Hamburger Schulschachmannschaftsmeisterschaften

Gestern fanden die Hamburger Schulschachmannschaftsmeisterschaften statt. Dabei konnte das MCG Hamburger Meister werden, herzlichen Glückwunsch! Hier eine kurze Zusammenfassung von Fabian, der als Betreuer beim Turnier dabei war:

Mit der Aufstellung Tom Woelk (5 Punkte aus 7 Partien), Florian von Krosigk (5,5/7), Johann Schwank
(6/7), Felix Kort (6/7), Gerrit Freitag (5,5/7), Jason Parindra (5/6),
Friedrich Müller (2,5/5), Max Lüthje (5/5) und Felix Schröter (5/5) trat
das MCG bei den Hamburger Meisterschaften an. Insgesamt wurden sechs der
sieben Wettkämpfe deutlich gewonnen. Nur das Gymnasium Buckhorn konnte
mithalten, dem MCG einen Mannschaftspunkt abnehmen und auch die
restlichen Wettkämpfe gewinnen. Das MCG hatte jedoch die etwas bessere
Zweitwertung (3,5 Brettpunkte) und wurde somit verdient Hamburger Meister.

Das CPG landete auf einem guten 5. Platz. Sie spielten mit der Aufstellung Felix (2/7), Bryan (3/7),
Albert (5,5/7), Albinot (3,5/7), Sam (4/7), Tom (4/7), Vicky (4/6), Damian (5/6) und
Phillip (2/2).

 

Noch eine Anmerkung zum Turnier. Es ist nach wie vor schade, dass das Turnier nun schon seit einigen Jahren als Schnellschachturnier während der Schulzeit ausgetragen wird. Es gibt nun zwar mehr teilnehmende Mannschaften, einige davon kommen aber nicht unbedingt des Schachs wegen. Dadurch laufen auf diesem Turnier einige Schüler herum, die gefühlt genau zweimal im Jahr ein Schachbrett sehen, beim Alsteruferturnier und bei diesem Turnier. Außerdem treten durch die Tatsache, dass das Turnier während der Schulzeit stattfindet, einige Schulen nicht mit ihren besten Mannschaften an. So hat beispielsweise das MCG seit der Einführung dieser Turnierform nicht ein einziges Mal mit der nominell stärksten Mannschaft gespielt (auch dieses Jahr trotz des Sieges nicht). Der Aufwand Klausuren und Co zu verlegen lohnt sich nicht, dafür ist das Turnier leider einfach nicht mehr wertig genug.

Dio I – Klatsche in Lübeck

Heute traten wir in der Oberliga beim Tabellenführer in Lübeck an.

Wir mussten wie in bisher jedem Kampf auf Almar verzichten, dazu konnte auch Axel wieder nicht spielen. Dafür spielten Oguz und Robert. An dieser Stelle ein Dankeschön an Christian und Fabian, die uns sicher und pünktlich nach Lübeck chauffierten. Stefan fuhr direkt.  Lübeck brachte mit vier Jugendlichen einen Eloschnitt von 2267 an die Bretter. Nominell waren wir also an jedem Brett Außenseiter, alles andere als eine Niederlage wäre eine Sensation gewesen.

Der Kampf ist schnell erzählt, es war recht früh klar, dass es wohl keine Sensation geben wird. Nach einem eher frühen Remis von Christian wurden unsere Stellungen nach und nach schlechter.

Zwischen der dritten und vierten Stunde verloren wir an den vorderen Brettern glatt mit 0-4. Die hinteren Bretter waren nicht ganz so eindeutig. Neben Christians Remis hatte auch Tom ein Remisangebot, entschied sich aber weiterzuspielen, für die schachliche Entwicklung sicher gut, im konkreten Fall endete leider auch diese Partie mit einer Niederlage. Der erste volle Oberligapunkt wird aber sicher kommen! Bei Oguz gab es Chaos, nachdem er aus einem Minusbauern irgendwie wilde Komplikationen basteln konnte. Taktisch anspruchsvoll war die Zeit dann zu knapp, eine weitere Niederlage. Bleibt noch Robert. Diese Partie habe ich durchgängig nicht verstanden, irgendwie fand sich eine weiße Dame auf b7 wieder, mit einem auf a8 zuverlässig von eigenem Springer und Bauern eingeschlossenem Turm, von denen sich nichts bewegen konnte. Irgendwie hat sich das ganze aufgelöst, wobei Robert mit  Qualle weniger für ich glaube 3 Bauern rauskam. Das muss gut bis gewonnen gewesen sein. Bei knapper Zeit entstand irgendwann ein Enspiel T+L+3 Bauern (h und doppel-f) gegen 2T und h-Bauer. Das dauerte dann noch eine ganze Weile, Robert fand aber eine gute Aufstellung und konnte sicher remis halten.

Insgesamt haben wir also 1:7 auf die Mütze bekommen. Man muss anerkennen, dass wir heute überhaupt keine Chance hatten und verdient hoch verloren haben. Dabei haben gleich mehrere von uns keinen guten Tag erwischt.

Für uns heißt es nun einmal tief durchatmen, um dann beim Kampf am 10.12. im Fahrenkamp gegen Preetz wieder besser auszusehen.

Dio I – Erfolgreiche 2. Runde

Am Sonntag empfingen wir im Fahrenkamp unsere Gäste aus Marmstorf zur 2. Runde in der Oberliga.

Die Voraussetzungen waren klar: Das wird ein enorm wichtiger Kampf gegen einen direkten Konkurrenten. Wir mussten wieder auf Almar verzichten, dafür sprang erneut Oguz ein, der in der ersten Runde einen wichtigen Sieg beisteuern konnte. Das Aufbauen übernahmen dieses Mal Stefan und Christian, danke dafür!

Pünktlich um 11 Uhr waren alle da und der Kampf konnte losgehen. Als erster war Fabian fertig. Nach einer Woche Jugendreise mit maximal 6 Stunden Schlaf und einer minimal unangenehmen Stellung aus der Eröffnung heraus kam das recht kurze Schwarzremis am ersten Brett durchaus nicht ungelegen.

Ansonsten sah es recht gut aus, wir kamen überall mindestens ordentlich aus den Eröffnungen. Da war es dann auch drin, dass Roman an Brett 2 in vielleicht leicht angenehmerer Stellung gegen den nominell stärksten Gegner ins Remis einwilligen konnte. Inzwischen hatten Christian, Stefan und ich meine auch Oguz einen Bauern mehr. Auch wenn ihre Gegenüber dafür durchaus aktives Spiel hatten, so hatte ich doch den Eindruck, dass wir an keinem der Bretter schlechter stehen sollten. Tom (gefühlt tauschte sich hier einfach der komplette Damenflügel weg) und Axel (eher leicht angenehmer) hatten ebenfalls keine Probleme. Ich war gut aus der Eröffnung gekommen, wonach eigentlich nur 2 Ergebnisse möglich waren.

Leider stellte ich meinen kompletten Vorteil einzügig weg, wonach wieder alles ausgeglichen war. Dazu sah es bei Oguz auf einmal doch eher bedenklich aus und auch Christian musste schauen erstmal nicht mattgesetzt zu werden. Es ging Richtung Zeitnot. Toms Partie endete recht unspektakulär remis, angesichts der Woche Jugendreise mit Schwarz ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis. Dann übersah Stefan bei einem Angriffszug ein Zwischenschach und hatte fortan eine Figur weniger. Fast zeitgleich konnte Christian die gegnerische Aktivität komplett lahmlegen und Material gewinnen. Meine Partie war gefühlt seit mindestens einer Stunde mit jeweils T+L+4B bei jeweils einem Freibauern todremis, da ich den Eindruck hatte, dass keiner von uns zu aktiv werden durfte. Mein Gegner versuchte es dennoch, vielleicht auch aufgrund der Kampfsituation und weil gerade an den anderen Brettern eine Menge passierte. Jedenfalls wagte er sich mit seinem König ein Feld zu weit nach vorne, sodass mein Freibauer auf einmal loslief und den Läufer kostete. Den Rest wollte er sich dann nicht mehr zeigen lassen.

So führten wir nach nach der Zeitkontrolle 3,5 : 2,5. Oguz hatte sich befreit und auch Axel konnte unmöglich schlechter stehen (Kategorie: Wenn man gar nichts macht endet die Partie remis). Also konnte Oguz in vielleicht schon deutlich besserer, aber taktisch schwieriger Stellung Remis machen und uns so bereits den ersten Mannschaftspunkt sichern. Axel schaute nach einem Weg, mehr als einen Halben zu holen. Er fand diesen Weg darin die Türme unter günstigen Umständen zu tauschen und sich dadurch einen Bauern extra zu schnappen. Springerendspiele mit Mehrbauern haben bekanntlich eine hohe Gewinntendenz, die in dem vollen Punkt endete.

Insgesamt also ein 5:3 Sieg. Es war ein knapper Kampf, bei dem ich mir nicht ganz sicher bin, wie die Partien denn zwischendurch einzuschätzen waren. Trotzdem glaube ich, dass der Mannschaftssieg im Ganzen durchaus in Ordnung geht.

Weiter geht es am 12.11., wenn wir zum aktuellen Spitzenreiter nach Lübeck fahren.

Dio I – Saisonauftakt beim HSK

Gestern fand beim HSK die erste Runde der neuen Oberligasaison statt.

Da Markus auf eigenen Wunsch nicht gemeldet ist, sind wir diese Saison recht eindeutig ein Abstiegskandidat, auch wenn nominell noch zwei Mannschaften unter uns stehen. Das Ziel kann also nur der Klassenerhalt sein, und da kann jeder Mannschafts- und Brettpunkt wichtig werden.

Beim HSK mussten wir auf Almar und Axel verzichten, dafür kamen Oguz und Dähnepokalsieger Leon (Oberligadebüt!) zum Einsatz. Nominell war der HSK an jedem Brett etwas stärker als wir einzuschätzen.

In den Eröffnungen passierte zunächst nicht allzu viel, dann übersah Tom einen Doppelangriff, der eine Figur kostete. Da er noch 2 Bauern bekam, kämpfte er noch eine ganze Zeit, an der Niederlage änderte das aber leider nichts mehr.

Leon und Oguz standen leicht schlechter, was Leon dazu verführte eine Figur für zwei Bauern ins Geschäft zu stecken und eine Fesselung auszunutzen. Dabei stellte sich heraus, dass sein Gegner alles decken konnte und seine Mehrfigur verwerten konnte. Unterdessen unterlief Oguz Gegner ein Fehler, der zu einem isolierten f-Doppelbauern führte, den Oguz mit allem belagern konnte, was er hatte. Schließlich fielen die f-Bauern mitsamt Figurentausch. Das Bauernendspiel wollte sich der Gegner nicht mehr zeigen lassen, der Anschluss.

Ich spielte früh wenig ambitioniert, sowohl mein Gegner als auch ich dachten, dass mein Gegner mit Schwarz fast mehr als Ausgleich haben müsste. Die Engine belehrt mich da eines Besseren, mehr als Ausgleich war es tatsächlich nie. Trotzdem ergab sich in der Partie ein seltenes Bild, aus einer Stonewallstruktur heraus spielte mein Gegner e5 und c5, sodass er gleich Bauern auf f5, e5, d5 und c5 hatte. In der Folge bot ich in der Annahme, sonst eher schlechter zu stehen (objektiv nicht wahr), ein Quallenopfer an, welches mein Gegner annahm. Ich bekam dafür einen d-Freibauern und aktive Figuren. Zu viel, als sich der Bauer in Bewegung setzte, der Ausgleich.

Insgesamt sah der Kampf aber nicht allzu gut aus. Roman drückte zwar mit Mehrbauern, ich hatte aber nicht das Gefühl, dass das Endspiel zu gewinnen sei, letztendlich remis. Bei Fabian ein ähnliches, nur umgekehrtes Bild. Er kam gut aus der Eröffnung, versuchte vielleicht etwas zu viel und musste sich dann verteidigen, wobei ich auch hier das Gefühl hatte, dass es wohl remis sein sollte, was es dann auch wurde.

Beim Stand von 3:3 spielten also noch Christian und Stefan, die beide schlechte Endspiele mit Minusbauern verteidigen mussten. Ich war mir recht sicher, dass beide Partien zwischendurch objektiv verloren waren. Aber auch gute bis gewonnene Stellungen müssen gewonnen werden, wie ich selbst schon mehrfach erfahren musste. Und da wehrten sich Christian und Stefan nach Kräften, und zwar so sehr, dass sie beide noch ihr remis bekamen. Zuerst Stefan mithilfe eines schönen Dauerschachmotivs auf der dritten Reihe, und danach auch Christian, der den gegnerischen Freibauern blockieren konnte, ohne dass der gegnerische König sinnvoll eingreifen konnte.

Insgesamt also ein 4:4, welches wir gerne mitnehmen. Es war auch aufgrund der kämpferischen Leistung nicht komplett unverdient, mehr wäre aber wirklich nicht drin gewesen.

Schon in zwei Wochen geht es weiter, wenn wir Marmstorf im Fahrenkamp empfangen.

Leon gewinnt Dähnepokal!

Gestern fand das diesjährige Dähnepokalfinale statt.

Leon hatte sich wie Fabian und Stefan für die Hauptrunde qualifiziert. Während Fabian und Stefan jedoch bei unserer Jubiläumsveranstaltung weilten, wollte Leon die Chance ergreifen und sich vorzeitig über den Dähnepokal für die nächste U20-Endrunde qualifizieren. Voraussetzung dafür war es das Halbfinale zu erreichen. Das gelang durch Remisen mitsamt besseren Blitznerven (jeweils 2:1) in der ersten und zweiten Hauptrunde. Primärziel erreicht.

Im Halbfinale folgte ein schöner Schwarzsieg aus einer Variante mit vorbereitetem Figurenopfer. Im Finale gab es dann nach einem Remis eine weitere Vorstellung guter Blitznerven: 2:0. Herzlichen Glückwunsch!

Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften

Heute beginnen in Willingen die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften.

Für uns Diogenesen ist sicherlich Tom in der U14 am Interessantesten, aber auch Florian vom HSK in der U12 ist MCG-Schüler und regelmäßig in unserer AG vor Ort.

Alle Infos/Ergebnisse/Live-Partien gibt es unter http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2017/dem/.

Wir wünschen allen Hamburger Spielern und Betreuern viel Spaß und drücken die Daumen!

Deutsche Schulschachmeisterschaften 2017

Dieses Wochenende fanden die deutschen Schulschachmeisterschaften statt.

In der WK M (18.-21.5. in Berlin) belegte das von Kai betreute CPG mit Vivien Leinemann, Diana Garbere, Feiya Zheng, Vicky Nguyen und Edwina Kort mit 9-5 MP einen sehr guten 7. Platz bei 26 Mannschaften (Startranglistennummer 12). Besonders schön aus Diogenessicht ist sicherlich das Ergebnis von Vicky (Jahrgang 2006), die nach zwei Startniederlagen 5 Punkte aus 5 Partien holte.

In der WK IV (18.-21.5. in Bad Homburg) belegte das von Fabian betreute MCG mit Florian von Krosigk, Gerrit Freitag, Jason Parindra, Max Lüthje und Felix Schröter mit 9-9 MP einen guten 18. Platz bei 36 Mannschaften (Startranglistennummer 24).

In der WK II (19.-22.5. in Grömitz) belegte das von mir betreute MCG mit Tom Woelk, Johann Schwank, Fritzi Müller und Nikolas Schenk mit 7-7 MP einen guten 11. Platz bei 18 Mannschaften (Startranglistennummer 15). Hervorzuheben ist dabei, dass wir mit einer sehr jungen Mannschaft fuhren, alle wären auch noch in der WK III spielberechtigt gewesen und dürfen damit auch in 2 bzw. 3 Jahren noch in der WK II antreten. Dabei wurde in den ersten 6 Runden nur gegen höher gesetzte Mannschaften gespielt. Im Nachhinein war vor allem der Start vielversprechend. In den ersten 3 Runden konnte gegen Mannschaften, die am Ende unter den ersten 5 standen, 4-2 MP gewonnen werden.

Für mich war die Reise insgesamt eine schöne Erfahrung, wobei ich an dieser Stelle doch anmerken muss, dass der Spielort/die Unterkunft für mich keinen geeigneten Ort darstellen, um eine Meisterschaft auszuspielen. Zum einen ist die Erreichbarkeit bzw. die Anbindung nicht ganz einfach und stellt für Mannschaften mit weiterem Weg durchaus eine Herausforderung dar, zum anderen ist auch das Spielen im Speisesaal mit dem dadurch nötigen mehrfachen Auf- und Abbau des Materials sicherlich keine Ideallösung. Was mich aber wesentlich mehr gestört hat ist, dass der normale Aufenthalt bei schlechtem Wetter ein kleiner Albtraum geworden wäre. Nur ein Beispiel dafür: Unsere Jugendlichen hatten einen Weg von mindestens 100m durchs nicht überdachte Freie bis zur nächsten richtigen Toilette. Dank des allerdings hervorragenden Wetters konnten wir über Dinge dieser Art lächeln und unsere Freizeit auf dem Bolzplatz oder dem direkt beim Camp befindlichen Strand verbringen.

Alle Ergebnisse zu den deutschen Schulschachmeisterschaften finden sich auf http://www.deutsche-schachjugend.de/2017/dsm/.

 

Dio 1 – Zu Gast in Lübeck zur letzten Runde

Heute spielten wir die letzte Runde der Saison in Lübeck.

Vor dem Kampf war die Situation klar, wir als Vierter gegen den Fünften, für beide Mannschaften konnte es nicht mehr gefährlich werden. Dementsprechend entspannt sollte der Kampf eigentlich werden.

Begonnen hat der Tag dann nicht gut, Markus sagte am Morgen aus absolut nachvollziehbarem Grund ab, wir spielten daher nur zu siebt. Dazu spielte Michael für Almar.

Insgesamt ist der Kampf recht schnell erzählt. Man merkte doch, dass aufgrund der fehlenden absoluten Wichtigkeit die Luft ein wenig raus war. So spielten Christian, Stefan und Axel nach wenig Kampf remis.

Michael kam gut aus der Eröffnung, übersah dann eine einfache Taktik und stand fortan mit Minusqualle da. Aber wie heißt es so schön: Durch Aufgeben ist noch nie ein halber Punkt gewonnen worden, und so kam Michael nach sehr wechselhafter Partie, in der wohl beide nochmal gewinnen konnten, zu einem weiteren Remis. In der Zwischenzeit hatte Roman einen Bauern mitgenommen, wählte aber vermutlich aus drei Feldern genau das falsche Feld für seinen Läuferrückzug und musste sich dann recht schnell geschlagen geben.

Ich habe im vierten Zug festgestellt, dass es vermutlich doch eine gute Idee gewesen wäre, sich ein wenig länger mit dieser Variante zu beschäftigen. Per Zugumstellung war ich im achten Zug dann wieder im Buch, um ab dem seltenen und eher zweifelhaften neunten Zug meines Gegners wieder raus zu sein. In der Folge fand ich gute (und vergleichsweise einfache) Züge, lehnte im zwölften Zug ein Remisangebot ab, opferte hübsch 3 Figuren für Dame, Bauer und Aktivität und stand klar besser. In einem Anflug von völliger Schachblindheit sah ich dann gleich zweimal eine relativ einfache Fortsetzung nicht, die mich glatt auf Gewinn hätte stehen lassen, sondern willigte in die Zugwiederholung ein.

Blieb noch Fabian, der als einziger über die Zeitkontrolle kam und ein wohl besseres Endspiel hatte. Dieses hätte er ohne Probleme noch 2 Stunden lang versuchen können zu gewinnen, was er sich angesichts des Spielstandes aber sparte, wodurch insgesamt ein 3:5 zu Buche stand. Anschließend gingen wir noch nett essen.

 

In der Endtabelle stehen wir mit 9:9 MP auf dem 5. Platz und damit noch in der vorderen Tabellenhälfte. Auffällig: Wir haben gegen alle vor uns platzierten Mannschaften verloren, gegen den 6. Remis gespielt und alle unten geschlagen.

Was ich persönlich schade fand waren die vielen Ersatzspieler, auf die wir zurückgreifen mussten. 12 Ersatzspielereinsätze in 9 Runden ist eigentlich einfach zu viel, erst recht wenn man bedenkt, dass 10 dieser 12 Absagen in der zweiten Saisonhälfte zu finden sind. Damit haben wir auch unserer zweiten und dritten Mannschaft keinen Gefallen getan. Dazu ist es schachlich sicherlich wenig hilfreich, wenn ab Runde 5 jedesmal fast alle hochrücken müssen. Insgesamt sind wir nur zwei Mal in Bestbesetzung angetreten. Da erhoffe ich mir, dass wir kommende Saison mit weniger Personalsorgen zu kämpfen haben.

Aufgestiegen ist wenig überraschend St.Pauli, obwohl sie heute noch eine knappe Niederlage hinnehmen mussten, den Gang in eine Liga tiefer müssen Neumünster und Rostock antreten.

So bleibt mir an dieser Stelle noch all denen zu danken, die sich für die Mannschaft bzw. den Verein engagiert haben, sei es durch problemloses Spielen, Einsatz als Ersatzspieler oder auch Hilfe beim Organisieren verschiedenster Dinge. Zuletzt wünsche ich noch unseren anderen Mannschaften eine schöne und erfolgreiche Restsaison!

Dio 1 – Klare Niederlage

Letzten Sonntag empfingen wir im Fahrenkamp den HSK.

Die Tabelle war klar, wir konnten weder auf, noch absteigen. Trotzdem war es schade, dass wir wie schon beim letzten Kampf gleich 3 Spieler ersetzten mussten, erst recht wenn man die Tabellensituation unserer anderen Mannschaften ansah. Dominik, Oguz und Robert sprangen ein.

So waren wir nominell an jedem Brett leichter Außenseiter.

In der Eröffnung tat sich nicht viel. Als erstes erzielte Fabian noch in der Eröffnung ein solides Schwarzremis. Stefan stand irgendwie etwas seltsam, dafür hatte Robert leichte Vorteile. Sonst war nicht allzu viel los.

Nach etwa 2 Stunden sah es zum ersten Mal nicht mehr allzu gut aus, der HSK erarbeitete sich mehrere leichte Vorteile. Danach habe ich aufgrund meiner eigenen eher zweifelhaften Partie (die aber immerhin ein paar witzige Pointen enthielt) mit knapper Zeit nicht mehr viel mitbekommen. Noch vor der Zeitkontrolle spielte Oguz remis. Leider mussten sich Stefan nach einer relativ klaren Angelegenheit und Robert, dessem Gegner es irgendwie gelang das Zentrum aufzubrechen, geschlagen geben.

Die restlichen Partien gingen bis mindestens in die sechste Stunde. Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass wir verlieren würden, die Frage war nur wie hoch. Letztendlich konnte Axel ein Läuferendspiel mit Mehrbauen gewinnen, während alle anderen nach sehr unterschiedlichen Partien trotz langer Gegenwehr verloren. Insgesamt eine verdiente 2:6 Niederlage, vielleicht einen Tick zu hoch, aber realistische Chancen auf einen Mannschaftspunkt hatten wir an diesem Tag nicht.

Wir fahren schon in knapp 2 Wochen für unserem letzten Saisonkampf zu unserem Tabellennachbarn nach Lübeck. Absteigen können beide nicht mehr, trotzdem wollen wir die Saison natürlich gerne bestmöglich und in der oberen Tabellenhälfte beenden.