{"id":2196,"date":"2016-05-30T17:51:57","date_gmt":"2016-05-30T15:51:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=2196"},"modified":"2016-05-30T17:51:57","modified_gmt":"2016-05-30T15:51:57","slug":"15-deutsche-amateurmeisterschaft-endrunde-in-halle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.scdiogenes.de\/wordpress\/?p=2196","title":{"rendered":"15. Deutsche Amateurmeisterschaft &#8211; Endrunde in Halle"},"content":{"rendered":"<p>Immerhin 2 Diogenesen waren beim Finale der diesj\u00e4hrigen Amateurmeisterschaft dabei &#8211; &#8222;Proffi&#8220; Axel in der A-Gruppe und Achim in der C-Gruppe. F\u00fcr das Siegertreppchen hat es f\u00fcr keinen von beiden gereicht, dennoch m\u00f6chte ich ein paar Zeilen dazu schreiben.<!--more-->Beginnen wir mit ein paar allgemeinen Worten. Wenn auch die 15 keine besonders runde Zahl ist, war dieses Jahr doch durchaus etwas besonderes im Rahmen dieser Turnierserie. Nicht nur, dass in\u00a0 der Vorrunde in Kassel die 25.000 Teilnahme (aufgrund\u00a0der Zahlen, die in Halle genannt wurden, vermute ich, dass hier die Endrunden nicht mitgerechnet wurden) an\u00a0dieser Serie vermeldet werden konnte (aufgeteilt auf ich meine knapp 9000 verschiedene Spieler), die Endrunde in Halle war zugleich das einhundertste Turnier in der Serie. Das musste nat\u00fcrlich gefeiert werden, und so gab es zum Abschluss der Siegerehrung ein Feuerwerk sowie einige Ehreng\u00e4ste, u.a. den Pr\u00e4sidenten des Deutschen Schachbunds IM Herbert Bastian sowie unseren alten Diogenesen, den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Schachjugend, J\u00f6rg Schulz. Dieser wurde vor Ort davon \u00fcberrascht, dass er eine Krawatte tragen musste und die Siegerinterviews f\u00fchren durfte &#8211; eine unterhaltsame Entscheidung, nur nicht f\u00fcr die Sieger, die von ihm mit reichlich investigativen Fragen gel\u00f6chert wurden. Bei den Siegerinnen der Damenwertung wurde wohlweislich auf die Interviews verzichtet.<\/p>\n<p>Wie aber schnitten die Diogenesen ab? Axel begann das Turnier nach einer sp\u00e4tabendlichen Schlacht mit seinem Autovermieter gleich mal mit einer Seeschlange. Remis in Runde 1 nach \u00fcber hundert Z\u00fcgen, so dass seine 2. Partie des Tages ca. 30 min nach hinten verlegt wurde. Nichts desto trotz konnte er diese Partie gewinnen. In Runde 3 folgte ein weiteres Remis, w\u00e4hrend wir uns in der 4. Runde nach 14 Z\u00fcgen ziemlich sicher waren, dass es diesmal einen Sieger geben w\u00fcrde. Zu diesem Zeitpunkt hatte sein schwarzer Springer bereit auf h2 geschlagen, und die gesamte Stellung sah nur noch beiderseitig krank aus. Doch auch diese Partie endete remis, und mit einem weiteren schnellen Remis in der letzten Runde erreichte er mit 3\/5 einen geteilten 8. Platz. Ein Sieg in dieser Runde h\u00e4tte \u00fcbrigens noch f\u00fcr Platz 4 gereicht.<\/p>\n<p>Achim verpatzte in Runde 1 mal wieder die schwarze Er\u00f6ffnung. Irgendwann versuchte er den Br\u00fcllangriff am K\u00f6nigsfl\u00fcgel, doch der f\u00fchrte nicht zum erhofften Matt. Stattdessen verlieft sich die Dame im Angriff, und als Fritz die Stellung auf ca. -1,7 sch\u00e4tzte, nahm er einen Bauern, statt in die Verteidigung zu r\u00fccken, was die Wertung aufgrund eines zweiz\u00fcgigen Matts, dass sich nur per Damenopfer vermeiden lie\u00df, mal eben auf -17. Runde 2 lieferte dagegen eine angenehme Wei\u00dfpartie, auch wenn der Computer die Stellung nur als knapp besser bewertete, hatte Achim doch einen gro\u00dfen positionellen Vorteil, weil er die gegnerische Struktur Lb8-Dc7 dank seines c-Freibauerns zementieren konnte und den Raumvorteil irgendwann nutzen konnte.<\/p>\n<p>In Runde 3 ging es erneut mit Wei\u00df gegen die sp\u00e4tere Siegerin der Damenwertung. Auch hier gab es wohl gewisse Aktivit\u00e4tsvorteile, doch als einiges getauscht wurde\u00a0und nur noch jeweils D+L+5 Bauern auf dem Brett waren, war ein Sieg unrealistisch &#8211; 1,5\/3. Damit war das Turnier im Grunde gelaufen, und so bem\u00fchte ich mich in Runde 4, \u00e4hnlich abartiges Schach wie Axel aufs Brett zu bringen. Und so kam es zu einer typischen Partie, wenn der eine kurz und der andere lang rochiert und beide dann einfach mal ohne R\u00fccksicht auf Verluste einen K\u00f6nigsangriff starten. In der Kurzanalyse mit Axel unterbrach er diverse Male in der Annahme, dass es in dieser Situation taktische M\u00f6glichkeiten geben musste, konnte aber keine klaren Varianten finden. Auch Achim und sein 14j\u00e4hriger Gegner brauchten viel Zeit, um die taktischen M\u00f6glichkeiten auszuloten, doch letzten Endes erreichte der erfahrenere Zocker ein klar gewonnenes Endspiel mit D+T+S+6B gegen D+T+S+4B. Man h\u00e4tte also nur noch die Partie sicher nach Hause spielen m\u00fcssen. Achim aber entschied sich, einen schnellen K\u00f6nigsangriff zu starten, verlor f\u00fcr den aktiven Turm beim Damentausch seinen a-Bauern und ignorierte den gegnerischen a-Bauern so lange, bis er ihn pl\u00f6tzlich nicht mehr aufhalten konnte. Aber bis zum Endspiel war die Partie lustig.\u00a0In der Abschlussrunde folgte eine unmotivierte Partie gegen eine weitere Gegnerin, mit einem unsauberen Bauernvorsto\u00df ging ein Bauer verloren, und als seine Gegnerin sich gerade so solide mit dem Mehrfreibauern aufgestellt hatte, dass er nach ein, zwei weiteren billigen Schummelversuchen aufgeben wollte, um den Tag sinnvoller zu nutzen, kam ein Remisangebot. 2\/5, Platz 24\/34 &#8211; aber zumindest m\u00fcsste das ein weiteres Jahr in der C-Gruppe gesichert haben.<\/p>\n<p>Insgesamt ein nettes Turnier, parallel wurde noch der Sieger des D\u00e4hne-Pokals ermittelt, und im Grunde genommen war das Hotel auch ok &#8211; bis darauf, dass ich 10\u20ac\/Nacht f\u00fcr ein angeblich renoviertes Zimmer mehr zahlen sollte, weil ich angeblich erst ab Donnerstag gebucht hatte, und das Gratis-WLAN der Telekom, dass im Rahmen des Turniers v\u00f6llig \u00fcberlastet war. Gl\u00fcckwunsch auch an den Schachfreund Michael Keuchen f\u00fcr Platz 7 in der B sowie an die Schachfreunde Sasel, die immerhin drei der 42 Preise einheimsen durften. Unter anderem gab es da den Sieger der F-Gruppe, Hannes Helbig, der erst seit November im Verein ist und schon Deutscher Meister. Da sein anderes Hobby Tennis ist, und er diesen Sport schon seit Jahren im Verein betreibt, stellte J\u00f6rg nat\u00fcrlich die Frage, wie oft er denn schon Deutscher Tennismeister geworden ist, um dann festzustellen, dass Schach f\u00fcr ihn wohl doch der geeignetere Sport sei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immerhin 2 Diogenesen waren beim Finale der diesj\u00e4hrigen Amateurmeisterschaft dabei &#8211; &#8222;Proffi&#8220; Axel in der A-Gruppe und Achim in der C-Gruppe. 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