{"id":3113,"date":"2018-02-26T13:06:19","date_gmt":"2018-02-26T12:06:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=3113"},"modified":"2018-02-27T15:08:57","modified_gmt":"2018-02-27T14:08:57","slug":"dio-i-puuuh","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=3113","title":{"rendered":"Dio I &#8211; Puuuh"},"content":{"rendered":"<p>25.02. 17:20 Uhr: Erleichterung! Aber der Reihe nach.<\/p>\n<p>Gestern spielten wir im Fahrenkamp unseren Abstiegskracher gegen Bargteheide. Die Situation war klar, Vorletzter gegen Letzter,\u00a0Punkte unbedingt n\u00f6tig, erst recht bei jeweils schwierigem Restprogramm.<\/p>\n<p>Der Tag ging gut los, p\u00fcnktlich zum Schneefall hie\u00df es auf zum Fahrenkamp. Wir mussten Almar und zum ersten Mal in dieser Saison Christian ersetzen. Daf\u00fcr waren wieder Oguz und erneut Kai im Einsatz. Vielleicht auch aufgrund des Wetters waren viele Spieler recht fr\u00fch da, Bargteheide h\u00e4tte sogar schon 30 Minuten vor Kampfbeginn antreten k\u00f6nnen. So konnte der\u00a0Showdown unter Zustimmung aller Anwesenden bereits kurz vor 11 Uhr angepfiffen werden.<\/p>\n<p>Die Er\u00f6ffnungsphase stimmte mich doch recht positiv.\u00a0Einzig bei Oguz vermutete ich eine positionell leicht gedr\u00fcckte Stellung, ansonsten sah es bei\u00a0allen schon nach zumindest angenehmen Ausgleich aus. In der Folge sollte sich das weiter verbessern. So\u00a0vermutete ich bei Fabian, mir, Axel, Stefan, Tom und Kai jeweils Spiele auf ein Tor.<\/p>\n<p>Besonders deutlich war es bei Kai, der jedes Mal, wenn ich auf sein Brett guckte, sich eine neue Gemeinheit f\u00fcr seinen Gegner \u00fcberlegt hatte. Hier schien sein Gegner irgendwie nicht mit dem bei uns inzwischen durchaus verbreitetem Begriff &#8222;Kai-Schach&#8220; zurecht zu kommen. Daraus entwickelte sich ein nach allen Regeln der Kunst hochverdienter und klarer Sieg zur 1:0 F\u00fchrung, sehr sch\u00f6n! Dazu sah ich weiterhin keine Schwierigkeiten, Roman hatte bei ausgeglichener Stellung sogar mehr Zeit als sein Gegner, dazu hatten Stefan und Tom sich einen Extrabauern einverleibt. Lediglich Oguz machte mir ein wenig Sorgen, aber auch das hielt sich noch in Grenzen.<\/p>\n<p>Dann passierte lange nicht viel, bis es Richtung Zeitkontrolle ging. Allm\u00e4hlich verdunkelte sich der Himmel. Stefan konnte seinen Mehrbauern zwar souver\u00e4n verwerten und uns mit 2:0 in Front bringen, aber ansonsten war es dann doch nicht mehr so deutlich. Bei Fabian war irgendetwas schief gelaufen, sodass ich hier schon mit einer Niederlage rechnete, irgendwie muss das kaputt gewesen sein. Roman fand sich doch wieder in Zeitnot wieder, ich lieferte ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr mangelnde Vorteilsverwertung, Axel musste erstmal schauen alle m\u00f6glichen Felder zu decken, Tom verlor ein wenig den Faden und Oguz stand inzwischen wirklich schwierig. Alle diese Partien gingen \u00fcber die Zeitkontrolle.<\/p>\n<p>Roman musste kurz zuvor der Zeitnot Tribut zollen und fand sich in einem recht hoffnungslosen Damenendspiel wieder, welches dann auch verloren ging. Irgendwie ist es nicht seine Saison, und doch ist es bemerkenswert, wie er bei ausnahmslos jedem Kampf alles gibt und sich durchaus auch gute Stellungen erarbeit.\u00a0Mit etwas weniger Zeitnotschwierigkeiten w\u00e4re hier in dieser Saison locker schon der eine oder andere Punkt mehr drin gewesen. Die restlichen Partien gingen in die sechste Stunde.<\/p>\n<p>Fabian hatte zwischenzeitlich eine recht einfach\u00a0zu spielende Partie. Er musste einfach mehrere Z\u00fcge lang den einzigen Zug spielen, der nicht sofort verliert. Irgendwie entwischte er dann ins Remis, wor\u00fcber sich sein Gegner erkennbar ma\u00dflos \u00e4rgerte und ich ehrlich gesagt auch nicht mehr mit gerechnet hatte. Unterdessen war klar, dass bei Oguz der gegnerische L\u00e4ufer zu stark darin war, den Freibauern am Damenfl\u00fcgel zu unterst\u00fctzen und gleichzeitig den K\u00f6nigsfl\u00fcgel im Auge zu behalten, da kam der eigene Springer leider nicht mit, der Ausgleich f\u00fcr Bargteheide.<\/p>\n<p>In meiner Partie war ich nach einer leicht seltsam anmutenden Nebenvariante gut aus der Er\u00f6ffnung gekommen und dr\u00fcckte fortan auf den ganzen Punkt. Dabei erarbeitete ich mir ein sp\u00fcrbares \u00dcbergewicht, um dann die Chance zu verpassen, taktisch\u00a0klaren Vorteil zu bekommen. Stattdessen warf ich meinen Vorteil weg, bekam ihn erneut, und scheiterte im 39. Zug nach einem Fehler meines Gegners unerkl\u00e4rlicherweise daran einen wirklich simplen Gewinn zu finden, nach dem\u00a0nahezu sofort alles auseinander gefallen w\u00e4re. Wenn uns das den Kampf gekostet h\u00e4tte w\u00e4re ich vermutlich noch in einer Woche im Dreieck gesprungen. Danach spielten wir zwar noch\u00a0eine ganze Weile, an der dann klaren Remisstellung \u00e4nderte das dann allerdings nichts mehr.<\/p>\n<p>So gingen beim Stand von 3:3 Axel und Tom auch noch in die siebte Stunde. W\u00e4hrend Tom mit Mehrbauer risikofrei bei inzwischen knapper Gegnerzeit den Gewinn anstrebte, hatte bei Axel ein Gegnerspringer\u00a0den Weg in seine Reihen gefunden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich konnte Tom sein Endspiel gewinnen. Vermutlich nicht der schnellste und auch nicht der schematischste Gewinnweg, aber dennoch sicher. Mir bleibt an dieser Stelle unserem Toptalent (14 Jahre) zu seinem ersten Oberligasieg \u00fcberhaupt (einen besseren Zeitpunkt h\u00e4tte es kaum gegeben) und zum bereits zum Februar \u00dcberspringen der 2100-Marke zu gratulieren! Ich bin sicher, dass noch weitere Siege und Marken\u00a0folgen werden.<\/p>\n<p>So hing es an Axel, den Sieg komplett zu machen. Bei jeweils unter 2 Minuten Restbedenkzeit gelang es ihm alle wichtigen Felder zuverl\u00e4ssig zu decken. Im Versuch doch noch durchzubrechen beging sein Gegner dann einen folgenschweren Fehler, der \u00fcber einen nicht mehr zu verhindernden Abzug gleich mehrere Bauern kostete, was Axel sich dann nicht mehr nehmen lie\u00df und sicher zum 5:3 punktete.<\/p>\n<p>Insgesamt war es ein Kampf, der \u00fcber 6 Stunden Spannung bot, mit dem am Ende durchaus auch verdienten\u00a0knappen Sieg f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Wir klettern damit auf Rang 7 und haben nun zwei Runden vor Schluss\u00a0zwei Mannschaftspunkte Vorsprung auf die Abstiegspl\u00e4tze.\u00a0Gerettet sind wir dadurch nat\u00fcrlich noch nicht, trotzdem liegt der gr\u00f6\u00dfere Druck nun auf der Konkurrenz in den abschlie\u00dfenden Runden f\u00fcr \u00dcberraschungen zu sorgen. F\u00fcr uns geht es am 18.03. in Schwerin zur vorletzten Runde weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.02. 17:20 Uhr: Erleichterung! Aber der Reihe nach. Gestern spielten wir im Fahrenkamp unseren Abstiegskracher gegen Bargteheide. 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