{"id":4585,"date":"2022-05-05T22:19:03","date_gmt":"2022-05-05T20:19:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=4585"},"modified":"2022-05-05T23:01:47","modified_gmt":"2022-05-05T21:01:47","slug":"historischer-erfolg-in-der-stadt-des-marzipans","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=4585","title":{"rendered":"Historischer Erfolg in der \u201eStadt des Marzipans\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der L\u00fcbecker SV ist der Verein, gegen den wir nach dem HSK (24 Duelle) die meisten Wettk\u00e4mpfe in der Oberliga bestritten haben. Am 1. Mai war es der 23. Wettkampf seit unserer ersten Saison 1990\/91. Durch die wechselvolle Geschichte des LSV war es jedoch erst der siebente Vergleich mit L\u00fcbeck 1 und wie oben zu lesen ein historischer Erfolg, denn es war der erste doppelte Punktgewinn!<\/p>\n<p><!--more-->Die Vorzeichen dieser \u201eoffiziell\u201c 9. Runde waren ungew\u00f6hnlich \u2013 Runde 4 und 5 m\u00fcssen pandemiebedingt noch nachgeholt werden: L\u00fcbeck\u00a0ist trotz nomineller St\u00e4rke schlecht in die Saison gestartet und konnte erst in Runde 3 den ersten Mannschaftspunkt erzielen. Durch den R\u00fcckzug von Harksheide lagen die L\u00fcbecker nach f\u00fcnf Wettk\u00e4mpfen punktgleich mit uns, die wir schon sechsmal gespielt hatten, auf Rang 7. Insofern war es eines von drei \u201eAbstiegsduellen\u201c, denn auch Schachfreunde Schwerin, unser Gegner vom 29. Mai und vorher am 15. Mai Gegner von L\u00fcbeck, h\u00e4ngt \u00fcberraschend noch im Tabellenkeller fest.<br \/>\nUnsere Aufstellung war nicht optimal, da Markus erneut absagen musste, doch zum Gl\u00fcck konnte Almar den ersten Wettkampf der Saison spielen, so dass wir durchaus als konkurrenzf\u00e4hig gegen die nominell st\u00e4rker aufgestellten L\u00fcbecker bezeichnet werden konnten. Immerhin haben wir in f\u00fcnf der sechs zuvor gespielten Begegnungen mit \u00e4hnlichen Aufstellungen immer mindestens 3,5 Punkte geholt.<br \/>\nNach etwa zwei Stunden zeigten sich auf den Brettern schon einige kritische Positionen, besonders mit den schwarzen Steinen. So zum Beispiel hatte Leon an Brett 8 gegen Thilo Koop zwei Bauern eingesammelt, aber daf\u00fcr eine \u201ewahnsinnige Initiative\u201c zugelassen. Mit dem K\u00f6nig in der Mitte sah es verd\u00e4chtig aus. Auch Fabian an 2 musste sich mit kr\u00e4ftigen Angriffsz\u00fcgen seines Gegners Michael Kreuzholz auseinander setzen.<br \/>\nIn meiner Partie an Brett 6 entschied ich mich f\u00fcr entgegengesetzte Rochaden, doch bei dieser ersten Schwarzpartie nach mehr als 30 Monaten verlie\u00df mich die Zuversicht in die Sicherheit meines eigenen K\u00f6nigs, so dass ich nach 20 Z\u00fcgen remis anbot, da sich bei Almar eine sehr aussichtsreiche Angriffspartie anbahnte.<br \/>\nW\u00e4hrend ich noch meine Partie und die interessante Schluss-Stellung analysierte, verlor Christian an 5 \u00fcberraschend eine Partie, die ich eher als langfristig schwierig eingestuft hatte. Da hatte sich auch bei Holger an 4 das Materialverh\u00e4ltnis drastisch ver\u00e4ndert: Nach einem zweifelhaften Figurenopfer seinerseits gab sein Gegner, DSB-Pr\u00e4sident Ulrich Krause, seine Dame gegen zwei T\u00fcrme. Doch kurz danach wurde der Punkt geteilt und die kritische vierte Stunde war in vollem Gange. Unsere Hoffnungen lagen in den Wei\u00df-Partien von Almar an 3 und Oguz an 7 und in der Widerstandf\u00e4higkeit von Torben gegen GM Sergey Kalinitschew sowie Fabian und Leon.<br \/>\nTorben bot seinem Gegner im Doppelturmendspiel mit Springern und ungleichfarbigen L\u00e4ufern die Zugwiederholung an, doch sein Gegner entschied sich mit Blick auf den Wettkampf f\u00fcr das Weiterspielen. Tats\u00e4chlich konnte Oguz f\u00fcr uns in einer \u00fcberzeugenden Angriffspartie den Ausgleich erzielen.<br \/>\nSo gab es in der f\u00fcnften Stunde noch vier Partien und es erschien zwischen 3,5 und 4,5 Punkten alles m\u00f6glich. Wichtig dabei war die Ruhe, das Gl\u00fcck(!) und die Verteidigungskunst von Leon, der in seiner Partie kurz vor der Zeitkontrolle die Damen vom Brett nehmen konnte, so dass sein offener K\u00f6nig sicher war und er nun im Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und L\u00e4ufer einen Bauern mehr hatte. Mit der f\u00fcr ihn typischen Ruhe konnte auch Fabian seine kritische Stellung zusammen halten und den n\u00e4chsten halben Punkt sichern.<br \/>\nEine absolut aufregende Partie ereignete sich an Brett 3 bei Almar, der nach der Partie \u00fcberhaupt nicht zufrieden war. F\u00fcr den Zuschauer wurde viel geboten, denn der Vorteil wechselte hin und her. Aber ich h\u00e4tte es auch gern gesehen, wenn sich Almar in seiner ersten Turnierpartie nach langer Zeit belohnt h\u00e4tte \u2013 doch sein Gegner Harald Schmidt spielte schnell und in entscheidenden Phasen kreativ und Almar leider nicht fehlerfrei, so dass am Ende nach 87 Z\u00fcgen trotz neuer Dame der Punkt geteilt wurde, da Almar die Zeit f\u00fcr konkrete Rechnungen in der Gewinnstellung fehlte.<br \/>\nIch war mir nicht sicher, ob die Abwicklung von Leon in ein Turmendspiel mit Mehrbauer der beste Weg gewesen ist, aber als pl\u00f6tzlich Torben zum Konter ansetzte und Turm gegen L\u00e4ufer gewinnen konnte \u2013 oder war es ein Opfer, um noch zu gewinnen? \u2013 schien der Kampf endg\u00fcltig gekippt. Die Probleme mit dem schwarzen d-Freibauern konnte Torben l\u00f6sen, doch erst als Schwarz den wei\u00dfen g-Bauern vernachl\u00e4ssigte, war das Endspiel wirklich gewonnen f\u00fcr Wei\u00df und so konnte Torben seinen dritten Saisonsieg an Brett 1 feiern! Zum guten Ende dieses \u201eTags der Arbeit\u201c vollendete Leon seine Arbeit nach mehr als sechs Stunden und 89 Z\u00fcgen zu unserem 5:3-Erfolg.<br \/>\nSo k\u00f6nnen wir nun entspannt sehen, wie sich nach dem 15. Mai die Tabellensituation ergibt, denn nach einen 5:3-Erfolg der Schachfreunde gegen K\u00f6nigsspringer stehen nun Schwerin auf Platz 9 und L\u00fcbeck auf Platz 8 unter Druck. \u2013 Klar ist dagegen schon der (erwartete) Aufstieg von Doppelbauer Kiel 2 \u2013 herzlichen Gl\u00fcckwunsch!<br \/>\nEntspannung f\u00fcr unsere Staffel ergibt sich aus der Tatsache, dass der Aufsteiger aus Mecklenburg-Vorpommern wohl der Ost-Staffel zugeteilt wird, da der Spielort \u00f6stlich der A19 liegt. Ob es \u00fcberhaupt einen zweiten Absteiger neben Harksheide gibt, h\u00e4ngt somit davon ab, ob unsere Staffel einen Absteiger aus der 2. Bundesliga bekommt, die am 1. Mai erst ihre vierte Runde gespielt hat. Auch hier wissen wir am 15. Mai besser Bescheid, wenn Norderstedt den wichtigen Kampf gegen Magdeburg gespielt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der L\u00fcbecker SV ist der Verein, gegen den wir nach dem HSK (24 Duelle) die meisten Wettk\u00e4mpfe in der Oberliga bestritten haben. Am 1. Mai war es der 23. Wettkampf seit unserer ersten Saison 1990\/91. 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