Bezirksligastart mit Diogenes 3

Aufstellungssorgen plagten Diogenes 3 in den ersten beiden Runden in der Bezirksliga. Gegen die nicht ganz so starke 3. Mannschaft des Barmbeker SC gab es zu sechst (bei einer geplanten und einer ungeplanten kampflosen Niederlage) ebenso ein 4:4 wie nach einem ziemlich spannenden Kampf beim Volksdorfer SK, in recht  guter Besetzung und vollständig, nachdem die Aufstellung quasi bis in die Morgenstunden unklar war.  Das Unentschieden gegen Volksdorf war am Ende kein so schleches Ergebnis – Sylvin hätte in der entscheidenden Phase vielleicht einfach nichts tun sollen anstatt den Gewinn erzwingen zu wollen, dann wäre es wohl ein 4,5-Sieg geworden aber hinterher ist man immer schlauer und reinrufen “Halt die Füße still” ist ja nicht erlaubt; mal rumgucken und den Käptn fragen, ob man Remis anbieten darf – ohne das unbedingt tun zu müssen – aber schon;-)
Ein Dankeschön geht insbesondere an diejenigen, die trotz Terminkollisionen dabei waren – und natürlich an die Ersatzspieler/in! Aufgrund der Tatsache, dass uns Peter und Stefan dauerhaft fehlen und weil die ersten beiden Mannschaften immer wieder Ersatz fordern, bleibt die Bitte an alle bestehen, sich die Termine möglichst frei zu halten, dann ist noch mehr drin in dieser Saison als “nur” ein DWZ-Plus von ca. 120 Punkten, das hauptsächlich auf die Konten der etwas unterbewerteten Scorere Hans-Werner und Yannik geht.
Ansonsten freue ich mich sehr, dass wir mit Michael einen echten Fels in der Brandung haben und unsere beiden Neuzugänge Michele (vor ewigen Zeiten bei SKJE) und Ralf (vor ewigen Zeiten beim SC Venceremos) regelmäßig dabei sein wollen und auch in etwa auf gleichwertige Gegner treffen!
Staffelstatistiken gibts hier:

https://www.hamburger-schachverband.de/hmmprog/Ergebnismeldung/hmmkreuztabelle.php?runde=2&klasse=ad&j=2019

Nächste Runde: Mo. 11. Februar zuhaus gegen den Bramfelder SK.

Ruhe in Frieden, Peter!

Wir trauern um unseren jahrzehntelangen Schachfreund Peter Gröppel und sprechen seinen Angehörigen und Freunden unser herzliches Beileid aus!
Peter musste am 8. Januar 2019 im Alter von 60 Jahren den Folgen der Krankheit nachgeben, die ihn für sein Freunde spürbar schon sehr lange schwächte. In Erinnerung werden wir ihn alle behalten, weil er herzlich war und echt und voller außergewöhnlicher Lebensfreude, die ihn manchmal so in Bann zog, dass man meinen konnte, er hätte sieben Leben – doch er hatte nur dieses eine intensive. Er war großzügig als Unterstützer unseres Vereins, mit seinen Freunden und natürlich mit seiner Frau Nicola – aber auch spontan mit Menschen in Not.
Große Züge gelangen ihm insbesondere um die Jahrtausendwende herum als er auch ein Stütze unserer Oberligamannschaft war. Daher möchte ich hier mit seinem geschickt und sicher erkämpften “besten” Remis an ihn erinnern:
1997 traf er in Runde 6 des 4. Wichern-Opens in Hamburg auf den aufstrebenden IM Boris Kreiman (USA), der 2004 den GM-Titel erhielt und derzeit mit ELO 2481 pausiert.

IM Boris Kreiman (ca. 2400) – Peter Gröppel (ca. 2150)

1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 e6 4.d4 cxd4 5.Sxd4 Dc7 6.Le2 a6 7.0-0 Sf6 8.Le3 Le7 9.f4 d6 10.a4 0-0 11.Sb3 b6 12.Ld3 Sa5!?

13.Sd2 (13.Sxa5 bxa5 gibt Schwarz Spiel in b- und c-Linie … das ereilte mich kürzlich in der LL als ich mal den Sizilianer offen spielte … Peter hätts gewusst.)
13…Lb7 14.De2 e5 15.Kh1 Tfe8 16.Sf3 d5 völliger Ausgleich!

Es folgt massiver Abtausch – weiterhin ohne Angst vor dem Doppelbauern auf a5: 17.Ld2 dxe4 18.Sxe4 Sxe4 19.Lxe4 Lxe4 20.Dxe4 exf4 21.Tae1 Dc6 22.Lxa5 Dxe4 23.Txe4 bxa5

Nach 24.Tfe1 Kf8 25.Se5 bietet sich für Peter die Chance, sogar Vorteil zu erlangen:

25…f6! 26.Sc4 Lc5 =+, doch er entscheidet sich zu 25… f5 26.Txf4 g6 27.Sd3 h5 28.Tc4 Tac8 29.Se5 Ld6?! (29…Lg5 30.Txc8 Txc8 31.c3
Kg7=) 30.Txc8 Txc8 31.Sxg6+- hier sieht es nochmal sehr kritisch aus:

Doch nach 31… Kf7 32.Se5+ Lxe5 33.Txe5 Txc2! strebt Peter zielsicher die richtigen Tauschaktionen an, um trotz Minusbuern den Remishafen zu erreichen, denn Boris muss noch ein entscheidendes Tempo gegen die schwache Grundlinie investieren.

34.Kg1 (34.Txf5+ Ke6= 35.g4 hxg4 36.Txa5 Txb2 37.Txa6+ Kf5 38.Ta8 Tb1+ 39.Kg2 Tb2+ 40.Kg3 Tb3+ =) 34…Kf6 35.Txa5 Txb2 36.Txa6+ Kg5! 37.Ta8 Kf4

38.Td8 Tb1+ 39.Kf2 Tb2+ 40.Kf1 Tb1+ (auch 40…Ta2 41.Ta8 Ta1+ 42.Ke2 Ta2+ 43.Kf1 macht Remis) 41.Ke2 Tb4 42.g3+ Kg4 43.a5 Ta4 44.Ta8

(Auch 44.Tg8+ Kh3 45.Tg5 Txa5 46.Txh5+ Kg4 47.Th8 Ta2+ 48.Kd3 Kf3= bringt nichts) 44…Ta2+ 45.Ke3 Txh2 46.a6 Ta2

47.Tg8+ (47.a7 Ta3+ 48.Kd4 Ta4+ 49.Kd5 Kxg3=) 47…Kh3 48.Tg6 Ta4 49.Kf3 h4 50.Th6 Ta3+ 51.Kf4 Ta4+ 52.Kf3 Ta3+ 53.Kf4 Ta4+ 54.Kf3 Ta3+ und dann ist Schluss mit dem ewigen Tanz.
½-½

Sein “höchster” Sieg gelang gegen unseren Martin Voigt, 2001 – ebenso während des Wichern-Opens und ebenso recht fehlerfrei. Peter spielte was und wann und solange er konnte. Er wollte noch zum Neujahrsturnier, doch nun war etwas endgültig stärker.

Schwarzach04 017  – Mann, war das schön! Auf der Alm, da giabts ka Sünd!

 

Clubmeisterschaft – 7. Runde – Christian Laqua ist Diogenes-Clubmeister 2018!

Zur 7. Runde

Leider war die spannende Schlussrunde (kein Remis!) etwas zerfasert. Aufgrund von Dienstreisen und Haffau! musste auch die Partie des neuen Meisters gegen Achim, die tabellarisch am interessantesten war, vorgespielt werden und Christian wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Am Montag spielten also noch Kai und Fabian darum, punktemäßig gleichzuziehen – mit aber wahrscheinlich schwächerer Buchholzwertung. Kai hatte nach zuletzt durchweg guten Partien jedoch ein “Loch” und produzierte unter leichtem Druck zuviele Fehler, sodass die Partie verloren ging. Damit hier mal wieder was Schachliches aus dem Turnier kommt, zeige ich hier einen witzigen Ausschnitt aus dem Mittelspiel unserer Partie:

TR-KS-18 (1) TR-KS-21v (2) TR-KS-23v(3)

In Diagramm (1) zog ich anstelle des vorteilhaften 18.c4! den dagegen etwas zweilhaften Zug Dh5. Denn dem ersten gierigen Gedanken folgend endet 18… h6 19.Dg6 Df6! 20. Dh7+ Kf7 22. Te3 Th8! (2) 23. Dxh8 Txh8 24.Tf3 Dxf3 25. gxf3 in einem für Kai günstigen Endspiel (3)! Nachdem man dies durchschaut, hofft man in (1) noch auf 18… g6? Doch die Gewinnvariante ist viel länger als ich geschätzt hatte – “gerechnet” kann man es nicht nennen – in Gedanken an Trainer Markus’ ständige Aufforderung  ZU ENDE ZU RECHNEN!” Wie es geht, steht unten … die Partie ging nach 18… h6 mit 19.c4 und etwas weißem Vorteil weiter.

Fabian konnte sich am Nachbarbrett gegen Stefan recht souverän durchsetzen – oder? Zwischendurch war mir nicht klar, ob Stefans Aktivität den geopferten Bauern nicht doch aufwog. Doch am Ende fehlte 1 Buchholzpunkte, um mal wieder Meister zu werden – angesichts des gewonnenen direkten Vergleichs ist die erneute Meisterschaft nach 10 Jahren für Christian aber auch verdient. Nach seinem Sieg gegen Christian Kalla konnte Ralf Hein auf Platz 4 noch den 3. Open-Preis ergattern, nachdem Kai die Niederlage zumindest monetär nichts kostete – er blieb Bester mit DWZ<2000, verwies Achim und Christian auf den 2. und 3. Preisrang.

In der Kategorie DWZ<1600 gab es ein echtes Endspiel zwischen Hans-Werner und Lukas. Ich meine eine sehr interessante Partie gesehen zu haben (könnt ihr gern noch zur Veröffentlichung rüberschicken!), in der HW einigen Druck entfaltete und Lukas Stellung mit König in der Mitte in etwas unkoordinierte Gruppen zu zerfallen schien. Aber der Autodidakt (dachte nach heimischer Beschäftigung mit unserem Sport, vor erst ca. 3 Jahren, dass Schach doch interessant genug sei, es mal turniermäßig zu probieren!) spielt erfrischend schnell, was bei unserem 90 Min.+30s/Zug – Modus dann Fehler bei den Gegnern provoziert. Und so drehte er am Ende die Partie und gewann den 1. C-Preis vor unserem Neuzugang Ralf Blittkowsky, dessen Gegner in der letzten Runde leider nicht antreten konnte.

Nun denn – für die lange Pause wars aus meiner Sicht eine einigermaßen gelungene Wiederauflage unseres Turniers – mit Hoffnung auf mehr Teilnehmer im nächsten Jahr!

VM18T7 VM18R7

Zu Ende gerechnet:

TR-KS-20v2 (4)  TR-KS-21v3 (5) TR-KS-23v2 (6)TR-KS-25v2 (7)

18… g6? 19.Lxg6 hxg6 (bzw. De7 +/-) 20.Dxg6+ Kh8 (4) – und nun??? Doch Dauerschach? Oder nach 21.Te3? Dh4! (5) 22.Th3 Dxh3 23.gxh3 Tg8 -+ gar noch verlieren? Nee!  21.Te5! geht doch! 21… Tf5 22.Txf5 exf5 23.Te1! (6), denn nun geht nach einem Damentausch auf der 7. Reihe der Ld7 mit Te7+ verloren! Oder noch hübscher: 23… Dh4 24.g3 Dd8 25. Df7! +- (7). Es droht Te7 oder der Verlust des Ld7 mit klar gewonnenem Endspiel. Ob ich das gefunden hätte …


 

Zur 6. Runde

Fabian spielt 2018 ein sehr starkes Jahr und ist natürlich in guter Form haushoher Favorit, erneut Meister zu werden – aber im Schach ist die Schlagweite groß und Christian (L) ist sicherlich der unangenehmste der Verfolger gewesen, weil er wie Fabian auch erstmal wenig Fehler macht. Die Partie wurde mir nicht zugespielt – soll nichts besonderes gewesen sein – Fabian hatte einen der wenigen schlechten Tage und Christian war dann mal gewillt, die Chance zu ergreifen, wenn sie geboten wird – und nun konnte auch Kai noch mit einem sicheren Sieg gegen Ralf H aufschließen und damit Restchancen auf seine erste Clubmeisterschaft wahren. In der 7. Runde kommt es also zu einem gemeinsamen Fotofinish, für das nun aufgrund des Buchholzvorteils durch die Auslosung Christian L in der Favoritenrolle ist. Für Gegner Achim geht es aber auch um etwas – nämlich um Platz 1 oder 2 in der Kategorie < 2000 … oder etwa auch um die erste Clubmeisterschaft!? Ja, auch das ist möglich. Wir sind gespannt!

 

(Zur Ansicht: Draufklicken!)

VM18P7 VM18R6 VM18T6

PS: die Tabelle ist nun auch in puncto Buchholz richtig – da war ein unscheinbares Häkchen in der Software die Ursache.


 

Zur 5. Runde

VM18P6    VM18R5

VM18T5

Fast ist sie schon vergessen, denn schon morgen spielen wir Runde 6 – aber Chronist zu sein, bedeutet in Herbsttagen wie diesen wohl auch, chronisch wenig Zeit fürs Beiwerk neben dem auf vollen Touren laufenden Familien-, Sport- und Berufsleben zu haben. Und Webartikel sind eben Beiwerk, das jeder Teilnehmer nach wie vor gern zur Veröffentlichung anbieten möge!

Partien, Gedichte, Anekdoten – bringt zu Hauf’ Ihr Boten!

Was ist passiert? Der Uhrzeit der Meldung nach zu schätzen gab es ein recht schnelles Remis zwischen Kai und Fabian als Nachtrag zu Runde 4 und da aus den Verfolgerduellen Ralf (gegen mich) und Christian L (gegen Christian K) recht überzeugend als Sieger hervor gingen, bringt die nun kommende Runde die Paarung Nr.1 gegen Nr.2 quasi als Fianle. Christian L könnte also alles wieder spannend machen – auch wenns schwer fällt – mit Schwarz, als Außenseiter und als König des präventiven Remis … ich hoffe, das war genug der Provokation!

Um die Preise der Kategorien B (< 2000) und C (< 1600) ist eh wie immer alles bis in die 7. Runde offen. Verabschieden musste sich da bisher nur Peter – aus gesundheitlichen Gründen – gute Besserung!


 

Zur 4. Runde

So – nun sind auch die Nachholpartien beendet. Darunter kam es in den Verfolgerbegegnungen zu 2 spannenden Endspielen mit über viele Züge weniger als 5 Minuten Bedenkzeit für alle Beteiligten, wovon Kai eines (3 gegen 2 Bauern auf einem Flügel im Turmendspiel) gegen Stefan gewinnen konnte. Damit ist er allein Zweiter und hat vielleicht die letzte praktische Chance, Fabian aufzuhalten. Zum Aufeinandertreffen von Nr. 1 und 2 der Setzliste kommt es also noch immer nicht, denn Christian musste froh sein, in einer sehr kampfbetonten Partie gegen Ralf am Ende einen halben Punkt zu retten.

VM18P5  VM18R4

VM18T5

Das entscheidende Ergebnis von Teil 1 der 4. Runde ist, dass sich unser frischer Dähnepokalsieger Fabian wiederum durchsetzen konnte – auch wenn mir zunächst in der Eröffnung der Ausgleich gelang (was bisher mit Schwarz nicht ganz so oft vorkam). In der Diagrammstellung griff ich zu 25 … Td7??, obwohl ich das Motiv kurz zuvor bei 22…. Sc5 bemerkt hatte … und so war nach Df2 sofort Schluss. Maschinen finden 25…. Txd5 gut – das habe ich für zu riskant gehalten. Naheliegend ist wohl Tf7; es gehen aber auch etwas komplizierter Se7 oder f5 … dann wärs ne Partie geworden – so fällt mir gerade nicht ein, wie wir den Mann stoppen wollen?!

Im weiteren kam es mal wieder zum Dauerbrenner zwischen Sven und Achim, den Achim nach 3 erfolglosen Versuchen in der Favoritenrolle mal wieder für sich entscheiden konnte – wenn er die Sturmqualitäten nur rechtzeitig Christian T aus St.Ellingen geflüstert hätte … das tut doch sogar St.Pauli-Fans weh! Und einen leicht überraschenden Sieg landete der Barmbeker Lukas Quitzau, um die Führung in der C-Kategorie zu übernehmen!

FS-TR-25   

(Fabian S – Thomas R, nach 25.Sd5)


Zur 3. Runde

Was hat die 3. Runde gebracht? Weitere Punkteteilungen zwischen vermeintlichen Mitfavoriten – und die alleinige Führung für Fabian, der als klare Nr. 1 und mehrfacher Clubmeister die Favoritenrolle trägt und uns zu enteilen scheint. Zwischen Christian (L) und Thomas wurde der Punkt geteilt, weil Thomas mit schwindender Zeit den Weg zur Verwertung eines deutlichen Positionsvorteils nicht finden konnte und Christian zu wenig Perspektive hatte, um den am Ende vorhandenen Zeitvorteil zu nutzen. Vom Rest der Partien sind bisher keine Analysen eingetroffen;-)
Die wichtigste Nachricht ist sicherlich, dass Ralf Blittkowsky sich entschieden hat, in der nächsten Saison unsere Bezirksligamannschaft zu verstärken – herzlich Willkommen!
Zur Erklärung der folgenden Tabellen:
– Wir haben das Feld in 3 Kategorien (A,B,C) eingeteilt, für die die Preise zur 4. Runde bekannt gegeben werden.
– Die in der Tabelle angegebene Buchholzwertung enhält ein Streichergebnis, da ein Freilos mit dabei ist.
– Wenn Spieler ohne DWZ teilnehmen, kann die richtige Turnierleistung für deren Gegner und sie selbst erst am Ende des Turniers bestimmt werden.
– Partien, die vor Auslosung zur jeweils nächsten Runde noch nicht gespielt sind, werden als Remis angenommen.
VM18P4 VM18R3 VM18T3

Aufgrund von Einsätzen im Betriebssport müssen die Spieler Hans Werner, Ralf Hein und Christian Laqua ihre Partien der 4. Runde auf den Ausweichtermin 29. 10. verlegen! Dann folgt auch die Partie zwischen Achim und Klaus.


Zur 2. Runde

An Tisch 1 und 2 trafen die ersten Mitfavoriten aufeinander, wobei sich Fabian zwar gegen Christian K auch aufgrund der Zeiteinteilung durchsetzen konnte – aber durchaus straucheln konnte (s. Partie weiter unten). Kai und Christian L brachten dagegen etwas nach Art HSV-FCSP aufs Brett: bisschen Gedrohe – aber kaum Angriffe. An Tisch 4 prallte Klaus an Ralf ab, der nun neben Fabian und mir noch die volle Punktzahl aufweist.

Der Autor kann aufgrund seiner Zeiteinteilung gegen den wahren Autoren ;-) nur über seine eigene Partie genauer berichten – hier lohnt sich auf alle Fälle das Endspiel, nachdem er in der Eröffnung einen Bauern mitnahm, diesen gegen die geschickte Verteidigung von Ralf Blittkowsky aber wieder hergab, um dann wieder einen mitzunehmen – spielt sich irgendwie doch besser  – wenn mans kann – naja – man könnte schon besser wie die kurze Endspielanalyse zeigt:

TR-RB-57s(1) TR-RB-62w(2) TR-RB-66s(3)

(Dia 1) 57… Sh6 58.Lb8?! … aber das Bauernenspiel ist doch gewonnen – wie auch nach Se5! Nur das Zählen fällt mit wenigen Minuten auf der Uhr nicht leicht: [58.Lxh6+! Kxh6 59.Kf4 b5 60.Kf5 a5 61.Kxf6 c4 62.e5 b4 63.e6 c3 64.e7 cxb2 65.e8D b1D 66.De3+ Kh7 67.De7+ Kh6 68.Dg7+ Kxh5 69.Dg5#]. Also: 58…a6 59.La7 b5 60.Lxc5 Sf7 61.Kf4 Se5

(Dia 2) 62.Ld4?! Geht – aber macht die Sache nicht so simpel wie: [62.Kf5! Sf7 63.Le7 Sh6+ 64.Ke6] 62…Sc4 63.Kg4 a5 64.Kf5 Sd6+ 65.Kf4 Sc4 66.b3

(Dia 3) Sxa3 67.Kf5 a4 68.Lxf6+ Kh6 69.Lb2 Sc2

TR-RB-70w(4)TR-RB-70s(5) TR-RB-80s(6)

(Dia 4) 70.bxa4?? (Laaauuuufffeeeenn! (e5! +-)) bxa4 71.e5 Se3+ 72.Kf4 Sc4 73.e6 Kxh5 74.e7 Sd6

(Dia 5) 75.Ke5 [ZÜ – 1:0 -aber:] 75…Se8 76.Ke6 Kg6 77.Kd7 Kf7 78.Le5 a3 79.Kd8 a2 80.Kd7

(Dia 6) Sg7! [Aber nicht 80…Sc7?? 81.Lxc7 a1D 82.e8D+ Kg7 (82…Kf6 83.Dh8+) 83.Le5+ +-]

81.Lxg7 Kxg7 82.e8D a1D =!  Mensch spielt eben fehlerhaft – sonst wärs ja auch langweilig.

Hier folgt erstmal das Tabellenwerk (Zum Angucken bitte draufklicken!):

VM18P3 VM18R2 VM18T2

 Achtung:

Nächste Runde ist am 15. 10. – der 8. Oktober ist Ausweichtermin für Verlegungen und es findet ein Blitzturnier statt – da sind Gäste wie immer herzlich willkommen!

Als Nachtrag hier noch die Partie Schulenburg – Kalla mit einigen interessanten taktischen Motiven.


Wie kann Schwarz am Zug deutlichen Vorteil erzielen?

Leider wurde das Motiv, welches nach Le3: fe3: erneut möglich gewesen wäre, nicht genutzt. Stattdessen ergab sich, nachdem die Partie mehrfach klarer durch genaueres Spiel von Weiß hätte gewonnen werden können, folgendes Endspiel:

Wie ist diese Stellung einzuschätzen? Es folgte d4? a7

Wie ist d4 a7 in folgender Stellung zu bewerten? Soll man hier auch aufgeben?

Auflösungen gibt´s beim nächsten Training!


 Zur 1. Runde:

Ja, auch hier hätten wir uns auch aus den eigenen Reihen etwas mehr Teilnehmer gewünscht – aber nach längerer Pause muss sich die ODIOVM erst wieder etablieren.
Auch wenn es hier und da etwas schwer fiel und Ralf Hein geradezu ein Bad im Glückstrank nahm – die Favoriten setzten sich durch. Die Rolle war in Achims Partie gegen Ralf Blittkowsky eben nur scheinbar geklärt, da letzterer vor seiner langen Nah-Schachpause beim verschwundenen SC Venceremos am Spitzenbrett spielte …

Hier folgen also die Ergebnisse und neuen Paarungen. Wenn jemand die Berichterstattung durch ne hübsche Partie oder Kommentare aufwerten möchte: sendet mir Eure Beiträge! Ich stell es dann ein.

VM18P2            VM18R1

 

Der Dähne-Pokal beibt bei Diogenes!

Herzliche Glückwünsche! Fabian Schulenburg konnte am Donnerstag das Finale gegen IM Malte Colpe (HSK) für sich entscheiden!!! Er bekommt den Pokal sozusagen auf kurzem Wege, da Leon Apitzsch Titelverteidiger war.
Aber gibt es überhaupt einen Pokal??? Na, wenigstens eine Ehrentafel vom HSchV. Chefstatistiker Stefan G. müsste mich korrigieren: Dähnepokalsiege hat es für uns zuvor überhaupt nicht gegeben. Vielleicht feiern wir das noch mit einer Analyse des Finales im nächsten Training!?

Urlaub beim Arber-Open

Mann inne Tünn wär dat worm wes! – Oder wie Wolfgang staunend viertelstündlich wiederholte, wenn es vor die Tür – also aus dem Schatten – ging: Kinners, Kinners, Kinners!
Drei alte Männer planten neben dem beschaulichen, nicht allzu stark besetzten Open auch wandernd die Umgebung des vielbesuchten Urlaubsortes zu erkunden – naja – morgens um 9:30 zum Partiebeginn war es schon so bruttig, dass die ca. 600 m Fußweg mit 5 – 10% Steigung eine unerhörte Erhitzung bedeuteten, wenn man nicht so auf Frühsport steht.

Nach 3 bis 5 Stunden Schach lief dann also eher Entspannungsprogramm, so dass der Arber – zumindest aufwärts – nur technisch bezwungen wurde.

Schachlich starteten wir als Nr. 29, 30, 31 von 115 SpielerInnen im Open, 70 im Senioren-Cup und (nur!) 12 in der Internationalen Offenen Deutschen Frauen Einzelmeisterschaft. Ins Ziel kamen wir auf den Rängen 14, 26 und 33, ohne nennenswerte ELO oder DWZ-Änderungen mitzubringen – siehe:

http://www.arberschachopen.com/6.html – da gibt’s auch alle Partien!

Die besten Chancen Plus zu machen, hatte wohl Ralf (5,0/9) in Runde 7 bis 9, machte da aber nur noch 0,5/3. Wolfgang kam zu spät ins Turnier, um es noch gut zu machen und war am Ende mit 5,5 Punkten zufrieden, größere Verluste vermieden zu haben. Und ich belegte mit 6/9 einen schönen 14. Platz, war aber öfter in der oberen Hälfte bei den Paarungen und hatte dadurch einen schwächeren Gegnerschnitt. In Runde 6 vergab ich die Chance, ein zweites Mal an die ganz vorderen Tische zu kommen aber es zogen sich zuviele recht grobe Fehler durch meine Partien – so wie auch gegen den recht interessanten jungen (U18) Tschechen, FM Jan Miesbauer vom Ausrichter SC Bayerwald, der den nicht ganz so starken 4 GMs eigentlich schon überlegen war (+2 =2 -0!) und nur aufgrund einer Niederlage gegen seinen Vereinskollegen IM Ivan Hausner hinter GM Leonid Milov “nur” Platz 2 zusammen mit GM Michail Prusikin belegte.

Mein Fazit lautet: das Turnier ist sehr gut organisiert und daher zu empfehlen, wenn auch Bodenmais etwas langweilig rüberkommt, außer es ist grad Mitternachtsflohmarkt mit Rockmusik auf dem Marktplatz- freitags war das gut – samstags war nur leider alles wieder abgebaut … Und wenn es im nächsten Jahr nicht das geliebte Schwarzach wird, ist mir der Süden für eine Wiederholung erstmal schlicht zu heiß. Vielleicht gibt’s ja auch was in Norwegen oder so.IMG_2999

Gipfel

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Blick nach Bayrisch Eisenstein

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Bodenmais

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3 ohne Tankstelle

Das Aufstiegsgespenst … verjagt Dio3! 1:4 gegen Bille 2!

Da die DAM-Erfolgsstory von DAM-Profi Achim viel schöner ist (Danke + Glückwünsche an alle Beteiligten!) – schreib ich mal mit etwas zeitlichem Abstand …

 

Trotz eines schnellen Punktes von Stefan Haack spielten wir wie paralysiert von der dicken Chance gegen die nominell etwa gleichwertigen Verfolger von der Bille. Beispielsweise zog ich irgendein Kaffehauszeugs, was nach Maschine noch OK war, ich nur leider nicht verstand warum … so dass ich konfus wie in Runde 1 in der Stadtliga auch in meiner persönlichen Runde 12 meinen örtlichen Heimatverein mit einem Punkt beglückte:

Da mein Gegner der immernoch wuchtige Altmeister Sigi Wölk war, sei sein kraftvolles Spiel hier gelobt:

1.d4 Sf6 2.Sc3 d5 3.Lg5 Sbd7 4.f3 h6 5.Lxf6 Sxf6 6.e4 c6 7.e5 Sg8 8.Ld3 e6 9.f4 Db6 10.Sge2 Ld7 11.0-0 c5 12.dxc5 Lxc5+ 13.Kh1 Se7 14.a3 Dxb2 15.Tb1 Dxa3 16.Txb7 a6 17.f5 (1) … ich hatte den Bauern auf b2 genommen, den man nie nimmt … und nun das Problem, dass Nehmen auf f5 sehr gefährlich aussieht (tatsächlich kann man nach 17… exf5 18.Txd7 Kxd7 19. Lxf5+ Kc6!? wohl überleben und so noch die besten Gewinnchancen erreichen …). Nach 17 … Lc8 18.Tb3 Da5 19.f6 gxf6 20.exf6 Sc6 21.De1 Dc7 22.Dh4 (2) hatte ich geteilte Flügel und null Ideen (= viel zuviel Zeitverbrauch), außer möglichst was abzutauschen. Dies gelang dann zwar nach den weiteren Zügen 22… De5?! 23.Sa4! La7 24.Sb6 Lxb6 25.Txb6 Dc7 26.Tfb1 (3) mit 26… Tb8 27.Txb8 Sxb8 28.Db4! Sc6 29.Dc5 Kd8 30.Tb6 Se5 31.Db4 Sxd3 32.cxd3, um in mit 3 min. für 9 Züge im eigenen Saft zu braten (4) … mit a5 wäre Übereben möglich; ich griff erblindet zu 32… Tg8?? 33.Td6+?! (Tc6) Ke8 34.Tc6! 1-0

Wölk-Riel-17 (1)  Wölk-Riel-22(2)  Wölk-Riel-26(3) Wölk-Riel-32(4)

Leider war mein schlapper Auftritt scheinbar das Signal zu diversen Fehlentscheidungen nahezu aller Spieler, die einen günstig stehenden Kampf zu einer klaren Niederlage verdarben – selbst nach 4 Stunden liefen beim Stand von 1:2 noch 5 Partien, in denen durchaus 3 oder 3,5 Punkte möglich waren aber eben auch von den kampstarken Gegnern nicht einfach hergeschenkt wurden. Also: nix ists mit der Tafel für den Bezirksligameister! Den Titel kann sich nun das Überraschungsteam von Eimsbüttel 4 sichern – oder doch die schlingernden Favoriten vom Millerntor? Wir haben jedenfalls gegen die Topteams mit 1:5 Punkten den “Klassenerhalt gesichert” – irgendwie doch Schade!

Dio3-Bil2    BzL-Tab

Die insgesamt aber gute Saison beenden wir beim Tabellenletzten Billstedt-Horn am 21. Juni.

Und dann wird gefeiert – zusammen mit dem Aufstieg der Zweiten, den vielen Klassenerhalten, Einzelmeisterschaften und sogar einem Jugendbundesligaaufstieg???

Am 2. JULI bei FUSSBALL, WURST und auch ner Flasche BIER.

Bezirksliga: “deutlicher” 3:2-Sieg über HSK 14 – Aufstiegsgespenst wieder da!

Nachtrag:

Ach du Sch … nun sind wir Tabellenführer, weil auch St. Pauli an der Überraschungsmannschaft aus Eimsbüttel gescheitert ist! In Runde 8 folgt nun gegen Bille ein Kampf mit Möglichkeit zur Aufstiegsvorbereitung, bevor man in Rd.9 nach Billstedt fährt.

Dio3-BzL-7

Am Ende gingen wir mit unseren Chancen gerade so großzügig um, dass es noch für 4,5 Punkte reichte. Besonders Michael (Link)s Partie sah druckvoll und schon gewonnen aus – aber die Zeitnotphase und seine derzeit geringe Spielpraxis führten zum “Gespenster sehen”, die wohl jeden schon mal am Brett verunsichert haben. Dagegen konnte Fabian (Besch) sehr ähnliche Rahmenbedingungen an Brett 8 gegen den nominell stärksten Gegner in Zeitnot zu einem wichtigen Remis überstehen, weil seine Partie nicht so spannend aber auch nicht so kompliziert angelegt war. Das war die Vorlage für Robert, kurz nach halb zwölf erneut technisch sauber seinen Endspielvorteil zu verwerten! Doch die letzte Bewegung machte – wie so oft – Sven, leider zur Aufgabe – gegen Felix Ihlenfeldt, Sohn unseres langjährigen Spielers Frank. Die DWZ-Differenz … Papperlapapp – diesmal war bestimmt eher entscheidend, dass unsere Gegner mit der bisher ältesten Mischung (fast 30 Jahre, gegenüber sonst zarten Anfang 20) auf unsere knackfrische U50-Rasselbande traf, wo wir sonst üblicherweise das Seniorenklassenalter (Ü55) aufweisen … dass das Diogenes mal passieren würde!?! Und ob man das in Anbetracht von DS-GVO überhaupt noch schreiben darf?!? Kopfschüttel!

Dio3-HSK14

Mehrkampfsieger 2018 ist … nun ja … Ralf Hein!

Leider war nicht nur das Wetter schlecht in Form, sondern auch meine Tabellenkunst und so musste ich dem zum Sieger gekürten Kai leider einen Eingabefehler mitteilen (7,5 anstelle von 7,0 Punkten im Boccia) aber der trugs sehr sportlich mit Fassung – Danke! Und in dem Zuge habe ich auch die Dartwertung korrigiert, da wir immer 3 – 2 – 1 – 0 Punkte in 4er-Gruppen vergeben haben und nicht 4 – 3 – 2- 1, wodurch man bis zu 250 Punkte geschenkt bekäme. Aber auch der halbe Bocciapunkt hätte schon ausgereicht: Ralf, du hast gewonnen – sogar mit einem nicht ganz so knappen Vorsprung und am Montag wird das Siegerfoto nachgeholt!

Außerdem hat auf diese Weise unter den ersten Sieben nur Markus seinen 3.Platz behalten – ab Platz 8 hatte die Änderung keine Folgen.

In der 17. Auflage unseres Mehrkampfes bestätigte Kai also seine 95% Treppchenplätze bei 16 Teilnahmen! Vor der abschließenden Skatrunde standen rund 400 Punkte Vorsprung für Kai zu Buche – aber durch das schwer kalkulierbare Streichergebnis und die übliche Monsteraufholjagd beim Skat von Ralf wurde es am Ende “nur” Platz 2. Unter dem Streichergebnis litten am meisten die Eidelstedter: René und Volker büßten dadurch je 3 Plätze ein.

Sehr erfreulich waren die vielen jungen Neueinsteiger, die auch einige beachtliche Erfolge erzielten, wie die Abschlusstabelle zeigt – Lennert Parnitzke vom SC Weiße Dame schaffte es sogar auf Platz 5! Spielt ab und zu mal ne Runde Skat mit Oma und Opa und kommt wieder; mit ein wenig mehr Erfahrung müssen sich die alten Titelanwärter warm anziehen! Das war gestern aber sowieso nötig, denn es wurde der kühlste Fünfkampf aller Zeiten. Insofern ist der 1. Mai gefährlicher als ein Juli- oder Septembertermin. Bei 12°C und Nieselregen Boccia zu spielen, erforderte eine ordentliche Portion Durchahaltevermögen. Ein besonderer Dank gilt dem Minigolfmeister im Hammer Park, der nur für unsere Gruppe die Bahnen abzog und öffnete, da bei dem Wetter sonst kein Hund gespielt hätte.

Danke für eure gelegentlich erforderliche Geduld und Hilfe und den gemeinsamen Spaß!

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