Als Tabellenführer in die Adventszeit

Am 20.11. durfte die Oberliga-Mannschaft nach Schnelsen in den Riekbornweg, um sich gegen die Königsspringer zu beweisen.

Karsten sagte am Tag zuvor ein 4:4 heraus, und er sollte fast Recht behalten.

Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an, sodass Königsspringer ganz leicht favorisiert war.

Schon nach 2,5 Stunden  konnte ich gegen Frank Lamprecht gewinnen. Ein dubioser Dameninder, dann noch ein paar ungenaue Züge von ihm. Ich hatte Läuferpaar, Entwicklungsvorsprung und Riesendruck. Schon nach 20 Zügen gab er trotz nur eines Minusbauern bei ansonsten aber grausamer Stellung auf!

Nur etwas später musste Almar die Waffen strecken. Sehr solide mit Schwarz aufgebaut, Ausgleich nach der Eröffnung. Dann aber ein ungenauer Abtausch und eine nette Taktik (für den Gegner) zum Abschluss.

Es sah jetzt in der Tat nach 4:4.

Torben stand besser, hatte aber zuviel Angst vor Springerfang, die Stellung verflachte, remis.

Stefan konnte mit Karstens Empfehlung gegen Sizi schon wieder eine volle Stellung erreichen und im Königsangriff gewinnen.

Christian hatte einen merkwürzigen Aljechin auf dem Brett, wo er mehr Springerzüge absolvierte, als der HSV nach der Hinrunde Punkte haben wird. Er stand gedrückt, konnte aber dann das Endspiel recht locker remis halten.

Axel hatte die ganze Zeit ein ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett und so endete es auch. Danke für Deinen Einsatz!

Es stand 3,5:2,5 und Roman hatte eine Qualität gegen wenig Kompensation weniger und Fabian ein wohl besseres Turmendspiel. Roman wird einige Großrechner bauen müssen, um mir beweisen zu können, dass sein Qualitätsopfer in der Eröffnung korrekt war. Jedenfalls, nach der Zeitkontrolle verlor der Gegner den Überblick und Roman konnte dauerschachen.

Obwohl Julian alles versuchte, dem Turmendspiel noch Leben einzuhauchen, hielt Fabian stand.

4,5:3,5 Sieg! Ganz wichtig und weiterhin Tabellenführer!

In 2 Wochen gibt es Zuhause die Hammer Stadtmeisterschaft gegen die Schachfreunde.

Landesliga – 1:5-Pleite gegen Eimsbüttel

Obwohl Union nicht ganz in stärkster Besetzung antrat, waren wir wiederum deutlicher Außenseiter, was uns 2 Jahre lang ja nicht davon abgehalten hat, die Klasse zu halten. Doch außer einem Lichtblick von Tom (Sauber! Erster Landesligasieg!) konnten nur Robert und Christian Gegentreffer vermeiden. Zwischendurch hätten wir den glücklichen Moment fassen müssen, um ein 3:3 daraus zu machen: Während Peter eine sehr aussichtsreiche Stellung gegen den nominell einzigen Schwachpunkt in der Union-Aufstellung nicht umsetzen konnte, gab ich heute wieder ein krasseres Beispiel nicht erzwungener Fehler:

Stelting – Rieling

Nach 39.Td1-c1 kann man den Punkt direkt eintüten – man muss nur richtig rechnen oder riechen … beides gelang mir nicht. Ich setzte mit 39. … Sc7-a6 fort, was im Prinzip den Vorteil hält – aber die Lage ist gefährlich. Nach 40.f6 g6 41.Lf1! Tb6? (Ke8!) übersah ich prompt die permanente Schwäche der Grundreihe: 42.Lxa6 Sxa6 43.Txd5! mit Vorteil, zumal Schwarz nun sehr genau spielen müsste, um an Remis denken zu dürfen, während Weiß immer wieder Drohungen auf der 7. oder 8. Reihe hatte und dementsprechend gewann.

Also: bestens wäre laut Elektrohirn: 39… f6! – aber das muss Biohirn erstmal schnallen bei knapper Zeit. Abzuschätzen war aber schon, dass die verbundenen Freibauern vom Läuferpaar in diesem Moment nicht wirklich zu halten sind – und zwar sehr direkt und z. B. recht witzig mit: 39… Sb3! 40.Txc7 Txc7 41.Lxc7 Sxd4 42.Lxd8 b3 43.Le7+ Kxe7 44.f6+ gxf6 45.exd4 b3 46.Lf5 a4! …a3…a2…a1

– aber nicht: 46… b2? 47.Lf5 fxg5 48. hxg5 f6 49.gxf6+ Kxf6 50.Lxh7 Kg5 51.Kf2 Kf4 52.Ke2 a4 53.Kd2 Kf3 54.Lb1 Kf2 – Remis.

Li-La Landesliga und Skat

Da am Sonntag den 13.11. leider keine WM-Partie stattfand, stellte sich mir die Frage, wie ich mich schachlich oder sonst beschäftigen sollte.

Was liegt da näher, als bei der Landesliga vorbeizuschauen. Da die leider nach wie vor nicht im Internet übertragen wird, musste ich mich Richtung Schlump begeben, wo in irgendeiner Schule bei Weisse Dame das Match stattfand. Trotz der Tatsache, dass mir die Adresse bekannt war, habe ich etwa 30 Minuten gesucht. DIe Adresse „Berlin, Potsdamer Platz“ ist ja schließlich auch nicht eindeutig. Im hinterletzten Winkel einer Schule ohne Beschilderung wurde ich dann letztlich fündig. Bitte, bitte, liebe Weisse Dame, spendiert ein paar Euro für Schilder!

Dort angekommen, sah ich, dass Ralf „ich analysier keine Partien von mir“ H. schon fertig war. Eine Figur mit Schwarz nach <15 Zügen vernascht, so muss man das machen. Nicht nur im Clubturnier auf Normkurs, sondern jetzt auch in der Landesliga erfolgreich. Da sieht man mal, was gute Eröffnungsvorbereitung bringt ;-)

Alle anderen Partien liefen noch. Ich musste los, denn bei den Schachfreunden fand das alljährliche Skatturnier statt.

Landesliga-Endstand war 3,5:4,5, leider. Ich weiß nur, dass Christian K. remis gespielt hatte. 13.Ld2 würde mich interessieren.

Beim Skat-Turnier war ich aus irgendwelchen Gründen der einzige Diogenese, ansonsten noch 19 Schachfreunde, sodass an 5 4er Tischen gespielt wurde.

Nach 2x 30 Runden fand ich mich mit knapp über 1000 Punkten auf dem 8. Rang wieder nach einem 6. Rang vom letzten Jahr. Hat wirklich Spaß gemacht und ich konnte mich über einen Gaumenschmaus, eine französische Käseplatte, freuen, denn das fette Schwein samt Grünkohl war schon  vergriffen.

 

Nachtrag für Jan-Paul:

Farbspiele offen, aus der Deutschen Skatordnung:

5.2.6 Offen als Gewinnstufe kommt bei offenen Farb- und Grandspielen in Betracht. Der Alleinspieler darf hier keinen Stich abgeben. Diese Spiele gelten von vornherein als Schwarz angesagt. Ein Kreuz ouvert als mit zweien zählt demnach 9 x 12 = 108 Punkte; ein Grand ouvert mit vieren zählt 11 x 24 = 264 Punkte.

 

Oberliga 1. Runde – starker Start!

Gestern begann im Fahrenkamp gegen Marmstorf unsere Oberligasaison.

Ausgangspunkt vor der Saison: Gesetzt an 7 von 10, das Saisonziel Klassenerhalt war damit schnell gefunden. Eine gute Grundlage wäre ein erfolgreicher Start in die neue Saison gegen einen der Gegner, die nominell etwas schwächer besetzt sind als wir. Aber wir waren gewarnt, denn vergangene Saison konnten wir beim 4:4 nicht siegen.

Bei uns fehlte Fabian als Gesamtverantwortlicher unserer Jugendreise, der verständlicherweise dann auch auf besagter Reise weilte. Dafür sprang Dominik ein. Nominell bedeutete das, dass wir an 6 von 8 Brettern favorisiert waren.

Der Kampf selber ist relativ schnell erzählt. Die ersten 2-3 Stunden passierte nicht wirklich viel, insgesamt sah es aber meiner Meinung nach doch eher besser für uns aus.

Zuerst endeten Almars (in gefühlt eher etwas besserer Stellung) und meine Partie (da war einfach nichts drin, nachdem ich in der Eröffnung eine eher zweifelhafte Nebenvariante improvisierte) remis. So weit so gut, schließlich waren das genau die beiden Bretter, an denen wir nicht Favorit waren.

Dann kippten nach und nach die Stellungen und Roman, Stefan und Christian konnten schnell auf 4:1 erhöhen. Die restlichen Partien gingen über die Zeitkontrolle, doch wir konnten recht beruhigt sein. Während bei Dominik Chaos herrschte (zumindest konnte ich die Stellung überhaupt nicht überblicken), hatten Markus und Axel einfach einen Bauen mehr. Schließlich gelang Axel der Siegtreffer, und auch Dominik konnte sein Chaos für sich entscheiden. So blieb noch Markus, der mittlerweile glasklar auf Gewinn stand und den vollen Punkt sicher nach Hause brachte.

In der Summe ein 7:1 Auftaktsieg, vielleicht einen Tick zu hoch, aber ein deutlicher Sieg war durchaus verdient. Besser hätte der Start eigentlich gar nicht laufen können.

Weiter geht es am 20.11. bei Königsspringer.

Marmstorf Maximal Malträtiert

Am 16.10. gelang der Ersten der höchste Oberligaauftackbestrafungssieg aller Zeiten. Mit 7:1 wurde Marmstorf im Fahrenkamp zerlegt. Vielleicht ein bisschen zu hoch, aber was soll’s?

Markus, Roman, Axel, Stefan, Christian L. und Dominik konnten gewinnen (4/4 mit Schwarz!), Almar und Torben remisierten.

Happy Halloween!

Lurup nicht zerstört wegen doppeltem Epishin

Moin zusammen!

Am 09. Oktober fand das 12.Luruper Schnellschachturnier statt.

Eine ideale Möglichkeit, vor den Mannschaftskämpfen schon mal warmzulaufen. Leider waren nur insgesamt 22 Teilnehmer dieser Ansicht. Warum dieses Schnellturnier so unbeliebt ist, keine Ahnung. Von Dio dabei neben dem Verfasser dieses an Humor gespickten Artikels noch Schachtennis-Legende und van Wely Bezwinger Christian ‚ich lass mir 2.c3 nicht verbieten‘ Kalla.

Während ich im letzten Jahr bei 16 Teilnehmern mit 9/9 brillieren konnte „Lurup zerstört“ (nur Trisic war Konkurrent) war das Turnier dieses Jahr qualitativ hochwertig besetzt. Es hatte sich nämlich GM Epishin angekündigt.

Nun gingen die Minuten ins Land, es war noch kein Epishin zu sehen, aber er wurde schon mal ausgelost. Dann kam kurz nach 10 ein Russe, der kaum Deutsch konnte, und wurde an Brett 1 hingesetzt. Die Turnierleitung freute sich über den hochwertigen Gast. Stirnrunzeln einiger Teilnehmer. Hatte sich Epishin so stark verändert? Noch stärker wurden die Bedenken, als dieser Spieler in der 1. Runde verlor. Mitten in der 1. Runde kam dann der echte Epishin angehetzt. Nach etlichen Streitigkeiten bekam er einen kampflosen Sieg und durfte dann ab da an Brett 1 weiterspielen. Merke: Nicht jeder, der kaum Deutsch kann, ist automatisch GM.

Nach 9 Runden standen die Preisträger fest. 9/9 von Epishin, ganz souverän. 2. Sieger Oberliga-Spitzenbrett vom HSK Bardyl Uksini mit 7,5/9. Verloren gegen Epishin und gegen mich gerechtes Remisn Den dritten Preis bekam meine Wenigkeit mit 6/9. Verloren gegen Epishin, remis gegen u.a. Uksini, Reddmann, Serrer. Gute Gegner, gute Partien, mehr war an dem Tag nicht drin.

Christian hatte ebenfalls gute Gegner und besiegte u.a. FM Serrer. Er kann mit dem Turnier zufrieden sein.

Zum Ausklang des Tages sind wir noch zum Bok gefahren Wandsbeker Chaussee.

Hier könnt ihr die Endergebnisse sehen: http://schach.svlurup.de/index.htm

Grüße, Markus

Öffnungszeiten – Termine im Herbst – Vereinsmeisterschaft

Hallo liebe Diogenesen!

Da derzeit die gemeinsame Vereinsmeisterschaft mit den Schachfreunden (hier zum Gucken Klicken!) begonnen hat, ergeben sich für unseren Spielabend bis Anfang Dezember folgende Regelungen:

Sicher geöffnet wird unser Spiellokal im LAB, Fahrenkamp 27, nur zu den folgenden Terminen, an denen keine Vereinsmeisterschaftsrunden stattfinden:

Do. 07.10.: Schnellschachturnier

Do. 27.10.: Blitzschachturnier

Do. 17.11.: Schnellschachturnier

Do. 01.12.: Training mit Dr. Markus – Fokus: Bezirksliga und Kreisliga

Do. 15.12.: Turniersimultan

Do. 22.12.: Julklapp-Blitzturnier

Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr – geöffnet wird um 18:30.

Do. 29.12.: Schnellschachturnier mit Gästen und kleinem Preisfond - ab 18:00!

Während der Vereinsmeisterschaftsrunden kann man die Diogenesen also im Spiellokal der Schachfreunde zum Blitzen, Klöhnen oder Trainieren treffen -> Horner Weg 17 ab 18:30!

Natürlich kann man sich bei Bedarf auch im LAB zum Training treffen. Da aber im letzten Jahr während der Clubmeisterschaftsrunden mehrfach vergebens auf zufällige Teilnehmer gewartet wurde, ist es dafür erforderlich, sich zu verabreden – z. B. mit unseren Trainern Markus Hochgräfe und Kai Schoenwolff, die immer einen Schlüssel zur Verfügung haben.

Bei Interesse sendet eine Email-Anfrage an vorstand@scdiogenes.de

 

Schnellschach in Lauenburg

Bei der diesjährigen offenen Lauenburger Stadtmeisterschaft im Schnellschach waren mit Kai, Markus, Tom, Peter und mir gleich 5 Diogenesen vertreten. Wie in den Jahren zuvor wurden 7 Runden mit jeweils 30 Minuten Bedenkzeit gespielt. Mit Matthias Bach, Jonathan Carlstedt, Jonah Krause und Dimitrij Kollars war das Turnier dieses Jahr ziemlich gut besetzt, so dass es auch für Markus schwer werden würde.
Zum Schluss konnte nur Tom einen Rating Preis (<1900) mit nach Hause nehmen, alle anderen gingen leer aus. Markus verlor leider in der 4. Runde gegen den späteren Turniersieger FM Matthias Bach, so dass seine Titelambitionen früh zerstört wurden. Dennoch war es ein nettes Turnier und man konnte den Elbblick genießen. Hier noch die Einzelplatzierungen: 1. Matthias Bach (6,0) 6. Markus Hochgräfe (5,0) 9. Christian Kalla (4,5) 10. Peter Gröppel (4,5) 13. Tom Woelk (4,0) 16. Kai Schoenwolff (3,5)