{"id":75,"date":"2009-03-29T23:00:00","date_gmt":"2009-03-29T21:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=75"},"modified":"2009-03-29T23:00:00","modified_gmt":"2009-03-29T21:00:00","slug":"ein-wimpernschlag-fuer-den-klassenerhalt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=75","title":{"rendered":"Ein Wimpernschlag f\u00fcr den Klassenerhalt"},"content":{"rendered":"<p>Sonntag, 29.03.09 kurz vor 3 Uhr nachmittags. 39. Zug. Markus Lindinger hat noch 5 Sekunden, Tsung noch 1 Sekunde \u00fcbrig f\u00fcr 2 Z\u00fcge. Tsung hat Weiss, blitzt und hat immer noch 1 Sekunde, Lindinger zieht, hat noch 4 Sekunden. Tsung hat einen Bauern weniger, daf\u00fcr etwas Initiative. Blitzschnell macht er den 40.Zug, es reicht gerade noch. Lindinger zittert, \u00fcberlegt, zieht Sf8 und trifft die Uhr nicht richtig, dann doch, und verliert um einen Wimpernschlag nach Zeit\u00fcberschreitung! Dramatik pur, den auch die &lt;sarkasmus an&gt; zahlreichen angereisten Zuschauer &lt;sarkasmus aus&gt; bewundern konnten.<br \/>  <!--more-->  <br \/> Auch an anderen Brettern spielen sich wunderliche Szenen ab. Der Reihe nach:<\/p>\n<p> Markus spielt zum dritten Mal Slawisch mit a6, Pajeken holte nichts aus der Er\u00f6ffnung raus, die Stellung ist verflacht und es wurde sich auf remis geeinigt.<\/p>\n<p> Stefan spielt einen merkw\u00fcrdigen Franzosen und er steht wohl schlechter und nimmt deswegen recht fr\u00fch das Remisangebot des Gegners an. Ich hab ja diverse Male das Remisverhalten kritisiert, hier lief alles korrekt \ud83d\ude09<\/p>\n<p> Michael hatte es mit einem Knirps zu tun, stand wie \u00fcblich besser nach der Er\u00f6ffnung, diesmal hielt er aber seine Stellung auch gut und konnte \u00fcberzeugend gewinnen.<\/p>\n<p> Dirk konnte gegen Remisk\u00f6nig Nugel in ein besseres Endspeil einlenken und deswegen das Remisangebot des Gegners, dem noch 4 weitere folgen sollten, ignorieren. Er holte nach und nach mehr raus aus der Stellung und stand wohl auch auf Gewinn, bis er in einem einzigen schlechten Zug einen Bauern einstellte. Massives Gl\u00fcck f\u00fcr uns, dass Dirk aufgrund seiner gewaltigen Spielst\u00e4rke soviel Respekt einfl\u00f6\u00dft, dass der Gegner trotzdem remis anbot, was Dirk sofort annahm!<\/p>\n<p> Christian kam im Aljechin gut aus der Er\u00f6ffnung heraus und hatte eine Stellung, die ihm wohl lag. In beiderseitiger Zeitknappheit gab es diverse einfache M\u00f6glichkeiten, gleich mehrmals zu gewinnen, aber Christian w\u00e4hlte leider die so ziemlich einzige M\u00f6glichkeit, den Gegner entwischen zu lassen und bot remis an. \u00c4rgerlich und das unsch\u00f6ne Ende einer verkorksten Saison.<\/p>\n<p> Wer zusammenrechnet, kommt auf einen Zwischenstand von 4:2, so dass Axel in deutlich besserer Stellung remis machte. Danke f\u00fcr den mannschaftsdienlichen halben Punkt! Da machte es dann auch nicht mehr so viel aus, dass Holger nach langem Kampf mit schlechtem L\u00e4ufer gegen Springer im Endspiel verlor.<\/p>\n<p> 4,5:3,5 gewonnen. Das war bitterst notwendig. Ein 4:4 h\u00e4tte n\u00e4mlich nicht nur einen Mannschaftspunkt weniger bedeutet, sondern um einen halben Brettpunkt zuwenig nur zum vorletzten Platz gereicht, wo sich jetzt die Schachfreunde wiederfinden. Auch Preetz ist \u00fcberraschend noch hinter uns.<\/p>\n<p> Wir sind auf einem guten 7. Tabellenplatz mit 8 Mannschaftspunkten und feirten das ganze beim Jugoslawen Horner Rennbahn. Die schonungslose Einzelkritik kann an sp\u00e4terer Stelle erfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 29.03.09 kurz vor 3 Uhr nachmittags. 39. Zug. Markus Lindinger hat noch 5 Sekunden, Tsung noch 1 Sekunde \u00fcbrig f\u00fcr 2 Z\u00fcge. Tsung hat Weiss, blitzt und hat immer noch 1 Sekunde, Lindinger zieht, hat noch 4 Sekunden. Tsung hat einen Bauern weniger, daf\u00fcr etwas Initiative. 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