummer 15). Hervorzuheben ist dabei, dass wir mit einer sehr jungen Mannschaft fuhren, alle wären auch noch in der WK III spielberechtigt gewesen und dürfen damit auch in 2 bzw. 3 Jahren noch in der WK II antreten. Dabei wurde in den ersten 6 Runden nur gegen höher gesetzte Mannschaften gespielt. Im Nachhinein war vor allem der Start vielversprechend. In den ersten 3 Runden konnte gegen Mannschaften, die am Ende unter den ersten 5 standen, 4-2 MP gewonnen werden.

Für mich war die Reise insgesamt eine schöne Erfahrung, wobei ich an dieser Stelle doch anmerken muss, dass der Spielort/die Unterkunft für mich keinen geeigneten Ort darstellen, um eine Meisterschaft auszuspielen. Zum einen ist die Erreichbarkeit bzw. die Anbindung nicht ganz einfach und stellt für Mannschaften mit weiterem Weg durchaus eine Herausforderung dar, zum anderen ist auch das Spielen im Speisesaal mit dem dadurch nötigen mehrfachen Auf- und Abbau des Materials sicherlich keine Ideallösung. Was mich aber wesentlich mehr gestört hat ist, dass der normale Aufenthalt bei schlechtem Wetter ein kleiner Albtraum geworden wäre. Nur ein Beispiel dafür: Unsere Jugendlichen hatten einen Weg von mindestens 100m durchs nicht überdachte Freie bis zur nächsten richtigen Toilette. Dank des allerdings hervorragenden Wetters konnten wir über Dinge dieser Art lächeln und unsere Freizeit auf dem Bolzplatz oder dem direkt beim Camp befindlichen Strand verbringen.

Alle Ergebnisse zu den deutschen Schulschachmeisterschaften finden sich auf http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dsm/.

 

Dio 1 – Zu Gast in Lübeck zur letzten Runde

Heute spielten wir die letzte Runde der Saison in Lübeck.

Vor dem Kampf war die Situation klar, wir als Vierter gegen den Fünften, für beide Mannschaften konnte es nicht mehr gefährlich werden. Dementsprechend entspannt sollte der Kampf eigentlich werden.

Begonnen hat der Tag dann nicht gut, Markus sagte am Morgen aus absolut nachvollziehbarem Grund ab, wir spielten daher nur zu siebt. Dazu spielte Michael für Almar.

Insgesamt ist der Kampf recht schnell erzählt. Man merkte doch, dass aufgrund der fehlenden absoluten Wichtigkeit die Luft ein wenig raus war. So spielten Christian, Stefan und Axel nach wenig Kampf remis.

Michael kam gut aus der Eröffnung, übersah dann eine einfache Taktik und stand fortan mit Minusqualle da. Aber wie heißt es so schön: Durch Aufgeben ist noch nie ein halber Punkt gewonnen worden, und so kam Michael nach sehr wechselhafter Partie, in der wohl beide nochmal gewinnen konnten, zu einem weiteren Remis. In der Zwischenzeit hatte Roman einen Bauern mitgenommen, wählte aber vermutlich aus drei Feldern genau das falsche Feld für seinen Läuferrückzug und musste sich dann recht schnell geschlagen geben.

Ich habe im vierten Zug festgestellt, dass es vermutlich doch eine gute Idee gewesen wäre, sich ein wenig länger mit dieser Variante zu beschäftigen. Per Zugumstellung war ich im achten Zug dann wieder im Buch, um ab dem seltenen und eher zweifelhaften neunten Zug meines Gegners wieder raus zu sein. In der Folge fand ich gute (und vergleichsweise einfache) Züge, lehnte im zwölften Zug ein Remisangebot ab, opferte hübsch 3 Figuren für Dame, Bauer und Aktivität und stand klar besser. In einem Anflug von völliger Schachblindheit sah ich dann gleich zweimal eine relativ einfache Fortsetzung nicht, die mich glatt auf Gewinn hätte stehen lassen, sondern willigte in die Zugwiederholung ein.

Blieb noch Fabian, der als einziger über die Zeitkontrolle kam und ein wohl besseres Endspiel hatte. Dieses hätte er ohne Probleme noch 2 Stunden lang versuchen können zu gewinnen, was er sich angesichts des Spielstandes aber sparte, wodurch insgesamt ein 3:5 zu Buche stand. Anschließend gingen wir noch nett essen.

 

In der Endtabelle stehen wir mit 9:9 MP auf dem 5. Platz und damit noch in der vorderen Tabellenhälfte. Auffällig: Wir haben gegen alle vor uns platzierten Mannschaften verloren, gegen den 6. Remis gespielt und alle unten geschlagen.

Was ich persönlich schade fand waren die vielen Ersatzspieler, auf die wir zurückgreifen mussten. 12 Ersatzspielereinsätze in 9 Runden ist eigentlich einfach zu viel, erst recht wenn man bedenkt, dass 10 dieser 12 Absagen in der zweiten Saisonhälfte zu finden sind. Damit haben wir auch unserer zweiten und dritten Mannschaft keinen Gefallen getan. Dazu ist es schachlich sicherlich wenig hilfreich, wenn ab Runde 5 jedesmal fast alle hochrücken müssen. Insgesamt sind wir nur zwei Mal in Bestbesetzung angetreten. Da erhoffe ich mir, dass wir kommende Saison mit weniger Personalsorgen zu kämpfen haben.

Aufgestiegen ist wenig überraschend St.Pauli, obwohl sie heute noch eine knappe Niederlage hinnehmen mussten, den Gang in eine Liga tiefer müssen Neumünster und Rostock antreten.

So bleibt mir an dieser Stelle noch all denen zu danken, die sich für die Mannschaft bzw. den Verein engagiert haben, sei es durch problemloses Spielen, Einsatz als Ersatzspieler oder auch Hilfe beim Organisieren verschiedenster Dinge. Zuletzt wünsche ich noch unseren anderen Mannschaften eine schöne und erfolgreiche Restsaison!

Dio 1 – Klare Niederlage

Letzten Sonntag empfingen wir im Fahrenkamp den HSK.

Die Tabelle war klar, wir konnten weder auf, noch absteigen. Trotzdem war es schade, dass wir wie schon beim letzten Kampf gleich 3 Spieler ersetzten mussten, erst recht wenn man die Tabellensituation unserer anderen Mannschaften ansah. Dominik, Oguz und Robert sprangen ein.

So waren wir nominell an jedem Brett leichter Außenseiter.

In der Eröffnung tat sich nicht viel. Als erstes erzielte Fabian noch in der Eröffnung ein solides Schwarzremis. Stefan stand irgendwie etwas seltsam, dafür hatte Robert leichte Vorteile. Sonst war nicht allzu viel los.

Nach etwa 2 Stunden sah es zum ersten Mal nicht mehr allzu gut aus, der HSK erarbeitete sich mehrere leichte Vorteile. Danach habe ich aufgrund meiner eigenen eher zweifelhaften Partie (die aber immerhin ein paar witzige Pointen enthielt) mit knapper Zeit nicht mehr viel mitbekommen. Noch vor der Zeitkontrolle spielte Oguz remis. Leider mussten sich Stefan nach einer relativ klaren Angelegenheit und Robert, dessem Gegner es irgendwie gelang das Zentrum aufzubrechen, geschlagen geben.

Die restlichen Partien gingen bis mindestens in die sechste Stunde. Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass wir verlieren würden, die Frage war nur wie hoch. Letztendlich konnte Axel ein Läuferendspiel mit Mehrbauen gewinnen, während alle anderen nach sehr unterschiedlichen Partien trotz langer Gegenwehr verloren. Insgesamt eine verdiente 2:6 Niederlage, vielleicht einen Tick zu hoch, aber realistische Chancen auf einen Mannschaftspunkt hatten wir an diesem Tag nicht.

Wir fahren schon in knapp 2 Wochen für unserem letzten Saisonkampf zu unserem Tabellennachbarn nach Lübeck. Absteigen können beide nicht mehr, trotzdem wollen wir die Saison natürlich gerne bestmöglich und in der oberen Tabellenhälfte beenden.

Dio 1 – Auf in die Schlacht(ung)

Gestern spielten wir beim ungeschlagenen Tabellenführer St. Pauli. Wir mussten auf gleich 3 Stammspieler verzichten, dafür spielte Michael. Zusätzlich kamen Robert und Fabian H. zu ihren Debüts in der Oberliga. Dazu reisten Fabian, Fabian und ich von der Hamburger Jugendeinzelmeisterschaft an und hatten durch eine anstrengende Woche mit eher wenig Schlaf ein geringes Handicap, ein Problem, das St. Pauli in der Form nicht hat. Gleichzeitig lief St. Pauli mit 1-8 (7 Titelträger) auf. Nominell also eine ganz klare Sache, wir waren an jedem Brett teils krasser Außenseiter.

Um Punkt 11 Uhr erfolgte in Anwesenheit aller Spieler der Startschuss, das war super!

Der Kampf selber ist relativ schnell erzählt. Wir kamen insgesamt ganz anständig aus den Eröffnungen. Als erstes endete Michaels Partie remis, damit war immerhin schon die Gefahr gebannt, es dem HSV gegen Bayern gleich zu tun. Danach passierte einige Zeit lang nicht viel, bis nach nach und nach Stellungen zu unseren Ungunsten kippten. Die Partien von Christian, Stefan, Fabian und Fabian gingen verloren, der Kampf war bereits entscheiden.

Die übrigen Partien gingen über die Zeitkontrolle. Robert spielte eine gute Partie, wollte dann vielleicht etwas zu viel und geriet ebenfalls ins Hintertreffen. Schade! Blieben noch Roman und ich. Ich kam gut aus der Eröffnung, spielte eine Ungenauigkeit und hatte fortan eine ausgeglichene Stellung, in der sich nach und nach abzeichnete, dass WGM Marta Michna einfach etwas besser spielte als ich. Ich versuchte noch im Trüben zu fischen und stellte einige Fallen, die aber allesamt umgangen wurden. Nach etwa 6h15Min musste ich mich geschlagen geben. Trotzdem bin ich mit meiner Partie insgesamt recht zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt verteidigte Roman bereits mehrere Stunden ein Endspiel mit T+L+2B gegen T+S+3B. Letztendlich erfolgreich, nach insgesamt 6h40Min kam ein weiterer halber Punkt dazu.

Insgesamt bleibt mit dem 1:7 eine hohe und verdiente Niederlage. Vielleicht wären 1 oder 2 remis mehr drin gewesen, am Gesamtergebnis hätte das aber nichts geändert.

An dieser Stelle möchte ich gerne auf das Spiellokal hinweisen (meine persönliche Meinung, das kann mancher auch anders sehen). Gespielt wurde in einem Raucherraum am Stadion, in dem Tags zuvor ein Fußballspiel stattfand. Es wurde vorher gelüftet, wodurch die Luft zwar in Ordnung, aber nicht besonders gut war. Platztechnisch hatte jedes Brett einen eigenen Tisch, daran war absolut nichts zu meckern. Dazu gab es Freigetränke, danke dafür! Was mich gestört hat, war die ganz besondere Akustik des Raumes. Beschreiben lässt sie sich eigentlich ganz einfach: wann immer die Tür geöffnet wurde gab es ein lautes Quiiiiiietsch. Dazu sorgte der Boden des Raumes bei einigen Schuhen für ein einfaches quietschen. Zu Beginn des Kampfes war das alles nicht weiter schlimm, als sich aber nach etwa 2 Stunden Zuschauer einfanden, wurde aus dem einfachen quietschen ein je nach Laufstil unterschiedlich penetrantes Quietschkonzert, das durch den unterschiedlichen Rhythmus auch schwierig auszublenden war. Da hätte man genauso gut ein Radio aufdrehen können, das hätte für die Konzentration (zumindest bei mir) keinen großen Unterschied gemacht.

Für uns geht es am 23.04. im Fahrenkamp mit der 8.Runde gegen den HSK weiter. Zeitgleich spielt unsere zweite Mannschaft in der Landesliga die 7. Runde bei der zweiten Mannschaft des SKJE. Bedeutet: Falls ein Ersatz aus der zweiten Mannschaft bei uns einspringt, könnte dieser nicht in der 7. Runde in der Landesliga spielen, da die Kämpfe zeitgleich sind, wäre für die 8. Runde in der Landesliga aber gesperrt, da er Oberliga gespielt hätte. Warum unterschiedliche Runden zeitgleich angesetzt und damit Ersatzspieler bestraft werden, weiß ich nicht. Ich hoffe, dass das möglichst sofort für die Zukunft geändert wird.

Endrunde 2017

Morgen starten die Hamburger Jugendeinzelmeisterschaften 2017 in Schönhagen (11. – 19. März). Von uns ist in jeder Altersklasse jemand dabei.

Medaillen wären dieses Jahr eine kleine Überraschung. Realistisch wären diese in der U14 und M gewesen. Tom W. wäre Titelfavorit in der U14 gewesen, hat sich aber für die U20 qualifiziert und startet dort und Jeanette (wäre Mitfavoritin in der M gewesen) unterstützt – nach einer Absagenflut für die M und der daraus nicht zustandegekommenden M – das Leiterteam.

Wir wünschen unseren Teilnehmern Tom W., Fabian, Johann, Mike, Felix, Bryan, Tom B. und Vicky viel Spaß und Erfolg!

Als Leiter sind von uns Jeanette, Albetina, Fabian und Torben dabei.

Alle Infos und Partien zur Endrunde findet man unter endrunde.com

Dio 1 – Niederlage gegen Schwerin

Gestern empfingen wir als Tabellenzweiter im Fahrenkamp den Tabellendritten SF Schwerin.

Wir spielten nach einigem hin und her letztendlich ohne Almar, wofür Michael zu seinem Debüt in dieser Saison kam. Nominell waren wir gegen den letztjährigen Zweitligisten aus Schwerin leichter Außenseiter (im Schnitt 2214 zu 2240 Elo).

Nach den Eröffnungen war die Situation unklar. Markus und Michael standen gut, dafür standen Christian, vielleicht Axel und ich eher schwierig.

Als Erstes endete Fabians Partie remis. Relativ bald wurde klar, dass Christians vergessener Eröffnungszug nicht ganz unwichtig war und Axel nach einer taktischen Abwicklung (so genau habe ich es nicht gesehen) Material fehlte.

Michael stand bei entgegengesetzten Rochaden mit Mehrbauern gefühlt sehr gut und lehnte ein Remisangebot ab. Im weiteren Partieverlauf griffen beide Seiten an. Auch hier habe ich nicht viel mitbekommen, letztendlich war der Gegner aber leider schneller. Schade, hier war mehr drin!

Also ein recht deutlicher Rückstand, aber entschieden war der Kampf noch lange nicht. Bei mir war nach mal wieder mäßiger Eröffnung recht klar, dass es nicht mehr als einen halben Punkt geben würde, aber Markus, Roman und Stefan waren allesamt mit Mehrbauern eher auf der Jagd nach dem ganzen Punkt.

In beidseitiger Zeitnot entschied sich Roman für die taktische Variante und entfachte durch ein Turmopfer und dem dadurch folgenden gegnerischen Königsmarsch von h2 bis mindestens c2 bei nahezu vollem Brett völliges Chaos. Als sich das Chaos legte stand er leider mit Figur weniger gegen ein paar Bauern da, die dann nach und nach fielen. Wieder schade, auch hier war mehr drin!

Unterdessen brachte Stefan seinen Vorteil mithilfe einer kleinen Taktik sicher nach Hause.

Blieb noch Markus, der im Endspiel mit Mehrbauern gute Chancen auf einen weiteren vollen Punkt hatte. Nach insgesamt 6,5 Stunden gelang es seinem Gegner jedoch eine Philidor-Stellung zu erreichen, remis.

Insgesamt also 2,5 : 5,5. Unterm Strich war der Schweriner Sieg nicht unverdient, fiel aber doch deutlich zu hoch aus, da wir an 3 Brettern realistische Chancen auf mehr Punkte hatten. Leider hat Schwerin an diesem Tag einfach weniger Fehler gemacht als wir.

Weiter geht es am 19.02., wenn wir im Fahrenkamp das aktuelle Tabellenschlusslicht aus Rostock begrüßen, die sicherlich um jeden Punkt kämpfen werden.

Oberliga – Langer Kampf

Heute empfingen wir um 11 Uhr die Schachfreunde Hamburg im Fahrenkamp.

Wir mussten auf Almar verzichten, dafür kam Tom nach seinem Landesligasieg zuletzt zu seinem ersten Oberligaeinsatz in dieser Saison. Unsere Gäste stellten gut auf, sodass sie auf dem Papier durchaus favorisiert waren.

Es entwickelte sich ein interessanter, zu jedem Zeitpunkt offener Kampf.

Nach den Eröffnungen schätzte ich unsere Chancen eher besser ein. Roman stand zwar schlechter, dafür konnten die Stellungen von Fabian und Stefan überzeugen. Meine Wenigkeit spielte in dem Versuch via Zugumstellung ins Buch zu kommen viel zu schablonenhaft, sodass mir schon in der Eröffnung ein einfacher Trick entging, der schnell zu nahezu entscheidenden Vorteil hätte führen müssen. Stattdessen kam ich doch noch zu einer mir bekannten Stellung, die andere Variante wäre mir lieber gewesen…

Dann passierte eine Weile nichts. Anschließend verflachte Stefans Stellung, das erste remis. Wenig später bekam Tom von seinem mehr als 200 Punkte höher eingestuften Gegner ein Remisangebot, ebenfalls remis.

Danach ging es langsam Richtung Zeitkontrolle, wobei dieses langsam doch recht nervenaufreibend war. Axel hatte wie so oft schon relativ wenig Zeit, Roman lebte ab dem 25 Zug nur noch von seinem Inkrement, begann aber zumindest gefühlt besser zu spielen, je öfter er mit maximal 2 Sekunden auf der Uhr seinen Zug machte. Während auch bei mir langsam die Zeit knapp wurde, Christian eher leicht unter Druck stand und Markus Stellung sich zuspitzte (wobei ich nicht allzu viel mitbekommen habe), fand Fabian dank ein wenig Mithilfe seines Gegners einen Weg dem im Zentrum hängengebliebenen König sehr nahe zu kommen und brachte uns in Führung.

Viel habe ich dann erstmal nicht mehr mitbekommen, nach der Zeitkontrolle konnte Christian den Druck abschütteln und Roman seine lange schwierige Stellung in ein besseres Turmendspiel verwandeln, welches dann in zwei verbundenen Freibauern auf g und h gegen einen Turm endete. Beides im Endeffekt remis.

Als nächstes endete auch meine Partie remis, nachdem es mir nicht gelang, aus meiner jederzeit etwas besseren Stellung mehr als den halben Punkt herauszuholen. Die Anmerkungen eines sehr überzeugten Schachfreundes, ich hätte glasklar auf Gewinn gestanden, werden von der Maschine relativ klar widerlegt, trotzdem wäre der vorgeschlagene Zug die beste Möglichkeit gewesen, vielleicht doch noch etwas mehr herauszuholen.

Anschließend musste Markus die Segel streichen, sodass Axel beim Stand von 3,5:3,5 ein zumindest klar schlechteres Endspiel mit D+L+4B gegen D+L+6B remis halten musste, wobei die unterschiedlich farbigen Läufer und die durchaus vorhandene Aktivität seiner Dame zumindest hoffen ließen. Im Lauf der Partie opferte er noch einen Bauern, um sich dafür zwei zurückzuerobern, und er nach ziemlich genau 6 Stunden den halben Punkt holte.

Insgesamt ein durchaus leistungsgerechtes 4:4. Beide Mannschaften hätten mit ein bisschen Glück oder Genauigkeit mehr holen können, mir schien es aber fast, als ob am Ende beide Mannschaften in erster Linie froh waren nicht verloren zu haben.

Weiter geht es am 15.1. in Neumünster.

Oberliga 1. Runde – starker Start!

Gestern begann im Fahrenkamp gegen Marmstorf unsere Oberligasaison.

Ausgangspunkt vor der Saison: Gesetzt an 7 von 10, das Saisonziel Klassenerhalt war damit schnell gefunden. Eine gute Grundlage wäre ein erfolgreicher Start in die neue Saison gegen einen der Gegner, die nominell etwas schwächer besetzt sind als wir. Aber wir waren gewarnt, denn vergangene Saison konnten wir beim 4:4 nicht siegen.

Bei uns fehlte Fabian als Gesamtverantwortlicher unserer Jugendreise, der verständlicherweise dann auch auf besagter Reise weilte. Dafür sprang Dominik ein. Nominell bedeutete das, dass wir an 6 von 8 Brettern favorisiert waren.

Der Kampf selber ist relativ schnell erzählt. Die ersten 2-3 Stunden passierte nicht wirklich viel, insgesamt sah es aber meiner Meinung nach doch eher besser für uns aus.

Zuerst endeten Almars (in gefühlt eher etwas besserer Stellung) und meine Partie (da war einfach nichts drin, nachdem ich in der Eröffnung eine eher zweifelhafte Nebenvariante improvisierte) remis. So weit so gut, schließlich waren das genau die beiden Bretter, an denen wir nicht Favorit waren.

Dann kippten nach und nach die Stellungen und Roman, Stefan und Christian konnten schnell auf 4:1 erhöhen. Die restlichen Partien gingen über die Zeitkontrolle, doch wir konnten recht beruhigt sein. Während bei Dominik Chaos herrschte (zumindest konnte ich die Stellung überhaupt nicht überblicken), hatten Markus und Axel einfach einen Bauen mehr. Schließlich gelang Axel der Siegtreffer, und auch Dominik konnte sein Chaos für sich entscheiden. So blieb noch Markus, der mittlerweile glasklar auf Gewinn stand und den vollen Punkt sicher nach Hause brachte.

In der Summe ein 7:1 Auftaktsieg, vielleicht einen Tick zu hoch, aber ein deutlicher Sieg war durchaus verdient. Besser hätte der Start eigentlich gar nicht laufen können.

Weiter geht es am 20.11. bei Königsspringer.

HPMM – Finale

Diesen Samstag fand im Fahrenkamp das Finale der diesjährigen Hamburger Pokalmannschaftsmeisterschaften statt. Beide Finalisten sind für dern kommenden, überregionalen Pokal qualifiziert.

Gegner war der SKJE, der mit Christoph Schroeder, Rüdiger Zart, Hendrik Schüler und Peter Wirthgen seine nominell stärkste Mannschaft der Pokalsaison aufstellte. Bei uns spielten Stefan, Torben, Ralf und Robert. Nominell bedeutete das den einzigen Kampf der Saison, in dem zwei Mannschaften mit einem Schnitt von über 2100 ELO gegeneinander spielten, wobei der SKJE leicht favorisiert war.

Der Kampf selber ist relativ schnell erzählt. Stefan spielte am ersten Brett mit den schwarzen Steinen gegen Christoph Schroeder vergleichsweise schnell remis, wobei das Gleichgewicht gefühlt nie gestört gewesen war.

Währenddessen war mir mit Weiß gegen Rüdiger Zart am zweiten Brett ein Missgeschick unterlaufen. Das war ein klarer Fall von zu schnell zu viel in der Eröffnung gewollt und dabei ein Eigentor geschossen. In einer Stellung, in der ich dachte schon völlig auf dem Acker zu stehen (was ein Irrtum war, der PC zeigt hier nur etwa -0,2 an), fand ich nicht den besten Weg und fand mich danach tatsächlich in miserabler Stellung wieder. Zu schnell aufgeben wollte ich nicht, sodass ich mich die nächsten 2,5 -3 Stunden durch eine mehr oder weniger verlorene Stellung quälte.

Unterdessen bahnte sich bei Ralf (gegen Hendrik Schüler) und Robert (gegen Peter Wirthgen) an, dass nach den Eröffnungen, in denen ich eher uns leicht im Vorteil wägte, die Lage zu kippen schien. Ralf fand nach einer interessanten Kombination, die den gegnerischen Fianchettoläufer abtauschte, gegen seinen umsichtig agierenden Gegner kein Durchkommen und musste mit ansehen, wie stattdessen auf der anderen Bretthälfte die gegnerischen Türme einbrachen. 0,5:1,5.

Fast gleichzeitig vernachlässigte Robert ein bisschen seinen schwachen Läufer, was nach einer Stellungsöffnung dazu führte, dass sich alle gegnerischen Figuren am Angriff beteiligen konnten, während bei Robert irgendwie ein Läufer und ein Turm nicht so recht ins Spiel fanden. Dann war es auch relativ schnell vorbei und das Finale schon sicher verloren. 0,5: 2,5.

Unterdessen war auch meine Stellung im Prinzip völlig verloren, doch man merkte förmlich, wie mein Gegner ein bisschen mit sich haderte, dass er denn immer noch nicht gewonnen hatte und anfing ein bisschen den Faden zu verlieren. Das führte dazu, dass ich unverhofft einen Freibauen bilden konnte, der nach zwei gröberen Ungenauigkeiten meines Gegners dann seinen Läufer kostete und ich mich letztendlich in einem Endspiel T+S gegen T+4B wiederfand. Ob das Endspiel noch immer gewonnen war weiß ich nicht sicher (vermutlich eher nicht), leicht war es aber nach dem Spielverlauf auf keinen Fall, und gut in Bewegung setzen konnte sich die Bauern auch nicht so recht. Das lief dann letztendlich auf S gegen 3B (2xg,1xf) heraus, was dann nach etwas mehr als 5 Stunden Spielzeit tatsächlich remis war.

Insgesamt also ein 1:3, und ein dem Spielverlauf nach völlig verdienter Sieg für den SKJE. Glückwunsch zum Titel!

Abschließend noch ein Wort zum Pokalwettbewerb, der dieses Jahr insgesamt überraschend klein und erschreckend schwach besetzt war. Nur 11 Mannschaften, und nur 2 davon (SKJE und wir) aus Landes- bzw. Oberliga. Mit Abstrichen kann man auch die Halbfinalaufstellung des HSK dazu zählen. Insgesamt aber war das doch eher mager, was schade ist, da der Pokal eigentlich immer zu schönen Schachpartien in eher entspannter Atmosphäre führt.