{"id":387,"date":"2012-05-09T19:14:15","date_gmt":"2012-05-09T17:14:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=387"},"modified":"2012-05-09T19:14:15","modified_gmt":"2012-05-09T17:14:15","slug":"mcg-holt-titel-in-bad-homburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=387","title":{"rendered":"MCG holt Titel in Bad Homburg"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr alle, die sich an dieser Stelle wundern, welcher Titel denn geholt worden sei und wieso davon noch nix zu h\u00f6ren war, schonmal die Info: es ist kein deutscher Meistertitel.<br \/> Aber ohne Zweifel hatte sich das MCG-Team Jasmin, Emko, Semko und Murat den Titel &#8222;Meiste Gesamtzeit am Brett&#8220; verdient. (eventuell auch andere Titel, doch dazu sp\u00e4ter mehr)<br \/>  <!--more-->  <\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"239\" alt=\"alt\" src=\"http:\/\/www.scdiogenes.de\/joomla\/images\/stories\/WK2.jpg\" \/><\/p>\n<p> Tag 1<\/p>\n<p> Von Anfang an&#8230; am 04.05. trafen sich um 8.00 vier muntere quirlige Sch\u00fcler (die oben genannten) und ein etwas m\u00fcder Betreuer (das war ich) an der K\u00e4seglocke um uns in Richtung Westen nach Bad Homburg aufzumachen.<br \/> Bad Homburg liegt bei Frankfurt (Main), die Zugfahrt dahin dauerte 5 Stunden, mehr gibts da eigentlich nicht zu berichten.<\/p>\n<p> Angekommen in der Jugendherberge wurden dann die Sachen in die Schr\u00e4nke geschmissen, Sportklamotten ausgepackt und der nahegelegene Kunstrasenplatz sowie das Basketballfeld ausprobiert (und dominiert). Nach diesem sonnigen Tag, nem angenehmen Abendessen und nem &#8222;Gute-Nacht-Film&#8220; gings dann f\u00fcr die Jungs in ihr Vierer-Zimmer und f\u00fcr mich ebenfalls in ein vollbelegtes Vierer-Zimmer, was ich als Betreuerunterbringung etwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig fand.<br \/> Ansonsten waren die Rahmenbedingungen aber prima, ein sehr motiviertes, freundliches Team, keine Streitf\u00e4lle, Gummib\u00e4rchen f\u00fcr die Spieler vor jeder Runde, ausreichend Freizeitangebote, die angesprochenen sportlichen M\u00f6glichkeiten und und und.<br \/> Sch\u00f6nes Turnier, besonders gut war die Einrichtung einer Zuschauerzone (bzw &#8222;Eltern- und Betreuerzone&#8220;), welche diese w\u00e4hrend der laufenden Partien auch nicht verlassen durften.<\/p>\n<p> Diese Ma\u00dfnahme d\u00fcrfte sicherlich dem ein oder anderen jungen Schachspieler sehr viel Stress erspart haben.<\/p>\n<p> Tag 2<\/p>\n<p> Der Turniermodus war &#8222;1 h f\u00fcr die Partie&#8220;, nach Schnellschachregeln.<\/p>\n<p> Die erste Runde bescherte uns das Los des Setzlisten-Zweiten aus NRW (MCG an 11. gesetzt) und einen harten Kampf, den wir etwas ungl\u00fccklich 1,5 zu 2,5 verloren.<br \/> Murat fehlten beim Bl\u00e4ttchenfall zwei Z\u00fcge zum Matt, das war etwas \u00e4rgerlich.<br \/> Jasmin und Emko hatten ihren 2000er &#8211; Gegnern zwar ihren Kampfgeist entgegenzusetzen, das reichte aber leider (diesmal) nicht.<br \/> Semko gewann \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p> Nachdem wir am ersten Tag mit strahlendem Sonnenschein gesegnet waren, begann anscheinend die hessische Regenzeit.<br \/> Die geplante Basketball-Revanche gegen das Berliner WK 3-Team fiel damit ebenso ins Wasser (*haha*) wie f\u00fcr uns das Minigolfspielen.<br \/> Einige tapfere Seelen versuchten sich an letzterem trotzdem, das Resultat war&#8230;naja, auf dem Abschlussvideo bei der Siegerehrung lustig anzuschauen<\/p>\n<p> \u00dcbrigens erfuhren wir auch, dass man beim Rennen im Regen weniger nass wird als beim Gehen und dass man es vermeiden sollte, sich auf frisch &#8222;beregneten&#8220; Basketballpl\u00e4tzen allzu ruckartig zu bewegen. (will hei\u00dfen = der Autor dieser Zeilen hatte das Vergn\u00fcgen sich stundenlang den Spott seiner Sch\u00fctzlinge anzuh\u00f6ren \ud83d\ude09 )<\/p>\n<p> Zur\u00fcck zum Schach:<\/p>\n<p> Runde Zwei bescherte uns die (zahlenm\u00e4\u00dfig schw\u00e4cheren) Vertreter aus dem Saarland, die 4:0 weggeklatscht wurden. Weggeklatscht, wirklich? Nein, um ehrlich zu sein, war dieser 4:0-Sieg deutlich zu deutlich, ein bisschen Gl\u00fcck und ein bisschen Z\u00e4higkeit und noch ein bisschen mehr Gl\u00fcck sorgten aber f\u00fcr diesen Endstand.<\/p>\n<p> Zu den oben angesprochenen Titeln:<br \/> Ich nehme es an dieser Stelle einfach schonmal vorweg: wir wurden nicht Deutscher Meister (h\u00e4tte man auch schon aus dem ersten Absatz entnehmen k\u00f6nnen)<\/p>\n<p> Ein ganz hei\u00dfer Kandidat w\u00e4re unser MCG-Team aber mit Sicherheit f\u00fcr die Auszeichnung &#8222;Lautester Tisch beim Mittagessen&#8220; gewesen, dies hatte aber wohl auch damit zu tun, dass so ziemlich alle Entscheidungen (Wer macht den Tischdienst? Wer f\u00fcllt den anderen die Gl\u00e4ser nach? Wer holt \u00fcberhaupt Trinken?) per Schnick-Schnack-Schnuck (f\u00fcr die \u00c4lteren: Schere-Stein-Papier) getroffen wurden.<br \/> Allerdings konnte man sich nat\u00fcrlich trefflich \u00fcber den L\u00e4rmpegel der j\u00fcngeren WK3-Spieler beim Tandem (f\u00fcr die \u00c4lteren: &#8230;ach egal) auslassen, mein Hinweis darauf, dass die Beschwerdef\u00fchrer als Kinder mindestens genauso laut, wenn nicht noch lauter, waren, wurde vehement zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p> In der dritten Runde ging es gegen das Schiller-Gymnasium, den badischen Vertreter (Baden und W\u00fcrttemberg treten als Schachverb\u00e4nde ja seperat an), welcher doch recht eindeutig mit 3:1 besiegt wurde, Emko und Murat steuerten ganze Punkte bei, Jasmin und Semko halbe.<br \/> Bemerkenswerterweise waren diese beiden Remis die einzigen des ganzen Turniers (das Remis von Murat aus Runde 1 z\u00e4hle ich hier mal nicht mit, da er ja nur durch Zeit\u00fcberschreitung &#8222;remisierte&#8220;)<\/p>\n<p> An dieser Stelle nochmal ein dickes Lob an die Jungs, auch wenns manchmal daneben ging, aber k\u00e4mpferisch war das allererste Sahne.<br \/> Vielleicht m\u00f6chte sich da der Ein oder Andere doch ein Vorbild dran nehmen.<\/p>\n<p> E<br \/> in durchaus typischer Blick in den Turniersaal 15 min vor Ende der Runde ergab folgendes Bild:<\/p>\n<p> In der WK 3 waren noch zwei Mannsch\u00e4ftsk\u00e4mpfe in Gange, bei der WK 2 ebenfalls. Eine der beteiligten Schulen: Matthias-Claudius-Gymnasium Hamburg und sogar meistens noch an allen vier Brettern.<br \/> Noch Fragen?<\/p>\n<p> Tag 3<\/p>\n<p> Am letzten gro\u00dfen Wettkampftag hatten wir in Runde 4 erstmal die Hessen vor der Brust: Nach wechselhaften Verlauf ging es hier 1:3 aus, einzig Emko konnte seine Partie gewinnen.<br \/> Da wir aber leichter Au\u00dfenseiter waren, war das schon in Ordnung, auch wenn man nicht h\u00e4tte verlieren m\u00fcssen (Wann MUSS man das auch?)<\/p>\n<p> In der f\u00fcnften Runde ging es im (ersten) Stadtstaaten-Duell gegen die Berliner Meister, hier m\u00f6chte ich noch eine Anekdote zu Vorbereitungen bringen:<\/p>\n<p> Die Recherche in der Datenbank ergab, dass Jasmins Gegner irgendein Kraut mit Schwarz gegen 1. e4 spielte, allerdings auf 1. Sf3 Sc6 2. e4 e5 spielte.<br \/> Da wir der Meinung waren, dass diese letzte Variante die bessere sei, gabs nen Crash-Kurs f\u00fcr Jasmin in K\u00f6nigsfianchetto (falls es schiefgehen sollte) und nen Haufen Optimimus in freudiger Erwartung der &#8222;Foppung&#8220; des Gegners.<br \/> Wie es beim Rundenbeginn so war, sah ich mir vom Zuschauerbereich aus die ersten Z\u00fcge an und konnte somit live miterleben wie Jasmin automatisch den K\u00f6nigsbauern die \u00fcblichen zwei Felder vorbewegte, danach einen Moment innehielt und den Kopf sinken lie\u00df.<br \/> Naja, er kriegte trotzdem ne Bombenstellung, agierte etwas zu passiv und verlor leider.<\/p>\n<p> Ebenso wie unsere Zehic-Achse an Brett Zwei und Drei, der eine recht deutlich, der andere etwas unn\u00f6tig.<br \/> Allerdings wurde da keine Vorbereitung vergessen \ud83d\ude09<\/p>\n<p> Die Fahne f\u00fcr die Hansestadt hielt Murat hoch, der sich auch weiterhin in Reichweite des Brettpreises w\u00e4hnte, was angesichts von 1,5 Pkt R\u00fcckstand etwas utopisch war&#8230;(aber nicht unm\u00f6glich)<\/p>\n<p> Runde 6 brachte das Duell zwischen uns und den Bremern, die sehr junge Bremer Mannschaft mit einem Schnitt von 900 wehrte sich sehr tapfer und (zumindest an den vorderen Brettern) lange Zeit auch ziemlich genau.<\/p>\n<p> Um es kurz zu machen, es endete mit einem 4:0 Sieg, der ohne Zweifel auch verdient war.<\/p>\n<p> Dadurch hatten wir ein sehr gutes Brettpunktepolster, welches uns bei einem Sieg in der letzten Runde dem begehrten Platz 5 (Riesenpokal + Gro\u00dfen Pokal f\u00fcr alle) n\u00e4her gebracht h\u00e4tte.<\/p>\n<p> Nach einem bisschen Vorbereitung und einem bisschen mehr &#8222;Kakerlaken-Poker&#8220; (Lieblingsspiel auf dieser Meisterschaft, immer mit recht vielen Fl\u00fcchen begleitet) und deutlich weniger aufr\u00e4umen ging es dann ins Bett.<\/p>\n<p> Tag 4<\/p>\n<p> Der gro\u00dfe Tag der Abreise und des Pokals war gekommen, am Morgen das \u00fcbliche Chaos aus Aufr\u00e4umen, Aufwecken, Sachen irgendwo verstauen usw (ja, das klingt ziemlich genau nach Travem\u00fcnde&#8230;)<\/p>\n<p> Hat aber alles geklappt, leider lief der Kampf wirklich besch&#8230;eiden, es setzte ein 0:4 und alle Pokaltr\u00e4ume hatten sich damit erledigt.<\/p>\n<p> Naja, egal, hat ja sowieso jeder einen Pokal bekommen (wenn auch einen kleineren) und zusammen mit der S\u00fc\u00dfigkeitenbox war dann die Siegerehrung auch nur halb so schlimm.<br \/> Ich hab auch einen Pokal bekommen (sogar zwei, da die Betreuer automatisch mitbedacht wurden), da ich das Turnier der Betreuer gewinnen konnte.<br \/> <br type=\"_moz\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr alle, die sich an dieser Stelle wundern, welcher Titel denn geholt worden sei und wieso davon noch nix zu h\u00f6ren war, schonmal die Info: es ist kein deutscher Meistertitel. 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