{"id":4540,"date":"2022-03-21T13:41:47","date_gmt":"2022-03-21T12:41:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=4540"},"modified":"2022-03-21T13:41:47","modified_gmt":"2022-03-21T12:41:47","slug":"oberliga-kampftag-in-preetz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=4540","title":{"rendered":"Oberliga &#8211; Kampftag in Preetz"},"content":{"rendered":"<p>Gestern spielten wir die siebte Runde der Oberliga in Preetz.\u00a0Nach der Corona-Pause im Januar und Februar\u00a0fanden die beiden Runden im M\u00e4rz\u00a0wieder statt. Ob man\u00a0bei vierstelligen Inzidenzen (nahe Preetz zum Zeitpunkt des Kampfes knapp 2000) wirklich Hobbyschach im Inneren ohne Auflagen wie generelle Maskenpflicht spielen\u00a0sollte, wage ich nach wie vor zu bezweifeln. Es gibt allerdings auch einige, die gl\u00fccklich sind mehr oder weniger normal spielen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Zum Kampf: Wir mussten erneut auf gleich mehrere Spieler verzichten, sodass Preetz mit im Schnitt 50 Elo (2219 vs 2169) favorisiert war.<!--more--><\/p>\n<p>Der erste spielerische Aufreger des Kampfes entstand (wie sollte es anders sein) bei Oguz. Genauer gesagt in dessen &#8222;kreativer Er\u00f6ffnungsgestaltung&#8220;. Mit Wei\u00df stand er nach sieben (richtig, 7!) Z\u00fcgen schlichtweg auf Verlust. Sein Gegner fand zwar die Idee, f\u00fcr uns gl\u00fccklicherweise aber nicht die korrekte Umsetzung. Das Ergebnis war eine Partie, die das Wort Handgemenge verdient. Gef\u00fchlt schwankte es von verloren zu komplett gewonnen zu unklar, bis sich irgendwann im Endspiel die gegnerischen Freibauern unterst\u00fctzt vom aktivem Turm als viel zu schnell gegen\u00fcber L\u00e4ufer, Springer und Freibauern von Oguz erwiesen. Schade! F\u00fcr den neutralen (und auch den weniger neutralen Zuschauer) eine absolut unterhaltsame Partie mit jeder Menge Einsatz, auch wenn sich manch ein Mannschaftskollege vor allem in den Er\u00f6ffnungen etwas weniger Drama w\u00fcnschen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass wir uns gewaltig w\u00fcrden strecken m\u00fcssen, wenn wir etwas Z\u00e4hlbares mitnehmen wollen. Dabei kann man dieses Mal nicht behaupten, dass es irgendwo an Motivation mangelte.\u00a0Nach drei Stunden Spielzeit liefen noch alle Partien, erst nach etwa 3,5 Stunden trudelten die ersten Ergebnisse ein.<\/p>\n<p>Letztendlich mussten sich Ralf und Holger insgesamt deutlich geschlagen geben. Sie kamen beide schon schwierig aus der Er\u00f6ffnung, wehrten sich dann nach Kr\u00e4ften,\u00a0und zogen letztendlich doch den K\u00fcrzeren. Unterdessen gewann Stefan ebenso deutlich eine sch\u00f6ne Partie der Marke positionelles Qualit\u00e4tsopfer, die sich m\u00f6glicherweise auch als Lehrmaterial eignen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Bei Christian habe ich nicht allzu viel gesehen. Auf mich wirkte es wie eine von beiden Seiten zweischneidig angelegte Partie mit viel Gehalt, die ich beim kurzen Blick nicht so richtig einordnen konnte. Anscheinend erwies sich Christians Spiel als etwas langsamer, wodurch er sich verleiten lie\u00df einen L\u00e4ufer gegen zwei Bauern zu geben, sodass vielleicht am Ende mit praktischen Schwierigkeiten nicht genug f\u00fcr den Gegner \u00fcber bleibt um zu gewinnen. Der jedoch freute sich am Ende, dass er f\u00fcr den Randbauern die richtige Farbe des L\u00e4ufers hatte.<\/p>\n<p>Fabian spielte eine typische Fabian-Partie. Aus etwas unscheinbarer Er\u00f6ffnung entstand ein T+L mit 3+3 Bauern gegen ein T+S mit 4+2 Bauern. Im Versuch die Bauernmehrheit auf dem Damenfl\u00fcgel zu neutralisieren entschied sich sein Gegner f\u00fcr einen aktiven Ansatz. Dabei blieb ein Freibauer \u00fcber, der den exponierten, quasi gefangenen Springer kostete. Der Rest war eine Sache der Technik, alles in allem ein sehr solider Sieg unseres diesj\u00e4hrigen Topscorers.<\/p>\n<p>Markus\u00a0spielte mit Schwarz ebenfalls eine sehr solide Partie der Marke kontrollierte Offensive. Im Grunde genommen \u00fcberspielte er wie nicht zum ersten Mal in dieser Saison seinen Gegner, fand aber den Ausmacher nicht (ich bin nicht sicher, ob es einen gab). Nach einigen weiteren getauschten Figuren blieb im Endspiel dann f\u00fcr keine Seite genug \u00fcber, Remis.<\/p>\n<p>Damit war der Kampf nach weit \u00fcber 5 St\u00fcnden verloren, meine Partie dauerte aber noch an. Ich hatte die Er\u00f6ffnung gegen meinen d\u00e4nischen IM-Kontrahenten sehr solide bis ambitionslos angelegt, vor allem im Wunsch nicht in einem Desaster wie in der vorherigen Runde zu landen. Im weiteren Verlauf bekam ich die M\u00f6glichkeit zwei Springer f\u00fcr Turm und zwei Bauern zu geben. Ich dachte, ich m\u00fcsste nun besser stehen, die Engine belehrt mich aber eines besseren und gibt schlicht 0,00, da keine Seite ohne mithilfe irgendwie sinnvoll vorw\u00e4rts kommt. Anschlie\u00dfend wurde ein wenig herumgezogen, bis ich kurz nach der Zeitkontrolle ein wenig den Faden verlor. Ich sah mich gezwungen einen meiner Bauern zu geben und bef\u00fcrchtete eine noch stundenlange Leidenszeit. Tats\u00e4chlich war das die meiste Zeit wohl gar nicht so furchtbar (ich stand wohl &#8222;nur&#8220; genau einen Zug lang auf Verlust), mein Gegner tat mir dann aber tats\u00e4chlich irgendwann den Gefallen die Partie im Angriff entscheiden zu wollen. Als Reaktion darauf bekam ich nach ziemlich genau sechs Stunden die M\u00f6glichkeit eines Dauerschachs. Mein Gegner schien aber nach wie vor gewinnen zu wollen, w\u00e4hlte die falsche Antwort und schenkte mir damit sogar noch den vollen Punkt.<\/p>\n<p>Macht in der Summe bei sieben entschiedenen Partien eine knappe 3,5 : 4,5 Niederlage. Wenn man ehrlich ist muss man aber wohl anerkennen, dass\u00a0ein Punktgewinn in der Summe trotz der M\u00f6glichkeit dazu vielleicht auch ein bisschen gl\u00fccklich gewesen w\u00e4re. Anschlie\u00dfend ging es noch zur\u00fcck nach Hamburg, wo ich dann gegen 19 Uhr die M\u00f6glichkeit bekam doch noch &#8222;Mittag&#8220; zu essen.<\/p>\n<p>Weiter geht es nach Spielplan bereits in zwei Wochen gegen den SKJE, der vielleicht etwas \u00fcberraschend vom zweiten Tabellenplatz gr\u00fc\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern spielten wir die siebte Runde der Oberliga in Preetz.\u00a0Nach der Corona-Pause im Januar und Februar\u00a0fanden die beiden Runden im M\u00e4rz\u00a0wieder statt. Ob man\u00a0bei vierstelligen Inzidenzen (nahe Preetz zum Zeitpunkt des Kampfes knapp 2000) wirklich Hobbyschach im Inneren ohne Auflagen wie generelle Maskenpflicht spielen\u00a0sollte, wage ich nach wie vor zu bezweifeln. 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