SKJE 6? Das machen wir mit Links.

Letzten Freitag kam es zum Duell von 2 Teams, bei denen zwischen geplanter und realer Aufstellung große Differenzen bestehen. SKJE 6 hatte laut Rangliste einen anvisierten DWZ-Schnitt von 1505, Diogenes 4 von 1746. Nach der 4. Runde lag der reale Schnitt bei 1341:1518, im besagten Duell 1244:1483. Von daher waren wir in allen belangen Favoriten, zumal wir in der Aufstellung mit 3:1 Links führten.

Obwohl wir in der oberen Hälfte der klarere Favorit waren, entschieden letztlich die hinteren Bretter. David Link war (das einzige Brett, wo wir DWZ-Außenseiter waren) als erster überfordert, wenig später holte Klaus relativ sicher den Ausgleich.

An den anderen Brettern sah es wie folgt aus: Michael hatte einen Bauern weniger, die Stellung war schwer zu bewerten, aber vermutlich nicht besser. Bei Andreas sah es recht ausgeglichen aus, auch hier fiel mir eine Abschätzung schwer. Ich gab vorübergehend einen Bauern für mehr Aktivität, und dank gewisser Mithilfe meines Gegners stand ich, als ich den Bauern zurückerobert hatte, auf +2.

Ramona stand gegen Jasmin Link relativ schnell schlechter, nach eigener Aussage, weil sie die eigene Eröffnung nicht kannte, bzw. weil sie schlecht gespielt hat. Jonas Link stand meines Erachtens leicht besser, und lehnte dann auch ein Remisangebot ab. Noch etwas besser stand Mattis.

Das 2:1 konnte ich dann erzielen, es folgten ein Remis bei Andreas, der in gewisse Zeitprobleme kam, eine Niederlage bei Ramona und der Sieg von Mattis. 3,5:2,5, und es spielten noch Michael und Jonas.

Das klingt allerdings besser als es war, Michael hatte ein gewisses Zeitproblem und noch immer einen Minusbauern, Jonas lehnte ein weiteres Remisangebot ab – obwohl er gerade auf dem Weg in ein Endspiel mit Minusbauern begab. Doch dann passierte etwas, was halt in der Kreisliga um 22 Uhr bei einem Duell zweier  U12-Spieler vorkommt. Jonas hatte T+S+3B (auf f,g,h), sein Gegner T+S+4B (auf a,b,f,g), was bei normalen Verlauf eine Niederlage bedeuten müsste. Allerdings stand der gegnerische König auf f3, der Turm auf c6 und Jonas S auf e6, es drohte also Sd4 mit Qualitätsgewinn (der Turm war irgendwie vom Springer gedeckt). Leider war Jonas nicht am Zug, und sein Gegner zog den Turm nach h6. Jonas brachte seinen Turm nach c8, und hier sah sein Gegner, einen Turmabtausch anzubieten mittels Tc6.  Und so ging plötzlich doch noch Sd4, jetzt aber mit Turmgewinn, und dem anschließenden 4,5:2,5. Michael kam dann auch ans Brett und wunderte sich, wieso Jonas einen Mehrturm hatte, war damit aber zufrieden.

Weniger zufrieden war Michael mit seiner Partie, auch wenn er letztlich Material zurückgewinnen konnte. Und so hatte er noch weniger als 5 Minuten, um folgendes Endspiel zu gewinnen:

Ich bin nicht mehr sicher, wer hier am Zug war, im Endeffekt reichte es für ihn nur zu einem Remis – trotzdem ein 5:3 und die Tabellenführung. Der Aufstieg ist aus eigener Kraft möglich, allerdings spielen wir noch gegen die beiden engsten Verfolger – diesen Freitag geht es gegen HSK 22 weiter.