{"id":3531,"date":"2018-12-17T12:17:34","date_gmt":"2018-12-17T11:17:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=3531"},"modified":"2018-12-17T17:07:06","modified_gmt":"2018-12-17T16:07:06","slug":"oberliga-runde-4-einmal-kneifen-bitte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=3531","title":{"rendered":"Oberliga Runde 4 &#8211; Einmal kneifen bitte"},"content":{"rendered":"<p>Gestern fand die 4. Runde der Oberligasaison statt.<\/p>\n<p>Wir durften bei St. Pauli antreten, doch\u00a0schon vor Kampfbeginn war nicht alles einfach. So stand auf Messers Schneide, ob wir denn vollst\u00e4ndig antreten. Ich war zwar die letzten beiden Wochen ordentlich erk\u00e4ltet, konnte aber dennoch recht sicher spielen. Bei Leon sah das schon anders aus. So kam erst am Tag vor dem Kampf die Entscheidung, dass er tats\u00e4chlich spielen kann und beim Unterhalten war ihm auch anzumerken, dass er unm\u00f6glich bei 100% sein konnte. Au\u00dferdem\u00a0half Thomas bei uns aus, sodass wir tats\u00e4chlich vollst\u00e4ndig antraten. So viel Gl\u00fcck hatte die zweite Mannschaft nicht, die dann auch recht eindeutig verlor.\u00a0Zwar kann man schon sagen, dass der Termin der Ober- und Landesliga\u00a0so kurz vor Weihnachten vielleicht nicht ideal ist, und doch ist es schon ein bisschen traurig und in der Tat auch ein bisschen peinlich, wenn es trotz\u00a0zum Teil mehrfachen Fragens\u00a0des gesamten spielberechtigten Kaders (also 1-18 in der Oberliga und 1-18 in der Landesliga) bei zweistelligen Absagenzahlen nicht gelingt mit beiden Mannschaften vollst\u00e4ndig anzutreten. Mehr dazu geh\u00f6rt nicht auf diese Homepage, wird aber sicherlich im Verein noch einmal Thema werden.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Oberligakampf. Wir waren schon sensationell in die Saison gestartet, gegen St. Pauli sollte es den Zahlen nach ein Kampf auf Augenh\u00f6he werden. Zwar mit leichten Vorteilen f\u00fcr St. Pauli, die lagen aber im Wesentlichen am achten Brett, wo Leon als Jugendlicher in den vergangenen beiden Runden bereits gezeigt hatte, dass die manchmal nur teilweise aussagekr\u00e4ftig sind.<\/p>\n<p>Wie es bei Ausw\u00e4rtsk\u00e4mpfen bei St. Pauli immer ist, hatte ich im Vorfeld ein bisschen um die Spielbedingungen gebangt. Gespielt wird im Stadion, in einem Raum, der am Vortag rund um ein Heimspiel\u00a0auch als Bar genutzt wird und dann gerne auch mal dementsprechend riecht. So auch dieses Mal, auch wenn wir das bei Ankunft durch rigoroses L\u00fcften signifikant verbessern konnten. Au\u00dferdem hatte beim letzten Kampf bei St. Pauli beinahe jede Bewegung auf dem Boden f\u00fcr Quietschger\u00e4usche wie in einer Turnhalle gesorgt, dieses Mal allerdings war das absolute Ausnahme.\u00a0Man konnte also optimistisch sein. P\u00fcnktlich zum Startschuss fing dann nat\u00fcrlich der Getr\u00e4nkek\u00fchler an regelm\u00e4\u00dfig sein Werk zu verrichten, brumm.\u00a0Das leicht penetrante Piepen aus einem weiter entfernten \u00a0Raum konnte mittels Schlie\u00dfen s\u00e4mtlicher T\u00fcren dazwischen einged\u00e4mmt werden, und so konnte letztendlich doch unter ordentlichen Bedingungen gespielt werden, sofern es gelang das regelm\u00e4\u00dfige Brummen zu ignorieren.<\/p>\n<p>Was dann folgte war ein lange Zeit offener Kampf mit unklarem Ausgang. Leons Gegner muss sich signifikant verrechnet haben, auf einmal hatte Leon zeitweise einen ganzen Turm mehr. Zwar kam eine Figur nicht mehr aus des Gegners Stellung, \u00fcber blieb aber ausreichend Mehrmaterial, um uns schnell in F\u00fchrung zu bringen. Angesichts seiner Gesundheit war das der ideale Start f\u00fcr uns und Leon zeigt mit nun 2,5\/3 in den letzten Runden gegen einen Schnitt von ca. 2150 ELO, was in ihm stecken kann. Wenig sp\u00e4ter endete Christians Partie nach einer leicht seltsamen Er\u00f6ffnung mit beidseitig solidem Aufbau remis. Ansonsten stand Markus ansprechend, Stefan angenehmer, w\u00e4hrend Fabian und Roman leiden mussten und bei Thomas noch nicht viel los war. Ich war im zweiten Zug aus meiner Vorbereitung raus, stellte mich dann solide hin w\u00e4hrend ich unter dauerhaftem Hustenbonboneinsatz versuchte meinen Gegner nicht durchgehend anzuhusten, bekam die Gelegenheit bei entschiedenem Vorgehen zu sch\u00f6nem Vorteil zu kommen, griff alibim\u00e4\u00dfig fehl und lief in einen Doppelangriff auf zwei Bauern und hatte fortan einen Bauern weniger. Das w\u00e4re noch gar nicht so schlimm gewesen, da ich zumindest so etwas wie ein bisschen Kompensation gehabt h\u00e4tte. Da ich dann schlecht weiterspielte stand ich durchaus auf Verlust, bis mein Gegner schnell bzw. sch\u00f6n gewinnen wollte. Das hat dann nicht funktioniert und ich bin gl\u00fccklich mit einem Remis davon gekommen.<\/p>\n<p>In der weiteren Folge musste sich Roman geschlagen geben, doch Thomas, dessen Stellung ich eigentlich immer als offen bis h\u00f6chstens leicht besser eingesch\u00e4tzt hatte, hatte auf einmal zur Zeitkontrolle ein Turmendspiel mit zwei verbundenen Freibauern mehr auf dem Brett. Da muss die Zeitnotphase ihm ein St\u00fcck weit zur Hilfe gekommen sein, die erneute F\u00fchrung. Und so spielten noch Markus, der im Verlauf der Partie gleich zwei Bauern eingesammelt hatte und klar auf Gewinn stand, Fabian, dessen Damenendspiel mit Minusbauern ich als absolut hoffnungslos angesehen hatte und Stefan, der zwar einen Bauern mitnahm, dessen Verwertung als Doppelbauer aber nicht leicht sein d\u00fcrfte. Zu diesem Zeitpunkt war der Sieg schon recht klar,\u00a0Markus gewann\u00a0souver\u00e4n, da war h\u00f6chstens die Frage, ob er M\u00f6glichkeiten zum schnelleren Sieg ausgelassen h\u00e4tte, aber das war dann auch egal. Fabian bekam auf mysteri\u00f6se Weise doch noch ein Remis, wie auch immer er die zwischenzeitliche Ruine \u00fcberlebt hat.\u00a0Hinterher meinte er auch, dass er eigentlich keine Hoffnung mehr hatte und nur Z\u00fcge gemacht hat, die nicht sofort verlieren. Mit dem Sieg im Gep\u00e4ck machte auch Stefan nahezu zeitgleich remis.<\/p>\n<p>Insgesamt gab es also einen schmeichelhaften 5:3 Sieg, bei dem Fabian und ich auch gut h\u00e4tten verlieren k\u00f6nnen bis m\u00fcssen, w\u00e4hrend bei Stefan vielleicht auch noch mehr drin gewesen w\u00e4re. Wir nehmen diese Punkte gerne mit und m\u00fcssen uns kneifen, dass wir als eigentlicher Abstiegskandidat mit nun 7:1 Mannschaftspunkten auf dem zweiten Tabellenplatz stehen, punktgleich mit dem Tabellenf\u00fchrer aus Schwerin, der in dieser Saison schon f\u00fcnf verschiedene und nie weniger als zwei Gro\u00dfmeister eingesetzt hat. Das Ligaorakel hat unsere Abstiegswahrscheinlichkeit auf unter ein Prozent gesenkt, es gibt uns jetzt mit ebenfalls unter einem Prozent sogar eine h\u00f6here Aufstiegs- als Abstiegswahrscheinlichkeit. Das k\u00f6nnte sich wieder \u00e4ndern, wenn wir in der n\u00e4chsten Runde am 20.01. den haushohen Favoriten aus Schwerin bei uns zum &#8222;Spitzenspiel&#8220; empfangen. Aber eines ist gewiss, verschenken werden wir unsere Punkte nicht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern fand die 4. Runde der Oberligasaison statt. Wir durften bei St. Pauli antreten, doch\u00a0schon vor Kampfbeginn war nicht alles einfach. 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