{"id":5328,"date":"2024-02-15T17:04:13","date_gmt":"2024-02-15T16:04:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=5328"},"modified":"2024-02-15T17:04:12","modified_gmt":"2024-02-15T16:04:12","slug":"herzliche-glueckwuensche-zum-siebzigsten-werner","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=5328","title":{"rendered":"Herzliche Gl\u00fcckw\u00fcnsche zum Siebzigsten, Werner! Nun mit Update!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dr. Werner Schulenburg ist einer unserer Gr\u00fcnder<\/strong> &#8211; und pr\u00e4gt unseren Verein auf ganz besondere Art und Weise. <!--more-->Einerseits war er in den ersten Jahren Spitzenspieler und im MCG, noch beim SC Concordia einer unserer Jugendtrainer\u00a0 &#8211; und zwar ein anspruchsvoller. Das kann ich erz\u00e4hlen, weil ich selbst bei ihm trainierte und das Gef\u00fchl hatte, bei Werner auch in Bereichen herausgefordert zu werden, in die sich der Jugendliche, zum offenen Schlagabtausch &#8222;erzogene&#8220; e4-Spieler nur gequ\u00e4lt begibt: die saubere Beurteilung positioneller Aspekte, ohne die Taktik zu vernachl\u00e4ssigen (Fabian und Torben k\u00f6nnen genau das!). Der mir von ihm empfohlene und noch immer in meinem Schachbuchregal nicht vollkommen verstaubte Klassiker &#8222;666 Kurzpartien&#8220; von Kurt Richter unterstreicht diese Note einerseits und lockert das positionell verknotete Hirn andererseits. Aber dies ist ja nur die kleine anekdotische Wirkung auf mich. Werner wurde auch Familienmensch &#8211; drei der vier S\u00f6hne des Ehepaars Schulenburg sind zusammen mit ihm Mitglieder unseres Vereins. Martin ist nach wie vor F\u00f6rdermitglied wie auch Werner selbst und Fabian und Torben kennt Ihr &#8211; nicht &#8222;nur&#8220; als Spitzenspieler sondern auch besonders als Diogenesen mit Verantwortungsgef\u00fchl, die unsere Jugendarbeit \u00fcber mehr als ein Jahrzehnt pr\u00e4gten und bis heute unterst\u00fctzen und regelm\u00e4\u00dfig Zeit f\u00fcr unseren Vorstand geben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5330\" aria-describedby=\"caption-attachment-5330\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1978-Herford-Schach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5330\" src=\"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1978-Herford-Schach-247x300.jpg\" alt=\"Werner, Martin,  Stolli, Pommi Tonne\" width=\"460\" height=\"559\" srcset=\"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1978-Herford-Schach-247x300.jpg 247w, http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/1978-Herford-Schach.jpg 1846w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5330\" class=\"wp-caption-text\">Werner, Martin,<br \/> Stolli, Pommi<br \/> Tonne<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Und nun gebe ich sehr gern weiter an deinen besten Freund aus Gr\u00fcndungszeiten<\/strong> &#8211; unseren nicht ganz an unserer Existenz unschuldigen <strong>&#8222;Pommi&#8220;<\/strong>:<\/p>\n<div class=\"x_signature\">\n<p><em>70 Jahre und ein bisschen weise \u2013 das gilt jetzt auch f\u00fcr das andere Gr\u00fcndungsmitglied unseres Vereins, Dr. Werner Schulenburg. Und ich kenne ihn sogar noch l\u00e4nger als die stolzen 46 Jahre, die unser Verein jetzt schon existiert, n\u00e4mlich seit 1965. Das war das Jahr als ich meine erste Jugendgruppe am MCG aufmachte, letztlich die Gr\u00fcndungszelle des SC Diogenes, denn f\u00fcnf der sieben Gr\u00fcndungsmitglieder (neben uns beiden Michael Stollberg, Rainer Teichmann und Wolfgang Rothe) waren in meiner Gruppe. Es war eine tolle Zeit, mit Freundschaften, die bis heute gehalten haben, viel Schach und mit vielen verr\u00fcckten Ideen, die die Schulschachgruppe und damals noch den SC Concordia mit an die Spitze des Hamburger Jugendschachs brachten.<\/em><\/p>\n<p><em>Und eine solche verr\u00fcckte Idee war es auch, die uns 1977 auf die Idee brachte, einen eigenen Schachverein zu gr\u00fcnden, einen Verein f\u00fcr unsere Jugendlichen. Das funktionierte bei Cordi schon l\u00e4nger nicht mehr, und damals sagten wir uns: Und wenn es nur ein paar Jahre sind, wir machen das!<\/em><\/p>\n<p><em>Auch Werner war mit Begeisterung dabei, und die konnte auch nicht tr\u00fcben, dass wir Erwachsene \u2013 anders als die Jugend \u2013 ganz unten anfangen mussten. Das war weder f\u00fcr uns noch f\u00fcr unsere Gegner ein Vergn\u00fcgen, und wir machten uns immer einen kleinen \u201eSpa\u00df\u201c daraus zu wetten, wer von uns denn als Schnellster fertig sein w\u00fcrde. Die 70erJahre sahen uns aber auch auf Schnellturnieren in ganz Deutschland, und von einem solchen Turnier brachten wir ein kleines Bierfass Herforder Plis mit, dass beim WM-Er\u00f6ffnungsspiel gegen Polen geleert und zu unserer Vereinstonne wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>An einem Montagabend, schon damals und jetzt schon lange wieder im Fahrenkamp, sprach Werner mich an und zeigte mir das Foto einer jungen Frau. Und die treffen wir auch heute noch jedes Mal wenn wir bei Werner sind \u2026<\/em><\/p>\n<p><em>Werner studierte dann erfolgreich Betriebswirtschaft (wesentlich zielstrebiger als ich\u2026) und arbeitete dann ebenfalls erfolgreich Jahrzehnte in einer Unternehmensberatung. Und in einem weiteren Punkt war er erfolgreicher als ich: Er hatte nicht nur drei, sondern vier Kinder, die er alle zum Schachspielen brachte, und mit Fabian und Torben leistete er einen sehr, sehr nachhaltigen Beitrag daf\u00fcr, dass unser Verein noch heute mit immer noch dem gleichen Grundkonzept, n\u00e4mlich der Einbindung des eigenen Nachwuchses, erfolgreich arbeitet.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich w\u00fcnsche Werner, der auch durch seinen unersch\u00fctterlichen Optimismus zahlreiche gesundheitliche Krisen souver\u00e4n gemeistert hat, noch viele, viele sch\u00f6ne Jahre zusammen mit \u00a0seiner Familie, seinem Enkelkind und nat\u00fcrlich auch mit meiner Familie, im Ki-Treff (der Name ist eigentlich etwas \u00fcberholt) und im monatlichen Doppelkopf \u2013 nat\u00fcrlich mit Michael Stollberg und Wolfgang Rothe. Was gibt es Sch\u00f6neres als Freundschaften, die ein Leben lang halten!<\/em><\/p>\n<p>(Michael Pommerening, Wandsbeker)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und ein weiterer Weggef\u00e4hrte &#8211; vielleicht der bekannteste unseres Vereins, berichtet Interessantes mit Werner, das Euch nicht verborgen bleiben darf (&#8230; nur weil ich bei ihm recht sp\u00e4t anfragte):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Werner Schulenburg \u2013 der Grandseigneur im Verein<\/strong><\/p>\n<p><em>Es war Ende der Neunziger als mich, damals Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Schachjugend, ein Vater bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Oberhof ansprach. Gut, das ist nichts Besonderes, das passiert st\u00e4ndig, doch dieser Vater hie\u00df Dr. Werner Schulenburg. Er begleitete als Schachpapa Fabian zur DEM. Und das war eine echte \u00dcberraschung. Seit vielen Jahren hatte ich nichts mehr von ihm geh\u00f6rt, war ja auch seit 1990 in Berlin ans\u00e4ssig, und nun stand er vor mir: der fr\u00fchere Jugendspitzenspieler, Jugendtrainer und mit mir zusammen Gr\u00fcndungsmitglied des SC Diogenes! Und jetzt als Papa, dessen Kind ich nun betreue.<\/em><\/p>\n<p><em>Da kamen Erinnerungen hoch an ihn, nat\u00fcrlich auch an Michael Pommerening (Pommi), Michael Stollberg (Stolli), Detlef Melzer, Rainer Teichmann, R\u00fcdiger Haase und viele andere.<\/em><\/p>\n<p><em>Sie alle haben uns zum Schach gebracht, haben uns trainiert, motiviert. Ihr Vorbild war so gro\u00df, dass wir ihnen gefolgt sind in der Jugendleitung, in der Begeisterung f\u00fcr den Schachsport.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir die Nachfolgergeneration hatten eigentlich keinen pers\u00f6nlichen Grund uns vom SC Concordia zu trennen. Das betraf mehr die Genannten, die bei Cordi schachlich kaltgestellt wurden und daher die Idee hatten, einen eigenen Verein zu gr\u00fcnden. Doch ein Verein ohne Jugend? Da kamen wir ins Spiel, J\u00f6rn Claussen, Joachim Harnack und ich, die damals schon den Jugendbereich leiteten, die Schachgruppe am Matthias-Claudius-Gymnasium. Wir sagten zu und brachten die Kinder und Jugendlichen mit in den neuen Verein.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie gesagt, das klappte nur, weil das Verh\u00e4ltnis von uns zu unseren Trainern so gut war, dass wir ihnen guten Gewissens folgen konnten und wir die Idee dann gemeinsam realisieren konnte.<\/em><\/p>\n<p><em>In meiner Erinnerung an fr\u00fcher ragte aus der genannten Gruppe Werner immer heraus, er spielte eine besondere Rolle. Schachlich wohl der Beste, oder doch Pommi? Sollen die sich drum streiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Werner war f\u00fcr uns Kinder, Jugendliche eine Respektperson, aber keiner mit dem man \u00fcber Tisch und B\u00e4nke springen konnte. Er zeigte sich immer etwas reserviert. Er stand bei Fu\u00dfballspielen zum Beispiel auf den Schachreisen adrett gekleidet neben dem Spielfeld und schaute zu. Ganz anders Pommi, der sich entweder als Mittelst\u00fcrmer oder Torwart ins Get\u00fcmmel st\u00fcrzte und verdreckt den Platz verlie\u00df. Das war nichts f\u00fcr Werner. Sport? No way, Schach als Sport reichte ihm vollkommen. Und dass er sich an Wasserschlachten in den Fluren der Schullandheimen beteiligte, daran kann ich mich nicht erinnern, ganz anders als bei Stolli oder Detlef.<\/em><\/p>\n<p><em>Daf\u00fcr war er f\u00fcr jedes Spiel zu gewinnen, bei dem man seinen Kopf benutzen musste. Er war eine Institution im Verein, anerkannt und gesch\u00e4tzt. Und er passte bestens ins Team rund um Pommi. Gute Teams entstehen, da sich dort unterschiedliche Charaktere treffen und zusammenfinden. So war das sp\u00e4ter auch, als die nachfolgenden Generationen in Werners Fu\u00dfstapfen und die der anderen traten und hoffentlich im Sinne von ihnen die Arbeit fortsetzten.<\/em><\/p>\n<p><em>Werner und Co haben uns dabei gut beraten und bei unseren ersten Schritten mit Tipps geholfen. Nicht besserwisserisch, aber unsch\u00e4tzbar wichtig f\u00fcr unsere eigene Entwicklung Verantwortung zu \u00fcbernehmen und gute Jugendarbeit zu machen.<\/em><\/p>\n<p><em>Lieber Werner, herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum Siebzigsten.<\/em><\/p>\n<p><em>Als ich davon h\u00f6rte, war ich \u2013 gerade selbst 66 geworden \u2013 \u00fcberrascht, dass so wenige Jahre zwischen uns liegen, im R\u00fcckblick dachte ich, es w\u00e4ren viel mehr Jahre. So verschwimmt alles in der Erinnerung.<\/em><\/p>\n<p><em>J\u00f6rg Schulz<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Werner Schulenburg ist einer unserer Gr\u00fcnder &#8211; und pr\u00e4gt unseren Verein auf ganz besondere Art und Weise.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5328","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5328","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5328"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5328\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5345,"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5328\/revisions\/5345"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5328"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5328"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5328"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}