{"id":2669,"date":"2017-04-05T16:14:36","date_gmt":"2017-04-05T14:14:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=2669"},"modified":"2017-04-05T16:14:36","modified_gmt":"2017-04-05T14:14:36","slug":"sc-diogenes-3-mitten-inne-stadt-zum-sieg-gedaddelt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=2669","title":{"rendered":"SC Diogenes 3: Mitten inne Stadt zum Sieg gedaddelt"},"content":{"rendered":"<p>Am gestrigen Hamburger Fu\u00dfballspieltag durften wir mal wieder bei Barmbek antreten &#8211; und mit unserer Aufstellung waren wir tats\u00e4chlich klarer Favorit. Bei uns fehlten nur Peter-Michael L. und Fabian B., eigentlich sollte daf\u00fcr Ramona spielen, die aber 22 Stunden vor dem Kampf absagte, daf\u00fcr aber innerhalb von 90 min Fabian H\u00f6fer organisierte, der am Morgen des Spieltags von Thomas nachgemeldet wurde und &#8211; wenn auch mit angek\u00fcndigter Versp\u00e4tung &#8211; unser Team komplettierte. Barmbek 3 (ihre schw\u00e4chere Bezirksligamannschaft) fehlten nominell 4 Spieler, und so waren wir an 7 Brettern nominell \u00fcberlegen.<\/p>\n<p><!--more-->War es die Tatsache, dass ich als einziger Spieler einen nominell st\u00e4rkeren Gegner hatte, dass ich Schwarz hatte, bislang noch keine Partie gewinnen konnte oder einfach pure Unf\u00e4higkeit, zumindest spielte ich eine mir nicht ganz unbekannte, eher remistr\u00e4chtige\u00a0Er\u00f6ffnungsvariante, um einen Zug zu spielen, der zu genau der Abwicklung f\u00fchrte, die ich nach einem fr\u00fchen Damentausch vermeiden wollte. Doch auch mein Gegner w\u00e4hlte mehrfach Optionen, die eher auf ein schnelles Remis deuteten, und so konnte ich um 19:45 in ein Endspiel mit gleichfarbigen L\u00e4ufern und je 7 Bauern abwickeln &#8211; Remis.<\/p>\n<p>Kurz danach erschien dann auch Fabian, und ich nutzte die Zeit und das Wetter f\u00fcr einen kleinen Spaziergang (den ich aufgrund eines unvorhersehbaren Durstanfalls in einer Sky-Kneipe f\u00fcr ca. 25 min unterbrechen musste). Als ich zur\u00fcck war, hatte Sven ein Remisangebot vorliegen, was ich ihm mit den Hinweis auf die bislang kurze Spielzeit selbst \u00fcberlie\u00df. Er spielte dann doch weiter.<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter stand die interessante Frage im Raum, ob Stefan oder Hans-Werner unser F\u00fchrung erzielen w\u00fcrden. Stefan hatte (nachdem er\u00a0eine Figur eingestellt h\u00e4tte, h\u00e4tte sein Gegner das gesehen) schon wieder eine typische Haack-Stellung &#8211; als ich zum Brett kam, hatte sein Gegner einen Triplebauern c2-c4 sowie einen auf h6 h\u00e4ngenden L\u00e4ufer, w\u00e4hrend Stefan mit dem L\u00e4ufer nach h3 geschlagen hatte. Der L\u00e4ufer fra\u00df dann weiter nach g2, doch statt ihn zu nehmen schlug sein Gegner der Se4, und &#8211; ach was red ich, die Stellung war tot gewonnen mit Reinkloppaktionen und all das nach ca. 20 Z\u00fcgen, Stefan halt. Dummerweise suchte sein Gegner noch relativ lange nach einem nicht existenten Verteidigungszug. Diese Zeit konnte Hans-Werner nutzen, um Dame gegen Turm zu gewinnen, und so erzielte er das F\u00fchrungstor &#8211; kurz darauf kam dann das erwartete 2,5:0,5.<\/p>\n<p>An unseren 3 Spitzenbrettern sah es eigentlich durchgehend so aus, dass die 3 das schon irgendwann gewinnen werden, auch wenn der konkrete Weg nicht ganz so offensichtlich war.<\/p>\n<p>Und dann war da ja Fabian. Sein sp\u00e4tes Erscheinen (oder seine allgemeine Spielweise) f\u00fchrten zu einer seltsamen Partie. Eigentlich fand ich seine Stellung lange Zeit ganz gut, doch irgendwann verpuffte sein Offensivpotential und der Gegner wurde mit einem Mehrbauern aktiv. So weit, so schlecht. Nervenaufreibend wurde aber sein Zeitmanagement, denn auch als er nur noch 78 Sekunden f\u00fcr weit mehr als 10 Z\u00fcge hatte, lief es in etwas so:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Gegner zog und dr\u00fcckte die Uhr.<\/li>\n<li>Fabian notierte den Zug.<\/li>\n<li>Er \u00fcberlegte kurz und\u00a0machte dann seinen\u00a0Zug.<\/li>\n<li>\u00a0Dann dr\u00fcckt er in aller Ruhe die Uhr.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Als er dann noch 18 sec f\u00fcr 5 Z\u00fcge hatte, fragte ich nochmal nach, ob er wisse, dass er nicht mitschreiben muss. Aber das war ihm klar und kein Grund zur Beunruhigung. Noch kurioser wurde es nach dem 39. Zug. Dass er mit noch 3 Sekunden die Zeitkontrolle schaffen w\u00fcrde, war mit mittlerweile klar &#8211; sein Gegner aber sa\u00df (mit noch \u00fcber einer Stunde Bedenkzeit) da und versuchte sich zu erinnern, welches die letzten beiden Z\u00fcge waren, denn sein Formular war nur bis zum 37. Zug gef\u00fcllt. Als ihm das erstmal nicht gelang, wollte er sich offensichtlich auf den n\u00e4chsten Zug konzentrieren, doch nach meinem Hinweis, er m\u00f6ge doch bitte die Mitschreibepflicht befolgen, lieh er sich Fabians Formular, um das seinige zu vervollst\u00e4ndigen. Man sollte noch erw\u00e4hnen, dass Fabian rund um die Zeitkontrolle den Bauern zur\u00fcck eroberte und so endete die Partie kurz danach Remis.<\/p>\n<p>An den vorderen 3 Brettern machte sich dann allm\u00e4hlich auch die Zeit bemerkbar. Am wenigsten bei Holger, der ein Turmendspiel mit einem Mehrfreibauern hatte und das dann auch ziemlich sicher nach Hause spielte. Michael \u00fcberstand die erste Zeitnot und kam in ein Endspiel mit T+S+5B gegen T+L+4B. Nicht ganz einfach, aber es sah doch danach aus, dass er wusste, was er tat. Allerdings wurde die Zeit doch immer knapper, doch als er noch gut eine Minute auf der Uhr hatte, drohte die Bauernumwandlung und sein Gegner musste in ein Endspiel umwandeln mit 2 verbundenen\u00a0Bauern gegen Michaels Turm. Zum Gl\u00fcck war Michaels K\u00f6nig schnell genug in der N\u00e4he der Bauern und er konnte gewinnen.<\/p>\n<p>Dominiks Stellung habe ich nicht verstanden. Irgendwie sah das alles ganz nett aus, aber irgendwie fehlte doch der letzte Durchbruch. Und als die Zeit knapper wurde, sah es ein bisserl danach aus, dass er in ein Damenendspiel mit 5B gegen 3B + L umwandeln k\u00f6nnte, doch ein ungenauer Zug kostete leider eine Turm und so stand es 5:2.<\/p>\n<p>Sven spielte noch immer, und er lehnte auch ein weiteres Remisangebot ab. Sein Gegner hatte eine Qualle geopfert, und so spielte er mit 2T + 3B (einer davon ein Randfreibauer) gegen T + L + 4 B (einer davon als Schwarzer e3-Bauer). Anscheinend hatte Sven (so wie ich) den Bauern etwas untersch\u00e4tzt, die Schwarzen Figuren dominierten und die Niederlage deutete sich an. Dann noch ein kleiner, \u00e4rgerlicher Zwischenfall. Als Svens Gegner \u00fcberlegte, sagte ein Mannschaftskollege zu seinem Nebenmann: &#8222;Ich glaube, Td2 &#8230;&#8220; &#8211; in diesem Moment zog sein Teamkamerad ihn weg, doch zumindest Sven und ich hatten das geh\u00f6rt. Sein Gegner m\u00f6glicherweise nicht, doch nach Td2 (Svens Kommentar: Der war ja auch gut vorgesagt) war die Partie kurz darauf beendet und der Kampf endete viel knapper, als es zwischenzeitlich aussah, mit 5:3. Aufgrund fehlender Absicht und Relevanz verzichteten wir auf einen Protest, trotzdem eine interessante Frage, was in solch einem Fall eigentlich bei 3,5:3,5 passiert?<\/p>\n<p>Mit 6 Punkten sind wir wohl aus dem gr\u00f6bsten raus, die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung in den n\u00e4chsten 2 Runden wird aber eher das Thema Aufstellung sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am gestrigen Hamburger Fu\u00dfballspieltag durften wir mal wieder bei Barmbek antreten &#8211; und mit unserer Aufstellung waren wir tats\u00e4chlich klarer Favorit. 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