{"id":3579,"date":"2019-02-04T13:43:44","date_gmt":"2019-02-04T12:43:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=3579"},"modified":"2019-02-04T22:30:44","modified_gmt":"2019-02-04T21:30:44","slug":"oberliga-runde-6-555","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=3579","title":{"rendered":"Oberliga Runde 6 &#8211; 55,5%"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;ist die Prozentzahl an Mannschaftspunkten, die Diogenes 1 zum Saisonende h\u00e4tte, w\u00fcrden alle restlichen K\u00e4mpfe verloren gehen. Aber auch sonst hatte unser gestriger Heimkampf gegen den SKJE einiges vorzuweisen, was gewisse Parallelen zu den Zahlen 5, 50 oder 50%\u00a0bieten kann.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>So zum Beispiel die Anzahl der Absagen, die Anzahl der offensichtlich nicht ganz gesunden Spieler im Raum, die Anzahl der Kibitze bzw. nicht selber Spielenden, der nominelle Unterschied zwischen uns und unserem Gegner (wir im Schnitt ziemlich genau 50 ELO-Punkte schw\u00e4cher),\u00a0das Kampfergebnis und mit ein bisschen Fantasie auch einige weitere Dinge.<\/p>\n<p>Wir mussten erneut\u00a0auf Ersatzspieler zur\u00fcckgreifen, und so kam Michael zu seinem ersten Saisoneinsatz, au\u00dferdem spielte erneut Oguz. Ob das gesundheitlich die beste Idee war ist eher unwahrscheinlich, denn es war mehr als offensichtlich, dass Oguz in Sachen Fitness bei eher unter 50% war. Trotzdem vielen Dank f\u00fcrs Spielen, denn sonst h\u00e4tte es in einer Mannschaft einen Kampflosen gegeben! Vielleicht wieder ungef\u00e4hr bei 50% war Leon, der ebenfalls mit einer Erkrankung zu k\u00e4mpfen hatte. Das ging sogar so weit, dass er am Freitag aus eben diesem Grund versuchte seine HJET-Partie vom Samstag zu verlegen. Das ist eine Geschichte f\u00fcr sich, die wenig mit der Oberliga zu tun hat, an dieser Stelle nur die Kurzform:<\/p>\n<p>Jugendlicher A: &#8222;Ich bin krank und kann morgen nicht, k\u00f6nnen wir verlegen?&#8220;<\/p>\n<p>Jugendlicher B: &#8222;Gute Besserung, ich kann n\u00e4chste Woche nicht, weil ist so.&#8220;<\/p>\n<p>Jugendlicher A: &#8222;Schade, dann muss ich eben doch morgen gucken zu spielen.&#8220;<\/p>\n<p>Jugendlicher B: &#8222;Nein, du hast f\u00fcr morgen abgesagt, wir spielen nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Im Endeffekt herrschte ein 5-st\u00fcndiges und eigentlich ziemlich albernes Theater, in dem am Ende niemand wirklich zufrieden sein kann, man durchaus\u00a0seine Schl\u00fcsse ziehen kann und das sicherlich auch nochmal irgendwo Thema werden wird. Aber nicht an dieser Stelle, zur\u00fcck zum Kampf.<\/p>\n<p>Die Er\u00f6ffnungsphase verlief ausgeglichen, wie schon manches mal gab es einen ersten Remisvorsto\u00df an Christians Brett, es wurde aber weiter gespielt. So war es an Michael, das erste Remis beizusteuern. Ich fand die Stellung durchaus in Ordnung, aber Michael f\u00fchlte sich mit der Stellung nicht wohl und hatte deutlich mehr Zeit verbraucht. Nicht allzu viel sp\u00e4ter endeten auch die Partien von Markus und mir. Markus hatte ein Schwerfigurenendspiel, in dem er zwar anfangs einen Bauern weniger hatte, seine Figurenaktivit\u00e4t aber daf\u00fcr sorgte, dass keiner weiterkam. Ich war von der Er\u00f6ffnung meines Gegners etwas \u00fcberrascht, begann ein kleines Er\u00f6ffnungsexperiment, dass ich so nicht wiederholen werde und stand etwas passiv. Mein Gegner verpasste die M\u00f6glichkeit zu langanhaltendem angenehmen Spiel, wonach ich bequem ausgleichen konnte. In der Endstellung\u00a0stand dann sogar ich etwas besser, die Stellung war aber so geschlossen, dass das wahrscheinlichste Szenario ein Umherschieben f\u00fcr die n\u00e4chsten Stunden geworden w\u00e4re und dann doch die Punkteteilung\u00a0gefolgt w\u00e4re.<\/p>\n<p>Beim Stand von 1,5:1,5 wusste ich dann nicht so genau, wo wir denn eigentlich gewinnen wollen, weil ich nirgendwo Stellungen daf\u00fcr vermutete. Oguz bekam ein Remisangebot, dass er auch aufgrund seines Zustandes annehmen wollte und wo ich wenig vorher noch dachte, dass die Stellung positionell schlechter sei (m\u00f6glich, dass ich etwas falsch eingesch\u00e4tzt habe, sonderlich viel habe ich an diesem Tag nicht gesehen). Roman stand zwar anfangs\u00a0eher angenehm, viel mehr als Anzugsvorteil, der sich wieder legte, war das aber vermutlich nicht, ebenfalls Remis. Leon hatte zwar zeitweise einen Bauern mehr, daf\u00fcr aber gleich zwei Doppelbauern. Eine Linie besagter Doppelbauern \u00f6ffnete sich, die beiden Bauern gingen verloren und er hatte einen weniger. Ein bisschen Hoffnung hatte ich durchaus noch, irgendwie ging das dann aber recht schnell den Bach runter und Leon musste in seiner f\u00fcnften gespielten Partie in dieser Saison gegen den f\u00fcnften Gegner\u00a0\u00fcber 2100 ELO seine erste Niederlage einstecken.<\/p>\n<p>Blieben also noch Fabian und Christian.\u00a0Christian stand eigentlich die ganze Zeit eher schlechter, bis seinem Gegner ein Versehen unterlief, das Christian eine Mehrqualit\u00e4t gegen einen Bauern einbrachte. Und Fabians Gegner entschied sich dazu, seine Stellung mit allen m\u00f6glichen Hebeln selber zu schw\u00e4chen. So hatte Fabian das L\u00e4uferpaar und Bauern auf d4 und e5, der Gegner Bauern auf d5, e6 und f7. Er spielte erst f6, sodass sich die Bauern abtauschten, dann e5, sodass sich zwei weitere Bauern abtauschten und zog dann den nun isolierten Bauern auf d5 nach d4, wo er in der nun deutlich offeneren Stellung gegen die beiden L\u00e4ufer schwach wurde, irgendwann verloren ging und in einem f\u00fcr Fabian gewonnen Endspiel endete. Das war ein durchaus willkommenes Geschenk, das Fabian nach mehr als 5,5 Stunden zum Ausgleich verwertete. Blieb also noch Christian, dessen Partie beim Stand von nun 3,5:3,5 in die siebte Stunde ging und sich die beiden Kontrahenten mit jeweils weniger als 5 Minuten Bedenkzeit eine Schlacht lieferten,\u00a0f\u00fcr die man Nerven aus Drahtseilen brauchte. Letztendlich gab es keinen Sieger, nachdem die objektive Stellungsbeurteilung m\u00f6glicherweise durchaus hin und herkippte (da warte ich lieber die Partien ab, bevor ich mir ein Urteil erlaube), sodass wir uns am Ende mit einem 4:4, vom SKJE trennen.<\/p>\n<p>Insgesamt ist dieses Ergebnis meiner Meinung nach durchaus gerecht. Wir h\u00e4tten zwar bestimmt zum Kampfende irgendwie knapp gewinnen k\u00f6nnen, richtig verdient w\u00e4re das ob der Partien aber nicht gewesen und wir h\u00e4tten auch noch knapp verlieren k\u00f6nnen. So richtig weiterhelfen tut das Endergebnis in der Tat keiner der Mannschaften, auch wenn es f\u00fcr uns sicherlich weit weniger dramatisch als f\u00fcr den SKJE ist.<\/p>\n<p>Wir bleiben mit dem 4:4 zwar an der Tabellenspitze,\u00a0der ohnehin nicht gro\u00dfe Vorsprung vor Kiel und Schwerin, die beide gewinnen konnten, ist aber auf ein Minimum geschmolzen. Der SKJE brauchte dringend einen Sieg, f\u00fcr den Klassenerhalt ist dort jetzt schon\u00a0gegen die besagten Topteams aus Kiel und Schwerin mehr als eine kleine Sensation n\u00f6tig. Wir dr\u00fccken\u00a0insbesondere aufgrund der Tabellensituation nat\u00fcrlich kr\u00e4ftig die Daumen. F\u00fcr uns geht es in drei Wochen am 24.02. weiter, wenn wir in Preetz zu Gast sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;ist die Prozentzahl an Mannschaftspunkten, die Diogenes 1 zum Saisonende h\u00e4tte, w\u00fcrden alle restlichen K\u00e4mpfe verloren gehen. 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